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Salzburg
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Dieser Artikel behandelt die Stadt Salzburg in Österreich, weitere Bedeutungen unter Salzburg (Begriffsklärung).

Wappen Karte
DMS


Basisdaten
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: Statutarstadt (S)
Fläche: 65,678 km²
Koordinaten: 47° 48′ N, 13° 2′ O47.813.033333333333424Koordinaten: 47° 48′ 0″ N, 13° 2′ 0″ O
Höhe: 424 m ü. A.
Einwohner: 150.378 (1. Jan. 2008)
Bevölkerungsdichte: 2290 Einwohner je km²
Postleitzahl: 5020
Vorwahl: 0662
Gemeindekennziffer: 50 101
NUTS-Region: 323
Adresse der
Gemeindeverwaltung: Gemeindeverwaltung von SalzburgMirabellplatz 4
5020 Salzburg
Offizielle Website: www.stadt-salzburg.at
Politik
Bürgermeister: Heinz Schaden (SPÖ)
Gemeinderat: (2004)
(40 Mitglieder) 19 SPÖ, 9 ÖVP, 6 BL, 2 FPÖ, 4 Parteilose

Denke dir einen Garten, der mehrere Meilen im Umfang hat, in diesem unzählige Schlösser und Güter, die aus den Bäumen heraus oder durchschauen, denke dir einen Fluss, der sich auf mannigfaltigste Weise durchschlängelt, denke dir Wiesen und Äcker, wie ebenso viele Teppiche von den schönsten Farben, dann die herrlichen Straßen, die sich wie Bänder um sie herum-schlingen, und endlich stundenlange Alleen von ungeheuren Bäumen, dieses alles von einer unabsehbaren Reihe der höchsten Berge umschlossen als wären sie Wächter dieses himmlischen Thales, denke dir dieses, so hast du einen schwachen Begriff von seiner unaussprechlichen Schönheit. (Franz Schubert, 1825 (Franz Schubert, 1825)

Blick vom Mirabellgarten auf die Festung
Die Salzburger Altstadt mit Blick auf den Rudolfskai. Im Hintergrund die Festung HohensalzburgSalzburg ist die Landeshauptstadt des gleichnamigen Bundeslandes Salzburg. Die Landeshauptstadt Salzburg ist mit 150.378 Einwohnern nach Wien, Graz und Linz die viertgrößte Stadt Österreichs. Sie bildet dabei einen eigenen politischen Bezirk im Land Salzburg, der fast zur Gänze vom Bezirk Salzburg-Umgebung, auch Flachgau genannt umgeben ist. Salzburg hat mit seiner als UNESCO-Weltkulturerbe geschützten Altstadt und dem Gebiet um Schloss Hellbrunn eine besonders lange kulturelle Tradition. Durch die Salzburger Altstadt, den Salzburger Festspielen sowie durch Wolfgang Amadeus Mozart erreicht Salzburg internationale Bekanntheit.

Inhaltsverzeichnis
1 Geografie
1.1 Klima
1.2 Geologie
1.3 Stadtteile
1.4 Katastralgemeinden
1.5 Nachbargemeinden
1.6 Kleines Deutsches Eck
2 Geschichte
2.1 Frühgeschichte und bayrische Zeit
2.2 Die fürsterzbischöfliche Residenzstadt
2.3 Die österreichische Stadt Salzburg
3 Politik
3.1 Kommunalpolitik nach 1880
3.2 Kommunalpolitik nach 1945
4 Wappen
5 Sehenswürdigkeiten
5.1 Berühmte kirchliche Bauwerke
5.2 Wichtige Profanbauten, Plätze und Gassen der Altstadt
5.3 Festung Hohensalzburg
5.4 Schlösser der Fürsterzbischöfe und andere Schlösser
5.5 Schlösser im Landschaftsgarten Hellbrunner Allee
5.6 Friedhöfe
6 Kultur
6.1 Musikstadt Salzburg
6.1.1 Geschichte
6.1.2 Mozart und Salzburg
6.1.3 Salzburger Festspiele
6.1.4 klassische Musik abseits der Festspiele
6.1.5 Jazzmusik und alternative Musik
6.2 Literatur
6.3 Theater
6.4 Bildende Kunst
6.5 Architektur
6.6 Museen
6.7 Kino und Film
6.8 Veranstaltungen
7 Religiöse Gemeinschaften
8 Freizeit
8.1 Sport
8.2 Öffentliche Parks
8.3 Kulinarische Spezialitäten
8.4 Nachtleben
9 Umwelt und Ökologie
9.1 Die Salzburger Grünlanddeklaration
10 Infrastruktur
10.1 Strom- und Wasserversorgung
10.2 Abwasser- und Müllentsorgung
10.3 Gesundheitswesen
10.4 Schüler- Lehrlings- und Studentenheime
10.5 Seniorenheime und Seniorenbetreuung
10.6 Verkehr
10.6.1 Fußgänger- und Fahrradverkehr
10.6.2 Obus und öffentlicher Bus
10.6.3 Schienenverkehr
10.6.4 Innerstädtischer PKW-Verkehr
10.6.5 Autobahnen
10.6.6 Flugverkehr
11 Bildung und Forschung
11.1 Büchereien
11.2 Krabbelstuben und Kindergärten
11.3 Medien
11.4 Schulen
11.5 Erwachsenenbildung
11.6 Musikum
11.7 Universitäten und Hochschulen
12 Wirtschaft
12.1 Bedeutende Salzburger Firmen
12.2 Tourismusstadt Salzburg
12.3 Messestadt Salzburg
12.4 Einkaufsstadt
12.5 Landwirtschaft
13 Städtepartnerschaften
14 Persönlichkeiten
15 Literatur und Quellen
16 Filme
17 Einzelnachweise
18 Siehe auch
19 Weblinks

Geografie
Panorama der Altstadt mit Blick auf Festung und KapuzinerbergDie Stadt Salzburg liegt mittig im Salzburger Becken, das während der Eiszeit durch den einstigen Salzachgletscher ausgeschürft worden ist. Später wurde diese Ausschürfung durch Salzachsedimente wieder aufgefüllt. Der historische Altstadtkern liegt dabei direkt an der Salzach und wird eng umschlossen vom Festungsberg mit der Festung Hohensalzburg und dem Mönchsberg mit dessen westlichen Ausläufer, dem Rainberg. Im Osten der Altstadt befindet sich der Kapuzinerberg und der kleine Bürglstein. Im Süden erheben sich Hellbrunner Berg und Morzger Hügel. Im Ortszentrum von Altliefering liegt der Grafenhügel. Die äußere Umrahmung der Stadt und des Salzburger Beckens bildet im Südwesten von einer Seilbahn erschlossen, der 1.853 m hohe Untersberg. Der 1.288 m hohe Gaisberg erhebt sich im Osten aus dem Salzburger Becken. Im Norden umrahmt der Plainberg mit der bekannten Wallfahrtsbasilika Maria Plain das Becken. Daran schließt nordöstlich die Hügellandschaft des Flachgaus an. Im Norden reicht entlang von Salzach und Saalach ein geschlossener Auwaldgürtel ins Stadtgebiet. Der Auwald westlich der Salzach und das Hügelland der Högl, im Westen der Stadt, gehören bereits zum Landkreis Berchtesgadener Land im Freistaat Bayern. Die nächstgelegene Stadt ist Freilassing. Die Altstadt im Salzburger Becken liegt 420 - 426 m hoch. Der höchste Punkt des Stadtgebietes ist 1288 m hoch (Gaisbergsitze), der tiefste Punkt (Saalachmündung-Böschungsfuß) 404 m. Das Gemeindegebiet ist 65,68 km² groß. Davon sind 2.233 ha (34 %) Bauland, 505 ha (7,7 %) Verkehrsfäche, 108 ha (16,5 %) Wald und 342 ha Gewässer. [1].

 

Klima
Klimadiagramm der StadtSalzburg besitzt ein warmgemäßigtes Klima. Die mittlere Jahrestemperatur der Stadt Salzburg beträgt 12° C, die Julimitteltemperatur 18°, die Temperatur im Jänner im Mittel bei -2°. Die Niederschlagsmenge in der Stadt ist durch die Nordstaulage vergleichsweise hoch, sie beträgt im langjährigen Durchschnitt am Flughafen 1169 mm[2]. Im Sommer fallen die Niederschläge vor allem als Schauer oder während der Gewitter. Salzburg besitzt durch seine Nähe zum Alpenraum ausgeprägte Föhnlagen. Der Föhn zeigt sich dabei als warmer und trockener Südwind.

Geologie Die Stadt Salzburg befindet sich geologisch gesehen unmittelbar am Nordrand der Alpen. Der Gaisberg mit dem Kühberg, der Kapuzinerberg und der Festungsberg sind dabei Teil der Kalkvoralpen, die Hügelberge im Norden gehören schon zur Flyschzone und damit zum Alpenvorland[3]. Der Nordrand der Alpen verläuft damit in einer annähernd ost-westlicher Richtung quer durch die Stadt im Allgemeinen und die Altstadt im Besonderen.

Stadtteile Die Stadt gliedert sich unabhängig von den historisch vorgegebenen Katastralgemeinden, deren Grenzen in den meisten Fällen funktionell nicht mehr nachvollziehbar sind, in 21 Stadtteile.

Den historischen Kern der Stadt Salzburg bildet die Altstadt, die an die alten, bis ins Mittelalter zurückreichende Vorstädte Mülln und Nonntal anschließt. Durch Stadterweiterungen vor und nach 1900 entstand im Westen der Altstadt der Stadtteil Riedenburg. Im Raum der abgerissenen rechtsufrigen Bastionen sowie der dortigen Kasernen wuchs das Andräviertel. Nördlich des Andräviertels, im Raum vor dem neuen Hauptbahnhof, wurde der Stadtteil Elisabeth-Vorstadt geschaffen. Im Nordteil von Mülln entstand der Stadtteil Lehen.

Im wesentlichen nach 1900 haben sich die Stadtteile Aigen, Parsch, Itzling und Gneis entwickelt. Eine spätere Erweiterungen der Stadt ist auch der Siedlungsstreifen der Moosstraße in Leopoldskron-Moos. Die einst selbständigen alten Vororte Maxglan im Westen, Liefering im Nordwesten, Gnigl im Osten und Morzg wurden in der Zwischenkrieszeit immer mehr zu Stadtteilen der Stadt Salzburg.

In den Nachkriegsjahren nach 1950 entstanden schließlich die jüngsten Siedlungskerne der Stadt, nämlich Salzburg-Süd mit seinen Teilen Josefiau, Herrnau und Alpensiedlung. Auch die Stadtteile Langwied, Kasern, Taxham und Schallmoos entstanden Mitte des 20. Jahrhunderts. Isoliert liegt im Norden der junge Siedlungssplitter Schlachthofsiedlung, der nahtlos an den Siedlungsraum der Gemeinde Bergheim anschließt. Südlich von Gneis liegen die ebenfalls jungen kleinen Siedlungen Eichethofsiedlung und Birkensiedlung sowie südlich des Flughafens die Kendlersiedlung. Die Kendlersiedlung setzt sich dabei in den schom zur Gemeinde Wals gehörenden Siedlungsflecken Glansiedlung, die Häusergruppen Pointing und Loig im Walser Himmelreich fort. Außerhalb der Siedlungsräume liegen im Stadtgebiet von Salzburg die geschlossenen Landschaftsräume Hellbrunn, Gaisberg und Heuberg. [4].

Katastralgemeinden Salzburg ist heute in 14 Katastralgemeinden aufgeteilt: Salzburg, Maxglan, Morzg, Gnigl, Itzling, Aigen I, Liefering II und Leopoldskron, sowie randlich Gaisberg I, Heuberg I, Bergheim II, Hallwang II, Siezenheim II und Wals II. Der Name der Stadtteile als funktionelle Einheiten entspricht dabei in der Grenzziehung der gleichnamigen Katastralgemeinden, deren Grenzen großteils im frühen 19. Jahrhundert festgelegt wurden. Die Bezeichnung Aigen I besagt, dass die einstige Gemeinde Aigen großteils in die Stadt Salzburg eingemeindet wurde. Der verbleibende kleinere Teil wurde in den Jahren 1935 sowie 1939 unter der Bezeichnung Aigen II als eigene Katastralgemeinde der Nachbargemeinde Elsbethen zugeteilt[5].

Nachbargemeinden Freilassing Bergheim Hallwang
Wals-Siezenheim Koppl
Grödig Anif Elsbethen

Kleines Deutsches Eck Durch die besondere geografische Lage ist Salzburg verkehrstechnisch und wirtschaftlich mit den bayerischen Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein verzahnt. So führt die kürzeste Straßenverbindung zu den Städten und Gemeinden des Pinzgaus über das so genannte Kleine Deutsche Eck (Salzburg – Bad Reichenhall – Lofer), wirtschaftlich sind besonders Freilassing und Bad Reichenhall mit Salzburg verbunden. Seit 1995 bildet die Euregio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein eine politische Einheit mit etwa 700.000 Bewohnern.

Geschichte → Siehe auch Hauptartikel: Geschichte der Stadt Salzburg

Frühgeschichte und bayrische Zeit Das Gebiet der Stadt ist seit der Jungsteinzeit besiedelt. In keltischer Zeit war sie ein bedeutendes Verwaltungszentrum der keltischen Ambisontier. Die Bevölkerung wurde nach dem römischen Einmarsch 15 v. Chr. in den Raum der Altstadt übersiedelt. Die neue Stadt Iuvavum eine der wichtigsten Hauptstädte der neuen Provinz Noricum nach nach [[Germanen|Germanien.

Bischof Rupert erhielt 696 n.Chr. die Reste der Römerstadt von Herzog Theodo II. von Bayern geschenkt, um das Land im Osten und Südosten zu missionieren. Er erneuerte das Kloster St. Peter und gründete das Benediktinen-Frauenstift Nonnberg. Das salzreiche Land Salzburg und seine Grafschaften bekamen in der Folge als Teil Bayerns immer mehr Einfluss und Macht.

Die fürsterzbischöfliche Residenzstadt
Salzburg im Jahre 1791 (Radierung von A. Amon nach Franz Heinrich von Naumann)Seit der Schlacht bei Mühldorf 1322 war das Erzbistum mit dem Mutterland Bayern verfeindet, 1328 wurde Salzburg dann zum weitgehend selbständigen Staat im Heiligen Römischen Reich. 1525 belagerten aufständische Bergknappen und Bauern in Salzburg letztendlich erfolglos die Festung Hohensalzburg. Macht und Reichtum der Fürsterbischofe stiegen in der Folge weiter. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts gestaltete Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau die Stadt Salzburg Stadt neu. Auch der alte Dom wurde abgerissen. Nach dem Sturz de Erzbischofs und der Wahl von Markus Sittikus begann dieser den neuen Dom aufzubauen. Paris von Lodron gelang es durch eine kluge Neutralitätspolitik, Salzburg aus dem Dreißigjährigen Krieg herauszuhalten. Bereits wenige Jahre nach Luthers Thesenanschlag war die Mehrheit der Bürger Salzburgs dem Protestantismus gegenüber aufgeschlossen. Schon 1590 wurden aber praktisch alle protestantischen Familien des Landes verwiesen. 1772 bis 1803 wurde unter Erzbischof Hieronymus Franz Josef Colloredo von Wallsee und Mels Salzburg zum Zentrum der Spätaufklärung. 1803 wurde Salzburg auf Anordnung Napoleons säkularisiertes Kurfürstentum. 1805 wurde es zusammen mit Berchtesgaden dem neuen Kaiserreich Österreich zugeschlagen und 1810 wieder an Bayern angegliedert.

Bevölkerungsentwicklung
Datum Einwohner
1869 27.858
1880 33.241
1890 38.081
1900 48.945
1910 56.423
1923 60.026
1934 69.447
Datum Einwohner
1939 77.170
1951 102.927
1961 108.114
1971 129.919
1981 139.426
1991 143.978
2001 142.662
2007 150.269
2008 150.378

Die österreichische Stadt Salzburg 1816 fiel das Land Salzburg großteils an das Kaisertum Österreich. Die Stadt Salzburg war zuerst oberösterreichische Kreisstadt und dabei recht bedeutungslos. Nur wenige Kurgäste, Maler und Literaten verirrten sich in die Kleinstadt. 1860 wurde begonnen, die Stadtbefestigungen abzureißen, im gleichen Jahr erfolgte die Eröffnung der Bahnlinien Wien-Salzburg und Salzburg-München. Damit kamen neue Impulse. Die Stadt wuchs kräftig, Handel und Gewerbe blühten. Die schweren nachkriegsbedingte Rückschläge änderten daran nichts. 1935 und 1939 wurden angesichts ders zwischenzeitlichen Bevölkerugnswachstums verschiedene Nachbargemeinden eingemeindet. Weitere Eingemeindungen, der infrastrukturell längst zum Stadtgebiet gehörenden „Speckgürtelgemeinden” Wals-Siezenheim und Bergheim sind heute wieder geboten. Unter der NS-Diktatur kam es 1938 zu einer Bücherverbrennung auf dem Residenzplatz und zu Verhaftungen von Juden und politischen Gegnern. Damals wurde auch die Salzburger Synagoge zerstört. 1944/45 beschädigten Bombenangriffe der Amerikaner große Teile der Stadt. Oberst Hans Lepperdinger rettete 1945 die Stadt durch Befehlsverweigerung und übergab die Stadt am 4. Mai 1945 an die Amerikaner. Salzburg war nun Sitz des US-Oberkommandos. Die erste Nachkriegszeit war geprägt vom Elend der gestrandeten 35.000 Flüchtlinge. Erst mit dem beginnenden wirtschaftlichen Aufschwung konnte dieses Problem gelöst werden. Die Stadt wurde in der Folge zur wirtschaftlich erfolgreichen Handelsstadt und Messestadt. Vor allem ist die alte Residenzstadt heute aber vom Tourismus und dem zugeordneten Dienstleistungegewerbe geprägt.

Politik Bürgermeister der Stadt Salzburg ist seit 1999 Heinz Schaden (SPÖ). Bürgermeister-Stellvertreter sind Dipl.-Ing. Harald Preuner (ÖVP) und Josef Huber (SPÖ). Stadträte sind Martin Panosch (SPÖ) und Johann Padutsch (Bürgerliste).

Kommunalpolitik nach 1880 Die Stadt war in der Zeit vom Erwachen der politischen Kräfte bis zum Ende der Monarchie politisch zunehmend antiliberal geprägt und besaß starke klerikale und deutsch-nationale Kräfte, die allerdings untereinander vielfach zersplittert und verfeindet waren. Robert Preußler war 1914 der erste Sozialdemokrat im Salzburger Gemeinderat. Überhöhte Ausgaben führen um 1890 fast zum finanziellen Ruin der Stadt. Nach dem Zerfall der Monarchie wurde der Gemeinderat, nun weniger von der kaiserlichen Zentralmacht abhängig, von 30 auf 40 Mitglieder aufgestockt. Christlichsoziale, Sozialdemokraten und Deutschnationale besaßen in der Folge einen ähnlichen Stimmenanteil. Während der autoritären Zeit des Ständestaates und jener des Nationalsozialismus besaß die kommunale Selbstverwaltung kaum Freiheiten, der Gemeinderat war funktionslos bzw. weisungsgebunden.

Kommunalpolitik nach 1945 Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Richard Hildmann, der schon von 1935 bis 1938 Stadtoberhaupt gewesen war, am 5. Mai 1945 von der US-Militärverwaltung bis 1946 als provisorischer Bürgermeister eingesetzt. Die erste Nachkriegszeit war von einer engen Zusammenarbeit von SPÖ (Sozialistische Partei Österreichs) mit ihrem Bürgermeister Anton Neumayr (im Amt 1946–1951), der ÖVP (Österreichische Volkspartei) und der KPÖ (Kommunistische Partei Österreichs) geprägt. Die ersten Nachkriegswahlen der Gemeinde 1949 brachten der SPÖ 37 % und 15 Sitze im Gemeinderat, der WDU (Wahlplattform der Unabhängigen), Vorläuferin der FPÖ 30 % (12 Sitze), der ÖVP 29 % (12 Sitze) und der KPÖ 3 % (1 Sitz). Bis 1987 war der sozialistische Bürgermeister bei seiner Wahl dabei stets auf die Stimmen der WDU bzw. der FPÖ angewiesen. Von 1957 bis 1970 blieb der sehr populäre Alfred Bäck unumstritten der Spitze der Stadtregierung. Das „Salzburger Klima“ der Zusammenarbeit bleib, von Wahlkampfzeiten abgesehen bis um 1965 aufrecht, als zunehmende wirtschaftliche Verteilungsprobleme zu erhöhten Spannungen führten. Damals begann zudem schon das Stammwählerpotential der Parteien zu schrumpfen. Der Konjunktureinbruch 1973 brachte neue Probleme für die Stadtpolitik.

1972 traten erstmals Salzburger Bürgerinitiativen, damals noch erfolglos, bei der Wahl an. Vorgesehen war damals die Verbauung des Grünraumes von Freisaal und von Teilen des Landschaftsgartens der Hellbrunner Allee, gegen die die Bürgerinitiative „Schützt Salzburgs Landschaft“ ankämpfte. 1976 brachte der Gesamtverkehrsplan neue Konflikte. 1976 war die Freisaalverbauung erneut ein viel diskutiertes Streitthema. Ein mühsamer Kompromiss des Bürgermeister mit den Bürgerinitiativen um das „Landschaftskommitee Freisaal“ sah einerseits die randliche Anlage einer Universität Freisaal (Naturwissenschaftliche Fakultät) vor, anderseits ein Bekenntnis zur Altstadtuniversität. Damit wurden weitere Kontroversen vorerst verhindert. 1977 erreichte die Bürgerliste als Zusammenschluss der Bürgerinitiativen 2 Mandate und 5,5 % der Stimmen.

Der weitere Ausbau des sozialen Wohnbaues kam in der Folge durch einen Mangel an günstigem Baugrund und durch erhöhte Baukosten in Bedrängnis. Der Konflikt Wohnbau und Landschaftserhalt wurde stärker und prägt die politische Diskussion bis heute. „Was jahrelang als Gemeinwohl gefeiert wurde – nämlich Menschen ein Dach über dem Kopf zu schaffen, entartete und wurde zum Krebsgeschwür der Stadtlandschaft“ [6] Weitere Konflikte taten sich nach 1970 in der Altstadt auf. Schon 1965 hatte der Kunsthistoriker Hans Sedlmayr eindringlich auf die Demolierung und Aushöhlung wertvoller Altstadtbauten und auf den wichtigen Ensembleschutz hingewiesen. Der betont kulturbewusste Landshauptmann Dr. Hans Lechner (ÖVP) sorgte 1967, maßgeblich unterstützt durch Bürgerinitiativen für einen ersten Ensembleschutz der Altstadt, der aber nur die Fassaden erfasste. Das Alte Borromäum mit der Borromäus-Kirche, das Realschulgebäude am Hanuschplatz und nicht zuletzt das Haus Platzl 5 direkt neben der Staatsbrücke fielen trotz der Schutzbestimmungen einer Neubebauung zum Opfer. 1980 erreichten die Bürgerinitiativen um den Schauspieler Herbert Fux, den Maler Wilhelm Kaufmann und Richard Hörl einen erheblich verbesserten gesetzlichen Schutz der Altstadt. 1974 errang diese den Grünen nahe stehende Gruppierung 17,7 % der Stimmen und 7 Mandate und zog damit in die Stadtregierung ein.

Gemeinderatswahl
7. März 2004
ÖVP 17.250 27,4 %
SPÖ 27.565 43,78 %
FPÖ 6.448 10,24 %
BL 9.508 15,1 %
LIS 641 1,02 %
D92 530 0,84 %
KPÖ 1.019 1,62 %
Auch der ausufernde innerstädtische Verkehr blieb in den Folgejahren ein umstrittenes Kapitel der Stadtpolitik. Die „Innenstadtgenossenschaft“ ging nach 1960 vehement gegen die Pläne zur Errichtung einer Fußgängerzone in der Altstadt und gegen die „Abschnürung vom Verkehr“ vor. Zu Unrecht wurde ein massiver Verlust von Arbeitsplätzen der Innenstadt befürchtet. Im Zuge der Neuorientierung mit einem Vorrang des Öffentlichen Verkehr wurden, maßgeblich initiiert von der Bürgerliste zwischen 1970 und 1994 22 Busspuren errichtet. 1987 verlor die Bürgerliste drei ihrer Mandate, der umtriebige Stadtrat Johannes Voggenhuber verabschiedete sich darauf aus der Stadtpolitik. Die SPÖ unter Josef Reschen errang die absolute Mehrheit der Mandate, wobei in der Folge der pragmatische Weg des breiten Konsenses aber nicht in Frage gestellt wurde. Damals erfolgte der skandalträchtige Konkurs der ÖVP-nahen Wohnbaugesellschaft „Wohnungseigentum“, dessen Beziehungen zu Bürgermeister Reschen auch zum Rücktritt des Bürgermeisters selbst führten. 1992 formierten sich SPÖ-Dissidenten in der „Demokratie 92“ als neue politische Gruppe, blieben damit aber politisch erfolglos. Dagegen errangen die Autofahrerpartei und die Liste des früheren FP-Stadtrates Masopust 1992 je zwei Mandate. Die Bürgerliste, nun unter Johann Padutsch kehrte in die Stadtregierung zurück. Durch die Flügelkämpfe der SPÖ konnte mit Josef Dechant erstmals seit 1935 ein Politiker der (ÖVP) das Bürgermeisteramt erringen. Heinz Schaden wurde Vizebürgermeister. Nach Ablauf der Legislaturperiode und der zwischenzeitlichen Konsolidierung der Partei errang die SPÖ mit Heinz Schaden wieder das Bürgermeisteramt.

Die letzten Jahre der Stadtpolitik waren geprägt durch den Versuch einer Konsolidierung der Stadtfinanzen und einem Sparkurs der Stadtregierung. Seit 1999 wird der Bürgermeister direkt vom Volk gewählt. (Siehe auch: Liste der Bürgermeister der Stadt Salzburg)

Wappen Die älteste erhaltene Darstellung des Salzburger Stadtwappens, ein Stadtsiegel, stammt aus dem Jahr 1249 und war in dieser Form bis ins 15. Jahrhundert in Verwendung. Das heutige Stadtwappen ist eine Weiterentwicklung des spätgotischen Stadtsiegeltyps. War bis vor etlichen Jahren ein färbiges und detailreiches Wappen (siehe Bild links) in Verwendung, so ist heute seitens der Stadt ein stark stilisiertes Wappen gebräuchlich. Dieses Wappen der Stadt zeigt in schlichten Linienzügen ausgeführt umgeben von einer Stadtmauer ein mittiges Stadttor mit offenen Torflügeln. Über der Stadtmauer befinden sich ein größerer Torturm, seitlich davon stehen symmetrisch angeordnet zwei kleinere Stadttürme.

 

 

Sehenswürdigkeiten Die gesamte Altstadt wurde einschließlich der Bergstraße,der Linzergasse, der Neustadt mit dem Äußeren Stein, dem Inneren Nonntal, dem Inneren Mülln, dem Mönchsberg und dem Kapuzinerberg am 5. Dezember 1996 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Weltweit einzigartig ist auch Schloss Hellbrunn mit seinem Schlossgarten, den Wasserspielen und dem Landschaftsgarten um die alte Hellbrunner Allee. Sehenswert sind auch die historischen Kirchen der einstigen Vororte, besonders die Pfarrkirchen von Morzg, Liefering, Maxglan, Gnigl und Aigen.

Berühmte kirchliche Bauwerke
Die Fassade des Doms mit ihren drei PortalenBerühmte kirchliche Bauwerke sind als erste Barockkirche nördlich der Alpen der Salzburger Dom, 1614–28 neu errichtet, das älteste bestehende Kloster im deutschen Sprachraum Stift Sankt Peter mit der Stiftskirche Sankt Peter, und das Benediktinen-Frauenstift Nonnberg, das weltweit älteste dauernd bestehende Frauenkloster mit der Stiftskirche Nonnberg. Von herausragender Bedeutung ist als Hauptwerk des Barockmeisters Johann Bernhard Fischer von Erlach die Kollegienkirche. Nach Plänen dieses Architekten entstanden in Salzburg ferner die Dreifaltigkeitskirche, die Markuskirche, Johannsspitalkirche. Zu den großteils im gotischen Stil erhaltenen Kirchen zählen in Salzburg neben der Kirche Nonnberg die Franziskanerkirche und die Bürgerspitalkirche St. Blasius. Alte, später barockisierte Kirchen sind die Michaelskirche, die Imbergkirche und die Pfarrkirche Mülln. Die barocken Kajetanerkirche und die Erhardkirche in Nonntal wurden vom Giovanni Gaspare Zuccalli (Caspar Zugalli) entworfen, die Sebastianskirche vermutlich nach Plänen von Kassian Singer[7]. .


Die Fassade der Alten Residenz, davor der Residenzplatz
Wichtige Profanbauten, Plätze und Gassen der Altstadt Weitere Besonderheiten sind: die Alte Residenz, die Neue Residenz mit dem Glockenspiel in dem sich heute das Salzburg Museum Carolino Augusteum befindet, die Alte Universität mit Saecellum und Großer Aula, das Rathaus, der Hofmarstall (Festspielhaus) mit Felsenreitschule mit der Marstall-Pferdeschwemme, das Sigmundstor (ältester Straßentunnnel Mitteleuropas).


Blick von der Festung Hohensalzburg auf die AltstadtIn der zentralen Getreidegasse, die für den Handel schon früh eine wichtige Rolle spielte, steht das Geburtshaus von W. A. Mozart. Weitere bekannte Straßen und Plätze der historischen Altstadt sind der Domplatz mit der Mariensäule, Kapitelplatz und Kapitelgasse mit der Kapitelschwemme, der Residenzplatz mit dem marmornen Residenzbrunnen, der Mozartplatz mit dem Mozartdenkmal, der Waagplatz, sowie der Alte Markt mit dem Florianibrunnen die Sigmund-Haffner-Gasse und der angrenzende kleine Rathausplatz. Auch die Kaigasse und Krotachgasse sowie die Pfeifergasse mit dem umgebenden Kaiviertel in der Altstadt sowie die Steingasse und die Linzergasse auf der Neustadtseite haben ihren historischen Charakter bewahrt. Auch die Griesgasse (zwischen Anton-Neumayr-Platz und Staatsbrücke) die Judengasse und die Herrengasse haben die eine wichtige Bedeutung.


Ein Gebäude der Paris-Lodron-Universität, dahinter die Festung Hohensalzburg
Festung Hohensalzburg Die ältesten Teile der Festung Hohensalzburg stammen aus der Zeit des frühen Investiturstreites (1077), die nach 1200 ausgebaut wurden. Die Ringmauer um die Burg wurde in der Zeit der ersten Bauernunruhen und der ersten Bedrohung durch die Türken erst 1465-1485 und um 1500 unter Leonhard von Keutschach verstärkt und mit prunkvollen Fürstenzimmern ausgestattet. Paris Lodron erweiterte die mittelalterliche Burg zur Festung, indem er die Burg mit einen starken Außenring aus Artilleriebasteien versah. Er ließ die Hasengrabentorbastei, die Hasengrabenbasteien und die beiden Nonnbergbasteien erbauen und die sogenannte Katze erheblich verstärken. Die Festung Hohensalzburg ist mit über 7.000 m² bebauter Fläche (einschließlich der Basteien über 14.000 m²) eine der größten Burgen Europas. Sie ist Europas größte Burganlage aus dem 11. Jahrhundert sowie die größte weitestgehend erhaltene Burg Mitteleuropas. Heute ist die Festung Hohensalzburg das Wahrzeichen der Stadt Salzburg.

 

Schlösser der Fürsterzbischöfe und andere Schlösser
Schloss Mirabell mit MirabellgartenIn der Zeit des Absolutismus erbauten verschiedene Salzburger Fürsterzbischöfe am Rand der Stadt zunehmend prunkvolle Sommerresidenzen. Das älteste derartige Schloss ist Schloss Freisaal, von Erzbischof-Administrator Ernst Herzog von Bayern 1549 als Wasserschloss neu erbaut. Schloss Mirabell, ursprünglich Schloss Altenau genannt erbaute 1606/07 als Landsitz Wolf Dietrich von Raitenau für seine heimliche Ehefrau Salome von Alt. Die große Schlossanlage Hellbrunn samt dem zugehörigen Landschaftsgarten errichtete Markus Sittikus von Hohenems wesentlich in den Jahren 1613-15 (siehe folgendes Kapitel). Mit dem Bau des Schlosses Klessheim im Nordwesten der Stadt begann Fürsterzbischof Johann Ernst von Thun, abschließende Arbeiten nahm aber nach dessen Tod erst Leopold Anton von Firmian vor. Der Nachfolger von Jahann Ernst Reichsfürst Franz Anton von Harrach ließ die Arbeiten an Schloss Klessheim ruhen und ließ stattdessen vom bekannten Barockbaumeister Johann Lucas von Hildebrandt das Schloss Mirabell zu einem stattlichen Barockschloss ausbauen. Das Schloss Leopoldskron mit dem großen Schlossweiher ließ Leopold Anton von Firmian für seinen Neffen Laktanz errichten.

Ein altes Salzburger Landschloss am Gaisbergfuß, 1402 zuerst im Eigentum des Domkapitels erwähnt, ist Schloss Aigen, dessen naturnaher Schlosspark mit seinen Quellen vom 17. Jahrhundert bis ins frühe 20. Jahrhundert weitum berühmt war. Kleine Ansitze auf dem Mönchsberg sind das Johannesschlössl und das Marketenderschlössl, das Schloss Mönchstein stammt in der Bausubstanz wesentlich aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Am Hangfuß des Kapuzinerberges liegen Schloss Arenberg, Schloss Elsenheim und Schloss Fürberg. Erhaltene schlossartige Wehrbauten in Salzburg sind neben der Festung Hohensalzburg das von Paris Lodron erbaute Franziskischlössl auf dem Kapuzinerberg und das alte Schloss Neuhaus auf dem Kühberg.

 

 

Schlösser im Landschaftsgarten Hellbrunner Allee Der einzigartige Landschaftsgarten der Hellbrunner Allee zieht sich im Grünraum von Schloss Freisaal nächst der Altstadt in südlicher Richtung bis zum Schloss und Park Hellbrunn. Im Wasserparterre des Schlosses Hellbrunn finden sich eingebettet in den manieristischen Park des Staunens und Verwunderns die Wasserspiele Hellbrunn, der religiöse Wildnisgarten um den Anifer Alterbach und am Hellbrunnerberg (Waldemsberg) das Monatsschlössl und das kunstvoll aus dem Fels herausgearbeitet das Steintheater. In der Schlossachse von Hellbrunn liegt zur Salzach führend der Fürstenweg. Mit alten Gartenachsen von Hellbrunn werden als Alleen gestaltet, auch Schloss Goldenstein und Schloss Anif in den Landschaftsraum mit einbezogen. Entlang der Hellbrunner Allee liegen bald nach der Fertigstellung von Schloss Hellbrunn erbaut kleinere Adelsschlösser, die ihrerseits wieder Alleen aus kleinwüchsigen Baumarten besitzen und so den Landschaftsgarten kammartig gliedern. Die Kayserburg erinnert an den Erbauer, den hochfürstlichen Hauptmann Kayser, die Fronburg an die frühe Eigentümerin Freifrau von Frohburg. Schloss Herrnau unweit der Hellbrunner Allee hat seinen Namen nach den Auwiesen und Auwäldern der Herrenau, d.h. der Au der adeligen Herren, in der die Schlösserreihe errichtet wurde. Der Lasserhof (heute Gwandhaus) leitet sich vom Geschlecht der Lasser ab, das Schloss Emslieb und die Emsburg im Süden der Allee erinnern in ihren Namen an den Miterbauer der Schlösser, Fürsterzbischof Markus Sittikus von Hohenems. [8]

Friedhöfe Der mit Abstand größte Friedhof von Stadt und Land Salzburg ist mit 25 ha ist der 1879 erbaute Kommunalfriedhof am Rand des Stadtteiles Gneis. Wenige Meter nordwestlich des Friedhofes lag seit 1699 der zuvor aufgelassene Arme-Sünder-Friedhof bei der Richtstätte Thumegg. Der zweite große Friedhof in Aigen wurde 1891 eingeweiht, nachdem der alte Friedhof bei der Aigner Kirche zu klein geworden war. Mehrmals erweitert wurde der ins Miitelalter zurückreichende Friedhof Maxglan.


PetersfriedhofKulturhistorisch bedeutend sind die beiden erhaltenen Friedhöfe in der Salzburger Altstadt, der Petersfriedhof neben dem Kloster und der Kirche von St. Peter, dem ältesten erhaltenen Friedhof der Stadt, und dem von Wolf Dietrich von Raitenau nach dem Vorbild italienischer Campo Santo neu gestalteten Sebastiansfriedhof neben der Sebastianskirche an der Linzergasse mit dem bekannten Mausoleum des Erzbischofs.

Kleine Friedhöfe in der Stadt Salzburg sind vielfach um früheren Vorstadtkirchen angelegt, nämlich bei den Kirchen Liefering, Gnigl, Leopoldskron und Morzg. Im idyllisch gelegenen Klosterfriedhof im Benediktinen-Frauenstift Nonnberg werden seit jahrhunderten die verstorbenen Ordensangehörigen des Klosters beerdigt. Der erhaltene Friedhof der Pfarrkirche Mülln ist dagegen heute aufgelassen, ebenso der Soldatenfriedhof im Nonntaler Donnenbergpark, in dem zwischen 1803 und 1882 viele Salzburger Soldaten beerdigt wurden. Von Bedeutung ist auch der 1893 errichtete Jüdische Friedhof in Aigen. Das einzige Krematorium des Landes Salzburg wurde 1931 eröffnet.

Verschiedene Friedhöfe aus fürsterzbischöflicher Zeit sind nicht erhalten und nur als einfache Grünfläche, in der Innenstadt als Hof oder Platz erlebbar.

Kultur
Musikstadt Salzburg
Geschichte Schon unter Erzbischof Arn bestand im Austausch mit Gelehrten um Karl den Großen eine frühe Musiktradition. 870 erbat Papst Johannes VIII. angesichts des Rufes Musikstadt Salzburg den Erzbischof um eine Orgel samt Organisten für den Dienst im Vatikan. Unter Fürsterzbischof Eberhard II. wirkte hier Neidhart von Reuental, 1424 weilte hier Oswald von Wolkenstein bei Eberhard III.. Unter Pilgrim II. von Puchheim lebte am Salzburger Hof der Mönch von Salzburg, dessen volksliedhafte geistliche und weltliche Lieder bis heute Kraft und Wirkung bewahrt haben.

Unter Fürsterzbischof Matthäus Lang von Wellenburg, selbst ein begnadeter Musiker, wirkten die Komponisten Heinrich Fink, Caspar Clanner und als „König der Organisten“ (monarcha organistarum) Paul Hofhaimer. Auch der frühe protestantische Kirchenliedautor Paul Speratus lebte hier bis zu seiner Vertreibung. 1591 gründete Fürsterzbischof Wolf Dietrich die Hofkapelle und Chormusik mit zusammen 78 Musikern neu. Am 27. Jänner (Mozarts Geburtstag) 1614 eröffnete Markus Sittikus das neue Hoftheater und wurde so zum Ahnherrn der festlichen Musik- und Theaterstadt Salzburg, die später in den Salzburger Festspielen wiederbelebt werden sollte. Dabei fanden hier die ersten Opernaufführungen außerhalb Italiens statt. Besonders glanzvoll war 1628 das Einweihungsfest für den Salzburger Dom. Stephano Bernardi, der auch eigene Werke zur Aufführung brachte, leitete damals die Hofmusik.

Der Komponist Georg Muffat war 1678–1787 Hoforganist, der von Fürsterzbischof Max Gandolf sehr gefördert wurde. Als Hofkapellmeister und Leiter der Sängerknaben wirkte damals Heinrich Ignaz Franz Biber, dessen Sohn als Kapellmeister später von Leopold Mozart abgelöst wurde. Leopold Mozarts „gründliche Violinschule“ wird auch heute von Musikstudenten geschätzt. Vor Mozart wirkten hier außerdem die Komponisten Johann Ernst Eberlin und dessen Schüler Anton Cajetan Adlgasser. Salzburgs größter Sohn Wolfgang Amadeus Mozart kam 1756 zur Welt. Zwei Schüler von Johann Michael Haydn, dem bekanntesten Salzburger Kirchenmusiker waren Karl Maria von Weber und Sigismund von Neukomm. Mit dem Anschluss Salzburgs an Oberösterreich (1816) erlosch die Tradition der fürstlichen Hofkapelle, wenige Turnlehrer dienten nun als Hilfs-Instrumentalisten.


Großes Festspielhaus1841 wurde hie der „Dommusikverein und Mozarteum“ und 1847 die Salzburger Liedertafel gegründet, die Alois Taux beide bis zu seinem Lebensende leitete. 1842 leitete die Einweihungsfeier für das erste Mozartdenkmal die Tradition der Mozart-Festspiele ein, die maßgeblich gefördert von Joseph Friedrich Hummel (1841–1919) und Lilli Lehmann 1920 zur Gründung der Salzburger Festspiele führen sollten. Pater Peter Singer komponierte als einfacher Franziskanermönch viele geistliche Werke. Um 1880 wirkte im Salzburger Hoftheater der Liederkomponist Hugo Wolf. 1792 war in Salzburg Franz Xaver Gruber, der Komponist des Liedes „Stille Nacht“ zur Welt gekommen. Dessen Enkel Franz Xaver gründete 1921 den Domchor mit ehrenamtlichen Sängern neu, der unter seinem Nachfolger Joseph Messner seinen bis heute beachtlichen Ruf erhielt. Die Internationale Stiftung Mozarteum wurde 1870, die Musikschule Mozarteum 1880 gegründet. Diese Schule wurde 1914 zum Konservatorium und dann zur Hochschule bzw. zur heutigen Universität aufgewertet. Hier wirkten unter anderem Clemens Krauss, Bernhard Paumgartner und später Klaus Ager sowie Gerhard Wimberger. Nach dem ersten Weltkrieg löste sich das Mozarteum Orchester Salzburg vom Konservatorium. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden die heutige Camerata Salzburg und verschiedene weitere Chor-, Kammermusik- und Orchestergruppen. In dieser Zeit wirkten auch die Komponisten Cesar Bresgen (seit 1939) und Carl Orff (seit 1961).

Das älteste bestehende Orchester in Salzburg ist das Mozarteum Orchester Salzburg, entstanden aus dem einstigen Orchester der Lehrer und fortgeschrittenen Studenten der Akademie Mozarteum. Als Symphonieorchester von Stadt und Land Salzburg widmet es sich vorrangig der Musik der Wiener Klassik. Die Camerata Salzburg wurde 1952 als Kammerorchester von Bernhard Paumgartner als "Camarata Academia des Mozarteums Salzburg" gegründet, und wurde über 20 Jahre lang von Sandor Vegh geleitet. 1998 gründete Elisabeth Fuchs mit jungen Musikern die Junge Philharmonie Salzburg und leitet sie seitdem. Das Österreichisches Ensemble für neue Musik mit Sitz in Salzburg wurde 1975 von Klaus Ager und Ferenc Tornai gegründet und anfangs von Ager geleitet. Das kleine Stammensemble mit sehr unterschiedlichen weiteren Musikern widmet sich vor allem der zeitgenössischen Musikpflege.

Mozart und Salzburg
Wolfgang Amadeus MozartWolfgang Amadeus Mozart kam 27. Januar 1756 im Hagenauerhaus, Getreidegasse 9 als Sohn des Hofkomponisten, Vizekapellmeisters und Violinpädagogen Leopold Mozart und seiner Frau Anna Maria Pertl zur Welt. Leopold Mozart war hierher gezogen um in der angesehenen fürsterzbischöflichen Hofkapelle von Sigismund Graf Schrattenbach mitzuwirken, die damals unter der Leitung des bekannten Komponisten Johann Michael Haydn stand. Schrattenbach förderte die Familie Mozart sehr. Schon mit sieben Jahren machte Wolfgang Amadeus auf ersten Konzertreisen mit seinem Vater als Klavier und Violine spielendes Wunderkind auf sich aufmerksam. Wolfgang Amadeus wurde 1769 zum unbesoldeten Hofkonzertmeister ernannt und unter dem neu gewählten Fürsterzbischof Hieronymus Colloredo, selbst ein guter Violinspieler, 1772 zum Konzertmeister der Hofkapelle ernannt. Das musikalische Leben war aber für den freiheitsliebenden Mozart in dem kleinen Fürstentum zu beengt, die Stadt Salzburg wurde ein „Bettelort“, wo sein Genie nicht „verschlänzen“ durfte[9]. Die Aufführung großer Musiktheater war in Salzburg nicht möglich. Colloredo zeigte zudem wenig Verständnis, seinen besten Hofmusiker ständig für Tourneen zu beurlauben. Mozart kündigte daher 1781 den Dienst als Salzburger Hofmusiker und setzte seine Laufbahn als gefeierter Komponist in der Kaiserstadt Wien fort, wo er 1791 starb. In der breiten Öffentlichkeit wurde der Name und die Musik Mozarts aber erst lange nach seinem Tod allgemein bekannt. Der aus Posen stammende Schriftsteller Julius Schilling regte zuerst 1835 an, Mozart in Salzburg ein erstes Denkmal zu errichten, das 1842 enthüllt wurde. Die erste Gesamtausgabe der Werke Mozarts wurde 1876-1907 von der Stiftung Mozarteum herausgegeben. Heute erinnern in Salzburg viele Orte und Institutionen an den großen Musiker: etwa der Mozartplatz, der Mozartsteg, der Salzburg Airport W. A. Mozart, die Universität und die Internationale Stiftung Mozarteum sowie das Mozarteum Orchester Salzburg. Aus den Internationalen Musikfesten in Salzburg zu Ehren Mozarts nach 1877 entstanden 1920 die Salzburger Festspiele.

Salzburger Festspiele Die größte Veranstaltungsreihe Salzburgs mit Konzerten, Opern, Liederabenden und Schauspielen findet seit 1920 im Rahmen der Salzburger Festspiele statt. Diese Festspiele entwickelten sich aus Mozartfesten und Internationalen Musikfesten im Salzburg des 19. Jahrhunderts. Die Festspielgemeinde wurde 1917 von Max Reinhardt mit Unterstützung Hugo von Hoffmannsthals gegründet. Die erste Aufführung der Festspiele fand am 22. August 1920 vor dem Dom statt. Aufgeführt wurde der „Jedermann“ von Hoffmannsthal in der Inszenierung von Reinhardt.

Von Herbert von Karajan begründet bestehen seit 1967 als Ergänzung zu den Festspielen die Osterfestspiele und seit 1973 die Pfingstfestspiele, wobei letztere seit dem Tod Karajans wesentlich der Barockmusik gewidmet sind. Die Festspiele nutzen dabei den Saal des Großen Festspielhauses, die Felsenreitschule und das Haus für Mozart, das ehemalige Kleine Festspielhaus, aber auch den Großen Saal des Mozarteums.

klassische Musik abseits der Festspiele Konzertsäle für klassische Musik sind neben dem Wiener Saal im Mozarteum der Große Saal und der Yamaha Saal im Orchesterhaus des Mozarteum Orchester Salzburg. Der "Solitär" für Kammermusikdarbietungen und das "Große Studio" für Theateraufführungen befinden sich im Gebäude der Universität Mozarteum.

Außerhalb der Festspielzeit zählt die Internationale Stiftung Mozarteum“ mit den „Dialogen“, die vorrangig der zeitgenössischen Werkinterpretation dienen, der „Mozartwoche Salzburg und weiteren Konzerten im Großen Mozarteumssaal zu den bekanntesten Veranstaltern. Zu den Konzerten der Salzburger Kulturvereinigung gehören neben bekannten Konzertreihen vor allem die „Salzburger Kulturtage“. Auch Opern und Ballettabende werden von der Kulturvereinigung veranstaltet. Im Rahmen der Konzerte der Salzburger Bachgesellschaft wird vor allem das Werk von Barockkomponisten, besonders von Johann Sebastian Bach gewürdigt. Eine besondere Veranstaltungsreihe ist dabei die „Musik für Junge Leute“. Die aspekte Salzburg widmen sich der zeitgenössischen Musik. Sie wurden 1977 von Klaus Ager gegründet und gestalten vor allem das „internationale Festival für zeitgenössische Musik“ in Salzburg. Das Salzburger Landestheater wurde bereits im Jahr 1775 von Fürsterzbischof Colloredo zur besseren kulturellen Bildung der Salzburger als „Hoftheater“ gegründet und 1893 als Stadttheater wiederbelebt. Heute im Eigentum von Land und Stadt Salzburg erfüllt es heute mit Oper, Operette mit Schauspiel, Tanztheater und Kindertheater seit über 240 Jahren einen wichtigen kulturellen Bildungsauftrag. Im Geist der Salzburger Barockzeit belebte 1913 das Salzburger Marionettentheater Prof. Anton Aigner eine alte Salzburger Tradition wieder. Das Marionettentheater hat seither verschiedene Mozartopern, aber auch andere Musiktheaterwerke und Märchenstücke aufführt. Besonders reich ist auch das Angebot an Kammermusikveranstaltungen in Salzburg. Regelmäßige Konzerte werden hier vor allem im Rahmen der Salzburger Festungskonzerte, der Salzburger Schlosskonzerte im Schloss Mirabell und der Konzerte der Salzburger Hofmusik angeboten. Über die Grenzen Salzburgs bekannt ist das im Großen Festspielhaus aufgeführte Salzburger Adventsingen, das das Tobi Reiser 1950 gegründet, vorweihnachtliche Chor und Instrumentalmusik sowie Hirtenspiel mit volksmusikalischem Charakter darbietet.

Jazzmusik und alternative Musik Der Salzburger Jazz-Herbst findet seit 1996 statt. Dabei wirken internationale Stars des Jazz ebenso mit wie österreichische Musiker. Das Jazzit entstand 2002 aus der 1981 gegründeten Konzertreihe „Jazz im Theater“. Der alternative Jazzclub bietet daneben auch Raum für experimentelle elektronische Musik Die Veranstaltung Jazz in der Altstadt findet seit dem Jahr 2000 jedes Jahr Ende Oktober/Anfang November bei freiem Eintritt an verschiedenen Plätzen und Sälen, Lokalen und Clubs statt.

Die ARGE-Kultur Salzburg, aus der ARGE Rainberg entstanden wollte ursprünglich in ein Gebäude am Rainberg einziehen. Sie versteht sich als Protestbewegung gegen eine abgehobene Festspielkultur und ist mit ihren angeschlossenen Vereinen ein wichtiger Alternativer Kulturträger. Das Rockhouse wurde 1993 eröffnet und bietet jährlich etwa 200 Veranstaltungen. Die sechs Proberäume werden gerne von Salzburger Bands genutzt. Für Kinder und Jugendliche werden Musikworkshops gestaltet. Die Akkordeon-Initiative Akkorde - On - Stage Salzburg mit dem Akkordeon-Orchester "Viel-Harmonie" besteht seit 2004. Als Gegenpol zur eher volksmusikbezogenen Ziehharmonika werden verschiedene zeitgemäße Stilrichtungen dargestellt.

Literatur Eine der ältesten literarischen Schilderungen der Stadt Salzburg ist das Loblied, das der Nürnberger „Meistersinger“ Hans Sachs im Jahr 1549 auf die Stadt Salzburg schrieb. Franz Grillparzer, Nikolaus Lenau und Marie von Ebner-Eschenbach weilten nur kurz in Salzburg, länger dagegen der Mundartdichter Franz Stelzhamer. In den späten Jahren der k. k. Monarchie lebten hier zeitweise der Impressionist Hermann Bahr, der Novellen- und Romanautor Franz Karl Ginzkey, der Librettist, Lyriker, Dramatiker und Mitbegründer der Festspiele Hugo von Hofmannsthal, der Epiker Thomas Mann, der Essayist Stefan Zweig und der Roman- bzw. Reisebuchautor Erik Wickenburg. Der Lyriker Georg Trakl, einer der wichtigsten Vertreter des lyrischen Expressionismus ist auch durch viele bildhafte Gedichte über Salzburger Stätten bekannt. Der Dichter verbrachte einen Großteil seines kurzen Lebens in Salzburg. Im Gedenken an den Künstler wurde zu dessen 65. Geburtstag 1952 der Georg-Trakl-Preis für Lyrik geschaffen. In Salzburg lebten auch Johannes Freumbichler, dessen literarischen Werke erst durch seinen ebenfalls lange in Salzburg lebenden Enkel Thomas Bernhard weiter bekannt wurde, die Lyrikerin Erna Blaas, sowie die christlich geprägten Autoren Joseph August Lux und Georg Rendl. Gerhard Amanshauser und sein Sohn Martin Amanshauser sind durch Gedichte und Romane bekannt. In Salzburg lebten außerdem viele Jahre die bekannten Dichter H.C. Artmann, Ilse Aichinger und Peter Handke, geboren wurden hier u.a. Bodo Hell, Kathrin Röggla und Karl-Markus Gauß, gestorben sind in der Stadt Salzburg der Sprachwissenschaftler Mario Wandruszka, der Zukunftsforscher und Autor Robert Jungk und durch Selbstmord der Schriftsteller Jean Amery.

Seit 1991 prägt das Literaturgeschehen wesentlich das Literaturhaus Salzburg mit seinem Sitz im Eizenbergerhof im Stadtteil Lehen. Das Literaturhaus versteht sich dabei als Vermittler anspruchsvoller Gegenwartsliteratur. Im Eizenbergerhof arbeiten auch die Literatureinrichtungen erostepost, Autorenversammlung, prolit & Edition Eizenbergerhof, Salzburger Autorengruppe und das Salzburger Literaturforum Leselampe mit der Literaturzeitschrift SALZ. Die vielfältige Literaturgeschehen wird vom Salzburger Literaturarchiv verwaltet, das 1977 von Adolf Haslinger gegründet worden war.

Theater Neben den Aufführungen des Landestheaters und jenen im Rahmen der Salzburger Festspiele finden in der Spielsaison fast tägliche Schauspiel-Aufführungen im Schauspielhaus Salzburg, ehemals Elisabethbühne genannt statt. Das Haus ist größte freie Ensembletheater Österreichs, das mit jährlich etwa zehn Schauspielen und einem Kinderstück zwei Theatersäle bespielt. Angeschlossen sind eine Schauspielschule und ein Verlag für Kindermusicals. Auch im Toihaus, im Kleinen Theater und im Republic der SZENE Salzburg werden regelmäßig Schauspiele aufgeführt, gelegentlich aber auch im Oval, der Bühne im Europark). 1970 wurde von der Salzburger Kulturvereinigung das Salzburger Straßentheater gegründet, dass jährlich zur Festspielzeit auf einer von Pferden gezogenen Kleinbühne in Stadt und Land Salzburg viele Besucher mit Darbietungen erfreut. Ebenfalls dem Schauspiel verschrieben haben sich die JugendTheaterTage Salzburg, die im ehemaligen Zentralkino auf der Bühne der Abteilung für Schauspiel der Universität Mozarteum stattfinden.

Bildende Kunst Die Malerei des Mittelalters in Salzburg ist wesentlich vom Mönchstum geprägt. Das Antiphonar des Klosters St. Peter, (heute Österreichische Nationalbibliothek) ist eine der bedeutendsten Leistungen der mittelalterlichen Buchmalereien im Alpenraum, hier entstanden auch viele weitere Arbeiten romanischer und gotischer Buchmalerei von europäischem Rang. Bedeutend sind die hochmittelalterlichen Fresken im Kloster Nonnberg. Hier hat sich auch ein gotisches Glasfenster erhalten (Clanerfenster). Namhafte Künstler der Spätgotik sind die Salzburger Bürger Rueland Frueauf und Conrad Laib.


Deckengemälde der Dreifaltigkeitskirche von Johann Michael RottmayrDer erste im Salzburg der frühen Neuzeit bekannte Maler war wohl Hans Bocksberger. Von ihm stammen so viele Ansichten der frühneuzeitlichen Stadt Salzburg. Auch von dessen Regensburger Zeitgenossen Albrecht Altdorfer sind Bilder der Stadt erhalten. Die ersten und bekanntesten Barockmaler im süddeutsch-österreichischen Raum waren der Salzburger Johann Michael Rottmayr (Residenzgemälde, Gemälde der Kajetanerkirche und Dreifaltigkeitskirche) und Martino Altomonte (eigentlich Martin Hohenberg: Residenzgemälde) Der dritte bedeutende Maler dieses Raumes war der Paul Troger, der Hochaltarbild und Kuppelfresko der Kajetanerkirche malte, sein Deckenfresko der Sebastianskirche ging leider verloren. In der Romantik erfolgte die „Wiederentdeckung“ Salzburgs maßgeblich durch Maler. Vor allem waren Ferdinand Olivier und auch Adrian Ludwig Richter, später zudem Johann Fischbach tief beeindruckt von der Ästhetik der prunkvollen aber oft leicht modrig wirkenden Stadt und ihrer umgebenden Landschaft. Ihre Bilder verklärten Salzburg und schufen gemeinsam mit Reiseschriftstellern die frühe Grundlage für den aufkommenden Fremdenverkehren. Auch Andreas Nesselthaler, Rudolf von Alt und Hubert Sattler malten Landschaftsbilder der Stadt und ihrer Umgebung. In dieser Zeit wirkte auch der in Salzburg geborene Hans Makart, dessen üppige Bilder großen Einfluss auf die jüngere Malergeneration ausübte. Nach dem Ersten Weltkrieg wirkte in Salzburg Anton Faistauer, der in der Morzger Kirche und im Salzburger Festspielhaus großflächige Freskos schuf und zudem ungezählte Ölgemälde. Oskar Kokoschka gründete nach dem Zweiten Weltkrieg auf der Festung Hohensalzburg die bekannte Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg. In Salzburg lebten und wirkten auch die Maler Eduard Bäumer und Wilhelm Kaufmann.


Bernhard Michael Mandl: Rossebändiger der MarstallschwemmeDie mittelalterliche Bildhauerkunst war auch in Salzburg fast durchwegs sakral. Namhafte Bildhauer der Spätgotik in Salzburg waren Michael Pacher und Veit Stoß. Michael Pacher schuf für die Salzburger Franziskanerkirche einen der größten und schönsten Flügelaltäre Mitteleuropas, von dem aber nur die Madonnaskulptur erhalten ist. Aus der Schule von Veit Stoß stammt der kleine Flügelaltar der Johanniskapelle am Nonnberg. Die darstellungsfreudige Barockzeit gab den Künstlern vielfältige Aufgaben. Der namhafteste Bildhauer der Barockzeit in Salzburg war dabei Bernhard Michael Mandl, der in angeregt von italienischen Künstlern hier eigenständige Skulpturen schuf, vor allem den Rossebändiger der Marstallschwemme sowie Peter und Paul vor der Fassade des Domes. Die Kunst des frühen 18. Jahrhunderts wurde in Salzburg von Georg Raphael Donner geprägt, zu dessen Frühwerken die Marmorstiege im Schloss Mirabell zählt. Damals wirkten hier auch Sebastian Stumpfegger, Johann Georg Hitzl, und Anton Pfaffinger. Die barocke Formensprache wurde über das Rokoko vielfach bis ins frühe 19. Jahrhundert weitertradiert, als Johann Baptist Hagenauer hier seine bekannten Werke schuf (Marienstatue am Domplatz, künstlerische Ausgestaltung des Sigmundstores etc.). Ein Salzburger Künstler des Spätklassizismus ist Johann Piger. Unter den Künstlern des 20. Jahrhunderts sticht mit seinen Skulpturen in Salzburg vor allem Giacomo Manzu heraus.

Architektur
Der gotische Chor der FranziskanerkircheDie romanischen und gotischen Kirchen und die frühen Klosterbauten prägten lange die mittelalterliche Stadt und ihre Fachwerkhäuser. Der unter Bischof Konrad III. erbaute kunstvolle dreischiffige Konradinische Dom war die damals größte Basilika nördlich der Alpen. Der Hallenchor der Franziskanerkirche begonnen von Hans von Burghausen und vollendet durch Stephan Krumenauer ist bis heute das bedeutendste Werk süddeutscher Bürgergotik. Erst gegen Ende der Gotik entstehen in Salzburg die Stiftskirche Nonnberg, die Margarethenkapelle im Petersfriedhof und die Georgskapelle sowie die bekannten herrschaftlichen Säle im Hohen Stock auf der Festung Hohensalzburg.

Wolf Dietrich von Raitenau begann inspiriert von Vincenzo Scamozzi mit dem Umbau der mittelalterlichen Stadt in eine nach architektonischen Idealen der Spätrenaissance geprägten Stadt, dem „deutschen Rom“. Der vorgesehene gewaltige Dombau von Vincenzo Scamozzi kam zwar bedingt durch den Sturz des Fürsterzbischofs nie zur Ausführung, wohl aber Residenzplatz sowie die umgebaute alte Residenz mit der Dietrichsruh und die Neue Residenz. Der folgende Dombau unter Leitung von Santino Solari ist aber ebenfalls bedeutend. Er ist der erste frühbarocke Kirchenbau in Salzburg. Er wurde bahnbrechend für eine Vielzahl weitere Kirchenbauten im süddeutsch-österreichischen Raum. Markus Sittikus und Paris Lodron setzten den Umbau der Stadt mit bedeutenden Werken fort (Lustschloss Hellbrunn mit den Wasserspielen und dem herrschaftlichen Park, Fürstenresidenz, Universität, Festungsgürtel der Stadt etc.) Giovanni Antonio Daria leitete im Auftrag von Guidobald von Thun den Bau des großen Residenzbrunnens. Giovanni Gaspare Zuccalli schuf im Auftrag des gleichen Erzbischofs die Erhardkirche und die Kajetanerkirche im Süden der Altstadt.


Schloss Mirabell mit seinem Garten.Vollendet wurde die Neugestaltung der Stadt von Johann Bernhard Fischer von Erlach unter dem „Stifter“ Fürsterzbischof Johann Ernst von Thun, die als Meisterwerke des deutschen Barocks gelten. Durch Schloss Klessheim und verschiedene bedeutende Kirchenbauten: die St. Johannskirche, die Dreifaltigkeitskirche, die Ursulinenkirche und als Krönung die Kollegienkirche. Fürsterzbischof Franz Anton von Harrach ließ vom bedeutenden Baumeister Lucas von Hildebrandt das Schloss Mirabell und Teile der Residenz in hochwertiger Architektur neu gestalten. Nach Ernst Thun erlahmte allerdings der weitere Ausbau der Stadt. So besitzt die Stadt Salzburg keine Kirche im Stil des Rokoko. Sigismund Graf Schfrattenbach setzte mit dem Bau des Sigmundstores und der Marienstatue am Domplatz durch die Brüder Hagenauer einige neue Impulse. Mit der Aufteilung des früheren Fürsterzbistums Salzburg an Oberösterreich, Bayern (Rupertigau) und Tirol (Zillertal, Matrei) begann eine lange Zeit des städtebaulichen Stillstands. Erst in der Gründerzeit wurde die Stadt wieder neu belebt. Die Baumeisterdynastie Jakob Ceconi und Baron Karl von Schwarz hatten damals wesentlichen Anteil an der Gestaltung der Stadt.
In der Altstadt ist ohne Verlust des geschlossenen historischen Gesamtensembles eine aussagestarke moderne Architektur kaum umsetzbar. In den letzten Jahren entstanden dagegen außerhalb der Altstadt große und dominante moderne Bauwerke. Das Gebäude der Naturwissenschaftlichen Fakultät, am Rand des Grünraumes von Freisaal in Nonntal errichtet, ist mit seiner hohen Halle und dem ebenso hohem Wintergarten ein Kontrast innerhalb der Familie der Universitätsgebäude. Die große vorgegebene Baumasse wird kleingliedrig und funktionell ausgestaltet. Der historische Grünraum von Freisaal wird durch einen gebäudeseitige architektonisch gestalteten und freiraumseitig naturnah gestalteten Teich und durch weitere Außengestaltungselemente in die Architektur organisch miteinbezogen.


Hangar 7, Restaurant und FlugzeugmuseumDer aufwändige Glasbau des Hangar 7 am Flughafen Salzburg dient Dietrich Mateschitz und seinen Flying Bulls als öffentlich zugängliche „Schatztruhe“. Der auch außen mit schwingenden Linien auffällig gestaltete Europark in Taxham hat seit seiner Erweiterung 2004/05 mit dem Oval auch einen Saal für Theater und Kino sowie eine organische Innengestaltung mit Passagen und Ruheräumen. Das Museum der Moderne Salzburg, an der Felskante des Mönchsberges gelegen, fügt sich trotz seiner dominanten Lage und der modernen Form in eher schlichter Weise die Altstadt ein. Die Heizkraftwerke Mitte und Nord der Salzburg AG wurden zur Jahrtausendwende neu gestaltet. Direkt an der Salzach gelegen, ist das Heizwerk Mitte mit seinen hohen Türmen und großen dunklen und glatten Flächen weithin sichtbar. Das Heizkraftwerk Nord ist ein Beispiel für zeitgemäße Industrie-Architektur in Salzburg. Weithin sichtbar sind der 70 Meter hohe Kamin und die schwingend gestalteten, mit Metallplatten verkleideten Lagertanks für das Heizöl. Dieser Bau des Architektenteams Marie-Claude Beatrix, Eraldo Consolascio und Eric Maier wurde mehrfach ausgezeichnet. Die Österreichzentrale der Bausparkasse Wüstenrot in der Alpenstraße wurde 2005 von der Gruppe TSB Architekten mit einer netzartig vorgesetzten kupferfarbenen Fassade neu gestaltet. Die Salzburg AG hat 1995 ihre neue viergeschossige kompakt wirkende Zentrale (135.000 Kubikmeter Bruttorauminhalt) um einen Innenhof konzipiert an der Vogelweiderstraße in Schallmoos fertiggestellt. Sie besitzt einen künstlichen 27 Meter breiten „Wasserfall“ und ein zugehöriges 1500 Quadratmeter großes Wasserbecken, sowie angrenzend einen öffentlich begehbaren kleinen Park. Das Europa Hotel ist mit 58.0 m Höhe das höchste Gebäude der Stadt Salzburg.

Museen Die beiden größten und meistbesuchten Museen Salzburgs sind das Haus der Natur Salzburg und das Salzburg Museum. Das Haus der Natur, 1924 vom Zoologen Prof. Eduard Paul Tratz gegründet, widmet sich vorrangig den Bereichen Natur und Technik. In dieses Museum werden Ende 2008 die einstigen Museumsräume des Salzburg Museums eingegliedert, das Haus wird in vergrößerter Form Ende Februar 2009 wieder eröffnet. Das Salzburg Museum, 1834 als "Provincialmuseum" gegründet wurde bald von Kaiserinwitwe Caroline Augusta maßgeblich gefördert. Das einstige Carolino-Augusteum übersiedelte zuletzt 2007 als Salzburg-Museum in die Neuen Residenz. Das Museum widmet sich vorrangig der Kunst- und Kulturgeschichte von Stadt und Land Salzburg. An dieses Museum sind weitere Museen angeschlossen, nämlich das Panorama-Museum für das Sattler-Panorama, das Volkskundemuseum im Monatsschlössl in Hellbrunn, das Festungsmuseum, das Domgrabungsmuseum am Residenzplatz sowie das Spielzeug Museum und das Museum "Historische Musikinstrumente" im ehemaligen Bürgerspital.

Das Museum der Moderne Salzburg mit seinen Standorten am Mönchsberg und im Rupertinum widmet sich der Darstellung der zeitgenössischen bildnerischen Kunst. Das Dommuseum Salzburg zeigt neben regelmäßigen Sonderschauen die großteils rekonstruierte ehemalige fürsterzbischöfliche Wunderkammer. Die ebenfalls rekonstruierte Sammlung der Ölgemälde der Salzburger Fürsten sind in der Residenzgalerie der Alten Residenz ausgestellt. Die dortigen fürsterzbischöflichen Prunkräume sind getrennt von der Galerie ebenfalls zu besichtigen. Kleine sehenswerte Museen, die dem Schaffen Mozarts gewidmet sind, sind in Mozarts Wohnhaus und in Mozarts Geburtshaus eingerichtet. Weiteren bekannten Salzburgern sind die Georg-Trakl-Forschungs- und Gedenkstätte der Salzburger Kulturvereinigung und die Johann-Michael-Haydn-Gedenkstätte im Stift St. Peter gewidmet.

Das Salzburger Barockmuseum zeigt Bilder der ehemaligen Privatsammlung Kurt Rossachers, die aus Ölbildern, Holz- und Tonmodellen sowie einer Graphiksammlung besteht. Ausstellungen und Kammerkonzerte bereichen dieses Angebot. Die Wehrgeschichte Salzburgs zeigt das "Salzburger Wehrgeschichtliche Museum", die Geschichte der Wassernutzung das "Salzburger Wasser-Museum" am Mönchsberg. Im Jahr 1991 gründeten einige interessierte Sammler von technologischen Objekten einen Verein, den "Salzburger Technologie-Sammler und Museumsverein". Er befasst sich mit technischen Spezialgebieten (Fahrzeuge, Modellflieger, Münz-Grammophone etc.) und will mit Gleichgesinnten in Fühlung kommen.

Salzburger Firmenmuseen sind das Red Bull-Flugzeugmuseum, im bekannten Hangar-7 in Räumen der Stieglbrauerei zu Salzburg ist Stiegl's Brauwelt zu besichtigen. Weitere Firmenmuseen sind die Schaubäckerei Gerhard Flöckner, die Wachszieherei und Lebzelterei der alten Salzburger Firma Nagy & Söhne, das Gramiller Fleischermuseum, das "Museum für Handwerkskunst in Glas - Glasschleiferei und Glasbläserei" der Fa. Fritz Kreis und das Museum in der Goldschmiedewerkstätte Eligius Scheibl.

Kino und Film 1921 stellte die Salzburger Stiegl-Brauerei in Maxglan landwirtschaftliche Gebäude der neu gegründeten Firma „Salzburger-Kunstfilm“ zur Verfügung. Dort errichtete die Filmproduktionsgesellschaft ein Labor und ein Filmatelier. Der erste Dokumentarfilm war „Die Festspiele 1921“, der erste Spielfilm „Die Tragödie des Carlo Prinetti“ (1924). Die Unternehmung mit Sitz im Hotel „Österreichischer Hof“ musste schon 1925 in der schwersten Krise des österreichischen Stummfilms – Konkurs anmelden. Das Maxglaner Kino war zu seiner Zeit das zweitgrößte Kino Österreichs außerhalb der Bundeshauptstadt Wien. [10] Das Mozartkino wurde 1905 im Hotel Kasererbräu eingerichtet. Zuletzt wurde es 1987 erweitert. Der Vorläufer des Elmo Kino entstand 1947 im Turnsaal der Volksschule Plain. 1949 bauten Alfred und Else Morawetz an der Lehenerbrücke ein neues Gebäude mit einem Saal für 1000 Besucher. 1977 kam ein zweiter Saal, vier Jahre später ein dritter und vierter und nach 1980 ein fünfter Saal, der größte heute mit 435 Sitzen. Das Programm umfasst Familien- und Nischenfilme. Am Stein nächst dem Inneren Steintor befindet sich Das Kino, das dort jeden Herbst ein Bergfilm-Festival veranstaltet. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf Kulturfilmen und Retrospektiven. Am Bahnhofvorplatz liegt gegenüber dem Forum das CityCenter in dem auch das Cineplexx City Kino untergebracht ist. Einen Steinwurf außerhalb der Stadtgrenze liegt nächst dem Salzburger Flughafen das Cineplexx Airport.

Veranstaltungen Die jährlich wiederkehrenden überregional bedeutenden musikalischen Veranstaltungen sind die Mozartwoche im Januar, dem Aspekte Festival im März, den Osterfestspielen, den Begegnungen im Mai, den Pfingst-Festspielen, der SommerSzene, den Salzburger Festspielen, den herbstlichen Salzburger Kulturtagen und dem Jazz Herbst sowie dem Dialoge Festival und dem Salzburger Adventsingen (siehe auch Kapitel Salzburger Festspiele und folgende). Bekannt sind in Salzburg ferner die jährlichen Christkindlmärkte, in denen es viele bodenständige handwerkliche Erzeugnissse zu bestaunen gibt. Die bekanntesten Adventmärkte sind jene am Domplatz, am Mirabellplatz, auf der Festung Hohensalzburg und in Hellbrunn. Im Frühling findet seit 2003 jährlich der AMREF Marathon statt. Bei den "Lauffestspielen" durch die Altstadt und die alten Alleen mit ihren fürsterzbischöflichen Schlösser nehmen Teilnehmer über 30 Nationen teil. Mit dem Reinerlös baut AMREF medizinische Projekte afrikanischen Ländern auf.

Religiöse Gemeinschaften
Die Gotteshäuser in der Altstadt – Metapher einer überirdischen WeltSalzburg ist wie keine andere Landeshauptstadt durch die katholische Kirche geprägt. Dafür ist nicht zuletzt die Tatsache verantwortlich, dass bis zum Ende das Fürsterzbistums Salzburg zu Beginn des 19. Jahrhunderts Kirche und Staat nicht getrennt waren. Die Schwierigkeiten der evangelischen Gemeinde (siehe Protestantenvertreibung), der jüdischen Gemeinde und der Wiedertäufer zeugen davon. Noch heute dominieren zahlreiche Kirchtürme das Bild der Stadt, die einmal die Bezeichnung „Das nördliche Rom“ trug. Während das 18. und vor allem das 19. Jahrhundert erste Möglichkeiten für das Aufleben nichtkatholischer Glaubensgemeinschaften brachte, kam es in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bedingt durch Krieg, Vertreibung und Migration, zu einer größeren Vielfalt an verschiedenen Religionen.

Die Katholiken stellen mit 55,6 % der Stadtbevölkerung auch heute die mit Abstand größte kirchliche Gemeinschaft. Die Stadt Salzburg ist dabei in 3 Dekanate und 24 Pfarrsprengel gegliedert, die im Wesentlichen den Stadtteilen entsprechen. Zur Evangelischen Kirche AB und HB bekennen sich 6,7 % der Einwohner. Diese Glaubensgemeinschaft ist in drei Pfarrgemeinden mit den zugehörigen Kirchen in der Neustadt, in Gneis und in Taxham gegliedert. Die Gemeinschaften des orthodoxen Christentums (Russisch-Orthodoxe Kirche, Rumänisch-Orthodoxe Kirche und Serbisch-Orthodoxe Kirche) stellen 5,3 % der Bevölkerung. Die russisch-orthodoxe Kirche Maria Schutz steht dabei in Mülln, die rumänisch-orthodoxe Kirche im Osten von Schallmoos.


Gebetssaal der Muslime in SchallmoosZu den Glaubensgemeinschaften der Altkatholiken, der den Methodisten, der Neuapostolischen Kirche, der Mormonen-Gemeinde (Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage), den Zeugen Jehovas, dem Bund evangelikaler Gemeinden, der Christengemeinschaft und Freie Christengemeinde/Pfingstgemeinde bekennen sich insgesamt 1,6 % der Stadtbevölkerung. Die Katholische Kirche steht mit den orthodoxen Kirchen, der evangelischen Kirche, der Altkatholischen Kirche und den Methodisten in christlich-ökumenischen Arbeitskreisen in einem Dialog, der sich auch in regelmäßigen gemeinsam gefeierten ökumenischen Gottesdiensten zeigt.

Die Muslime stellen mit 6,8 Prozent der Stadtbevölkerung die mit Abstand größte nichtchristliche Glaubensgemeinschaft dar. Zu nichtchristlichen Religionsgemeinschaften, etwa der buddhistische Gemeinde, den Bahai, der hinduistischen Gemeinschaft und der Gemeinschaft der Sikhs bekennen sich insgesamt 0,7 % der Stadtbevölkerung. 0,06 % der Salzburger Stadtbevölkerung bekennen sich zur Israelitischen Kultusgemeinde mit der Salzburger Synagoge. Neben den etwa 10 Gebetsräumen („Moscheen“) der Muslime, vor allem in Schallmoos und Gnigl gelegen, gibt es eine jüdische Synagoge (Neustadt), einen Gurdwara der Sikhs (Schallmoos) sowie buddhistische Gebetsräume in der Rechten Altstadt, in Lehen und Liefering. Ohne religiöses Bekenntnis sind in Salzburg 17,1 Prozent der Bevölkerung. Bei 6,5 % ist das religiöse Bekenntnis gemäß Volkszählungsstatistik unbekannt.

Freizeit
Sport Die Stadt Salzburg besitzt 59 Turn- und Sporthallen, 39 Fußballplätze sowie 22 Tennisanlagen mit 68 Plätzen im Freien und 18 überdachten Plätzen. Fünf Freibäder stehen im Sommer zur Verfügung und dazu der Badesee Liefering. Das Paracelsusbad neben dem Kurhaus ist ein ganzjährig genutztes Hallenbad. 11 Stockbahnen, 3 Squash-Anlagen, eine Eisarena, 3 Minigolf-Anlagen und 7 Sportschießstätten bereichern das Angebot [11]. Etwa zehn Kilometer südlich Salzburgs befindet sich seit 1986 das Universitäts- und Landessportzentrum Rif bei Salzburg (ULSZ Rif) nördlich von Hallein. Es ist das größte Sportleistungszentrum des Bundeslandes Salzburgs und beherbergt folgende Einrichtungen: den Interfakultären Fachbereich für Sport- und Bewegungswissenschaften (IFFB) der Universität Salzburg, das Sport Land Salzburg Heeresleistungssportzentrum (HLSZ), das Leistungssport Betreuungszentrum (LBZ), das Schul Sport Modell (SSM) und den Verein der Freunde des Sportzentrums Rif (Rif Aktiv). Eine wichtige Sportstätte der Stadt ist die Sporthalle Alpenstraße. Diese Dreifachturnhalle mit einem Fassungsvermögen von 2200 Besuchern wird derzeit vor allem für Hallenfußball, Basketball, Handball, Volleyball, Tischtennis, Tennis, Rhythmische Gymnastik und Fechten genutzt.

Die Sportvereine Salzburgs sind zusammengeschlossen im ASKÖ (Arbeitsgemeinschaft für Sport und Körperkultur in Österreich, entstanden aus dem Arbeiter-Turnverein), im ASVÖ (Allgemeiner Turn und Sportverein Österreichs mit dem Turnverein) oder der christlich geprägten Sportunion. Der Salzburger Turnverein wurde 1861 gegründet (Maxglaner Turnverein seit 1902). Der älteste reine Sportclub im Bundesland Salzburg ist der Salzburger AK 1914 aus dem Nonntal. Der Arbeiter-Sportklub (ASK) Salzburg besteht seit im Stadtteil Maxglan seit 1922.

Erfolgreichster Fußballverein Salzburgs war der 1933 gegründete SV Austria Salzburg. 1994 zog der Fußballklub erstmalig gegen Inter Mailand in das UEFA-Cup-Finale ein. 2003 übersiedelte der Verein nach Wals-Siezenheim, da Salzburg mit dem Stadion Wals-Siezenheim eine neue Fußballarena, das heutige Red-Bull-Stadion erhalten hatte, in dem dann 2008 Fußball-EM-Spiele stattfanden. 2005 wurde der Verein in FC Red Bull Salzburg umbenannt, der seither eine österreichische Spitzenmannschaft darstellt, die 2006/07 auch österreichischer Meister wurde. Der Sportverein Austria Salzburg gründete sich als „moralischer“ Nachfolger neu und spielte erst in Nonntal und später in Maxglan. Der 1977 als Salzburger EC gegründete Eishockeyverein EC Red Bulls Salzburg spielt seit 2004 wieder in der ersten Liga, die Damenmannschaft Ravens Salzburg gewann in der Saison 2005/06 den Meistertitel. Im American Football gewannen die Salzburg Lions 1984 den erstmals ausgespielten österreichischen Meistertitel in dieser in Österreich noch jungen Sportart. Heute betreibt das Team als Salzburg Bulls in der zweitklassigen Division I Amateursport auf hohem Niveau.

Sportliche Großveranstaltungen sind in der Festspielstadt selten. Der Salzburg-Marathon fand erstmalig 2005 statt und führt auch durch die Altstadt. Die Straßen-Radweltmeisterschaft wurde 2006 in der Stadt Salzburg und deren Umgebung durchgeführt. An den vier Renntagen wohnten mehr als 330.000 Besucher diesem Großereignis bei, für die Organisation und Durchführung erntete die Stadt weltweit großes Lob. Während der Fußball-Europameisterschaft 2008 fanden im EM-Stadion vor den Toren der Stadt drei Gruppenspiele statt. Salzburg hatte sich für die Olympischen Winterspiele 2010 und 2014 beworben, konnte die Wahl aber jeweils nicht für sich entscheiden.

 

Öffentliche Parks Berühmte Salzburger Sehenswürdigkeiten sind der weitläufige Schlosspark von Hellbrunn mit dem großen geometrisch angelegten Garten (Wasserparterre), seinen Wasserspielen dem Steintheater und dem Monatsschlössl auf dem Hellbrunner Berg und dem einst sakral geprägten Wildnispark am Anifer Alterbach sowie der barocke Mirabellgarten samt dem Heckentheater, dem Zwergelgarten und dem Bastionsgarten. An den Mirabellgarten grenzt in der Neustadt direkt der Kurgarten an, der erhaltene Erdkern der einstigen großen Lodronschen St.- Vitalis-Bastion.

Aus alten Gartenanlagen hervorgegangen ist in Schallmoos der Baron-Schwarz-Park, der anstelle des Gartens des Schallmooshofes und des späteren weitläufigen Gartens der Baron-Scharz-Villa angelegt wurde. Der Minnesheimpark in Gnigl ist der erhaltene Rest des einstigen Gartens des Lodronschen Schlosses „Minnesheim“. Der Preuschenpark in Aigen-Abfalter war früher als Garten der „Villa Preuschen“ der frühere "Abfalterhof" genutzt. Der Stölzlpark in Maxglan-Burgfried war im frühen 20. Jahrhundert der Garten des Villenbesitzers und späteren Maxglaner Bürgermeisters sowie Landeshauptmann-Stellvertreters Dr. Stölzl.

Der Volksgarten, in Parsch, früher Franz-Josefs-Park genannt, wurde anlässlich eines 50. Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Josef I. anstelle der dortigen Brothäuslau als Naherholungsraum für die Salzburger neu gestaltet. In die gleiche Zeit fällt auch die Anlage des ältesten Teiles des Donnenbergparks in Nonntal, der mehrfach vergrößert aus dem Garten des dortigen Seniorenheimes (ehemals „Versorgungshaus Nonntal“ entstand.

Das Erholungsgebiet Salzachsee nächst der Salzachseesiedlung ist ein parkartig gestalteter Raum, der auf einer großen 1967 rekultivierten Mülldeponie angelegt wurde um samt einem Badesee und weiteren kleinen Baggerseen der Bevölkerung zur Verfügung gestellt zu werden. Unweit davon befindet sich stadteinwärts der Lehener Park, ein Rest der einstigen Lehener Au. Der Dr.-Hans-Lechner-Park in Schallmoos [12] ist ein neuer Park, den 1996 die Salzburg AG der Bevölkerung zur Verfügung stellte.

Kulinarische Spezialitäten Im Zuge der zunehmenden Salzburger Mozartverehrung erfand der Salzburger Konditor Paul Fürst 1890 die Mozartkugel, Schokoladenkugeln mit Marzipankern, die immer mehr zum kulinarischen „Wahrzeichen“ der Stadt wurde und heute von verschiedenen Firmen angeboten werden. Die Salzburger Nockerln sind eine alte Salzburger Süßspeise aus aufgeschlagenem und gebackenem gezuckerten Eigelb. Angeblich hat die heimliche Ehefrau von Wolf Dietrich von Raitenau, Salome Alt, diese Süßspeise einst erfunden. Die heute beliebten Bosna, Schweinsbratwürstel in Weißbrotwecken mit gehackten Zwiebeln und Currygewürz wurden erstmals 1949 in Salzburg angeboten.

Nachtleben Das Nachtleben in der Stadt Salzburg ist vor allem im Raum der Altstadt konzentriert, vor allem rund um den Anton-Neumayr-Platz und am Rudolfskai, wo dicht aneinander gereiht neben Bierlokalen auch Irish Pubs und andere Lokale bestehen. Irische Musik wird im "Shamrock" oder "O’Malley’s" angeboten, australische Speisen (etwa Krokotil oder Känguru) genießt man im "Koala". Das junge Publikum Salzburgs liebt das "Podium" und die "American Bar" im "Roses". Unweit des altbewährten beliebten "republic" am Anton-Neumayr-Platz mit Bar und Disco wird im "Flip" in der Gstättengasse Musik von hard’n heavy bis Hip Hop geboten. Freunde der italienischen Küche lieben das "Il Barone". Nebenan ist das Irish-Pub "Murphy’s Law", das häufig auch Sportsendungen zeigt. Am Franz-Josef-Kai haben sich Lokale mit internationaler Küche angesiedelt, etwa das "Rautz" und das "Coco Lezzone". Allen Salzburgern sehr bekannt ist das sehr geräumige und gemütliche Augustiner Bräustübl in Mülln. Am Giselakai auf der rechten Salzachseite liegen "Chez Roland" und "Daimler’s", "Bajazzo" und "Baboon-Bar". Direkt an der Salzach befindet sich der "Living Room Bazillus" mit Blick auf Altstadt und Festung. In der Steingasse haben sich zuletzt viele Lokale, Bars und Beiseln angesiedelt. Mexikanische Küche bietet hier "Pepe Gonzales", die "Shrimpsbar" Meeresfrüchte und Salate. Der "Andreas Hofer" ist ein gehoben-bodenständiges Lokal. Der "fidele Affe" in der Priesterhausgasse bietet deftige österreichische Speisen. Gleich nebenan ist der "Mattseer Stiftskeller". Das gemütliche "ARGE Beisl", bietet ebenso ebenso hervorragende warme Küche wie das "SOG", letzteres sogar bis Mitternacht. Am Hauptbahnhof wurde in den letzten Jahren ein Urban Entertainment Center, das City Center (Salzburg), errichtet. [13]

Umwelt und Ökologie Im Stadtgebiet befinden sich 41 Naturdenkmäler, großteils alte, landschaftsprägende oder kulturell bedeutsame Bäume. Unter den geschützten Landschaftsteilen ist vor allem die 1615 angelegte Hellbrunner Allee, eine der ältesten erhaltenen Alleen Europas, bedeutsam. Sie ist der größte Altholzbestand des Landes außerhalb der Gebirgsregion und so für den Artenschutz (holzbewohnende Käfer, Fledermäuse, Spechte) von besonderer Bedeutung. Im großen Bestand von Kopfweiden am Almkanal mit fast 500 Bäumen[14], sind die einzigen alten Kopfweiden im Land Salzburg. Die ununterbrochene Kopfweidentradition reicht dabei bis ins Mittelalter zurück. Die Felsensteppe am Rainberg beherbergt eine besonders trockenheitsliebende Pflanzen- und Tierwelt[15]. Seit langem kaum genutzte Waldbestände sind die Itzlinger Au, der Kühberg [16]und das Naturwaldreservat Gaisberg. Ein gut erhaltener Moorrest der Stadt ist im Nordosten das Samer Mösl.

Im Stadtgebiet sind große Teile des Grünraumes Landschaftsschutzgebiete. In der Innenstadt sind dies der Kapuzinerberg und der Grünraum Mönchsberg-Rainberg. Im Süden ist der Grünraum um Hellbrunn sowie die Hellbrnner Allee unter dem Namen Salzburg-Süd geschützt. Die dortige großteils kultivierte Moorlandschaft, als auch das Leopoldskroner Moos mit dem Leopoldskroner Weiher sind ebenfalls Landschaftsschutzgebiete.

→ Siehe auch: Liste der Naturdenkmäler der Stadt Salzburg und Liste der geschützten Landschaftsteile der Stadt Salzburg

 

 

Die Salzburger Grünlanddeklaration Im Jahr 1985 hat die Stadt Salzburg als Antwort auf die fortschreitende Zerstörung der wertvollen Stadtlandschaften eine „Grünlanddeklaration“ beschlossen und dabei eine dauerhaft unverrückbare Bauland-Grünlandgrenze festgelegt. In einer Erneuerung der Deklaration 2008 wurde diese rechtlich verankert und dabei die Dauer der Deklaration auf 30 Jahre konkretisiert. Der Flächenverbrauch für den Siedlungsbau soll mit diesem Instrument gebremst und gleichzeitig die bauliche Entwicklung innerhalb der Siedlungsgrenze durch Nachverdichtung und Nutzung unbebauten Baulandes gefördert werden.

Infrastruktur
Strom- und Wasserversorgung Die Versorgung der rund 60.000 städtischen Kunden mit Strom erfolgt zum überwiegenden Teil durch die Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation. Die Stadt verbraucht über 750 GWh an elektrischer Energie.

Auch die Versorgung mit Trinkwasser erfolgt überwiegend durch die Salzburg AG. Nur ein geringer Teil, vor allem am Gaisberg besitzt private Quellfassungen.

Zwei großen Hochbehälter am Mönchsberg und Kapuzinerberg mit je 25.000 m³ Wasser und verschiedene kleinere Hochbehälter gewährleisten eine Notversorgung mit Wasser. Der Hauptteil des Trinkwassers stammt heute aus dem Tiefenbrunnen von St. Leonhard. Bis vor wenigen Jahrzehnten versorgte noch die Fürstenbrunner Quelle vorrangig die Stadt mit Wasser. Die stets gleichbleibende Qualität sprach jedoch für den Umstieg auf Tiefenwasser, also von Grundwasser aus sehr tief liegenden Wasserhorizonten.

Abwasser- und Müllentsorgung Der Ausbau des städtischen Kanalnetzes konnte 2004 weitgehend abgeschlossen werden. Nur rund 100 entlegene Gebäude (vor allem am Gaisberg) sind nicht an das Kanalnetz angeschlossen.

Die Müllentsorgung der Stadt wird durch das Abfall-Service des Magistrates vorgenommen. Die Hausabfälle kommen dabei in die Anlage des Reinhalteverbandes in Siggerwiesen nächst Anthering und werden dort mechanisch-biologisch vorbehandelt. Seit 1994 wird Biomüll der Stadt getrennt gesammelt.

Gesundheitswesen Die beiden mit Abstand größten Spitäler sind die Christian Doppler Klinik am Südrand von Liefering und das St. Johanns-Spital in Mülln, die seit 2004 zu einer Dachgesellschaft zusammengefasst werden.

Das St. Johanns-Spital wurde dabei 1695 durch Fürsterzbischofes Johann Ernst von Thun gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine großräumige Neugestaltung und ein weitläufiger Ausbau dieses Spitales statt. Zuletzt wurde 2001 die Chirurgie West errichtet. In über 1.000 Krankenbetten werden jährlich 48.000 Patienten werden in 19 Fachabteilungen und sieben Instituten stationär betreut. Neben den beiden Spitälern besteht in Salzburg das Unfallkrankenhaus der Unfallversicherugnsanstalt am Äußeren Stein, das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder neben der Kajetanerkirche, das Diakonissen-Krankenahus in Aigen, das Dr. Pierer Sanatorium, die Privatklinik Wehrle sowie ein Sonderkrankenhaus und ein Genesungsheim für Alkohol- und Medikamentenabhängige.

Schüler- Lehrlings- und Studentenheime In sechs Schülerheimen im Rahmen von Internatsschulen mit insgesamt über 350 Heimbewohnern, in 4 Lehrlingsheimen mit über 240 Bewohnern und in 20 Studentenheimen mit über 2.000 Bewohnern (Stand 2005) bietet Salzburg auswärtigen Jugendlichen die Möglichkeit, sich in Salzburg weiterbilden. Diese Heime werden großteils von Vereinen (Salzburger Studentenwerk, Salzburger Lehrerhaus, Kolpinghaus Salzburg) sowie kirchlichen Organisationen (katholisches Hochschulwerk, evangelische Pfarrgemeinde) getragen. [17].

Seniorenheime und Seniorenbetreuung In Salzburg bestehen 13 Seniorenheime, die größten fünf davon, die Seniorenheime Hellbrunn, Itzling, Liefering, Nonntal und Taxham werden von der Stadtverwaltung geführt. Insgesamt sind in diesen Heimen (Stand 2005) gut 1600 Senioren untergebracht, in den städtischen davon gut 1000. Von der Diakonie wird im Aigner Diakonie-Zentrum zudem ein großes Haus für Senioren geführt. Neben den Heimverwaltungen bietet die Stadt Salzburg viele Seniorenveranstaltungen, Seniorenerholungsaktionen, einen Seniorenmittagstisch, sowie Essen auf Räder für Senioren an.

Verkehr
Salzburger Stadtansicht mit dem markanten MarkartstegDas Leitbild der Verkehrsplanung ist die „intelligente und nachhaltige Mobilität in der Stadt Salzburg“. Die Bürger sollen- um den ausufernden Individualverkehr zurückdrängen zu können - ihre täglichen Erledigungen in sicheren kurzen Wegen zurücklegen. Ohne Trendwende in der Verkehrsentwicklung ist eine Lösung der Probleme kaum denkbar.

Als Stadt zu beiden Seiten der Salzach besitzen die Brücken Salzburgs für den Verkehr eine besondere Bedeutung. Vom frühen Mittelalter bis 1859 war die hölzerne Stadtbrücke etwa an der Stelle der heutigen Staatsbrücke die einzige der Stadt. Bis 1788 war diese Brücke überdacht. Die nächste Salzachbrücke im Süden befand sich knapp 20 km entfernt in Hallein, die nächste im Norden knapp 20 km entfernt zwischen Laufen und seinem einstigen Stadtteil Oberndorf. Zuerst in der Mitte der Stadtbrücke, später am linken Salzachufer, wurde vom Mautner die Brückenmaut eingehoben. 1959 wurde als zweite Brücke in der Stadt die erste Karolinenbrücke - noch als Holzkonstruktion - eröffnet, ein Jahr später die Eisenbahnbrücke. Die Autobahnbrücke im Norden der Stadt, während des Zweiten Weltkrieg erbaut und 1997 neu errichtet, ist heute die am stärksten befahrene überregionale Straßenbrücke Salzburgs. Karolinenbrücke, Staatsbrücke und Lehenerbrücke besitzen ein ähnliches Verkehrsaufkommen und sind die drei wichtigsten Straßenbrücken für den innerstädtischen Verkehr. Unter Denkmalschutz steht der 1903 errichtete Mozartsteg mit seinem Jugendstilschmuck und dem Mautnerhäuschen. Die Mautpflicht für Fußgänger bestand hier bis 1921. Der 2001 neu errichtete Markartsteg ist in der Aufsicht leicht bogig gestaltet und besticht durch seine zeitgemäße Architektur.

Fußgänger- und Fahrradverkehr Vor allem im Innenstadtbereich sind viele Ziele in Salzburg auch zu Fuß schnell und bequem zu erreichen. Ein Großteil der Altstadt ist als Fußgängerzone ausgewiesen. Jene Wege, die zu Fuß zurückgelegt werden, gingen auch in Salzburg in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten stark zurück.

Eine wichtige Rolle spielt in Salzburg das Fahrrad, der Anteil des Fahrrades am Gesamtverkehr liegt bei über 20 %, und damit höher als in allen andern Landeshauptstädten. Das gesamte Radwegenetz ist (Stand 2005) 167 km lang (davon 24 km markierte Radstreifen entlang der Fahrbahn). In der Stadtverwaltung arbeitet seit 1991 ein eigener Radverkehrskoordinator. Entlang der Salzach sind parallel zu den Fußgängerwegen Fahrradwege entstanden, die stark genutzt werden. Sehr wichtig waren für diesen Radverkehr an der Salzach vor allem die Unterführungen unter den Straßenbrücken und unter den von Fußgängern stark genutzten Markartsteg. Die Salzachstege wurden für die Radfahrer verbreitert und ermöglichen ein problemloses Wechseln der Salzachseiten über die Stege (ausgenommen den Mozartsteg). Der Ausbau des Radwegnetzes in der Stadt wird schrittweise weiter verbessert.

Eine günstige Möglichkeit der Fortbewegung auf dem gut ausgebauten Salzburger Radwegenetzes bietet im Stadtgebiet von Salzburg das Citybike mit dem Leihfahrrad. Nach der Registrierung via Internet oder direkt am Terminal bei einem der Standplätze kann mit der Maestro-Karte ein Fahrrad entliehen werden. Die Benützung ist für eine Stunde kostenlos. Zur stärkeren Verzahnung von ÖPNV und Radverkehr wurden 1999 am Hauptbahnhof und später auch am Bahnhof Itzling die ersten gesicherten Fahrradgaragen errichtet; eine weitere am Hanuschplatz ist in Planung.

Obus und öffentlicher Bus Im Stadtgebiet von Salzburg übernimmt seit 1940 der O-Bus mit einem der europaweit größten Obusnetze die größte Rolle im ÖPNV. Die Streckenlänge betrug 2005 über 80 km. Die Lücken im O-Bus-System und einige Strecken in die Peripherie wie z. B. nach Freilassing oder Siezenheim erschließen die Albus-Autobuslinien. Das Netz ist hauptsächlich sternförmig ausgerichtet, einige Querverbindungen fehlen daher, das Netz wird aber kontinuierlich erweitert.

Ergänzend zu den O-Bussen sorgt ein gut ausgebautes Regionalbusnetz rund um die Stadt für Verbindungen aus dem Umland. Die genannten Verkehrsträger sind durch den Salzburger Verkehrsverbund in ein gemeinsames Tarifsystem integriert und aufeinander abgestimmt.

Der weitere Ausbau von Busspuren und Bussschleusen (Ampelregelung mit Vorrang für öffentlichen Verkehr) soll weiter ausgebaut werden.

Schienenverkehr Durch Salzburg führt die Westbahn und somit stellt die Stadt einen wichtigen nationalen wie auch internationalen Bahnknoten dar. Der Hauptbahnhof Salzburg ist den Schienenverkehr betreffend nach Wiener Bahnhöfen der am stärkten befahrene Bahnhof Österreichs. Von hier aus gelangt man auf Hauptstrecken einerseits in die Bundeshauptstadt Wien, andererseits über die Tauernbahn in Richtung Süden (Villach, Slowenien, Italien, Graz), über die Bahnstrecke München–Salzburg nach München, sowie nach Innsbruck. Zudem verkehren zahlreiche Züge der Deutschen Bahn nach Salzburg, so zum Beispiel eine InterCity Linie (Frankfurt – Salzburg), mehrere Eurocitys und Nachtzüge.

Die von Salzburg ausgehenden Bahnstrecken bedienen auch den Regionalverkehr und bieten zahlreichen Pendlern eine Möglichkeit nach Salzburg zu gelangen. Zusätzlich bestehen regionale Bahnstrecken mit Zubringerfunktion zur Stadt, wie die Strecken „Salzburg – Freilassing – Berchtesgaden“, „Salzburg – Freilassing – Mühldorf“, „Salzburg – Bürmoos – Oberndorf“, „Salzburg – Bürmoos – Trimmelkam“ und „Steindorf – Braunau“.


S-Bahnhaltestelle Salzburg-SamZu den wichtigsten Nahverkehrsträger im Zentralraum Salzburg zählt auch die S-Bahn Salzburg, welche sich immer mehr als innerstädtisches Verkehrsmittel durchsetzt und 2009 in Richtung Freilassing erweitert wird.

Innerstädtischer PKW-Verkehr Der Verkehrsanteil des motorisierten Individualverkehrs (PKW) in der Stadt ist in den letzten 10 Jahren von 39 % auf 46 % gestiegen. Als Entwicklungsziel ist daher zur Vermeidung der zunehmenden Staus eine Verringerung dieses motorisierten privaten Verkehrs vorgesehen. In den Radialstraßen der Stadt wuchs der KFZ-Verkehr von 1961 bis 2005 um 300 %, in den letzten 10 Jahren 16 %.

Für Besucher der Stadt Salzburg mit dem Auto bestehen zwei Park-and-Ride-Parkplätze am Stadtrand („Salzburg Süd“ an der Alpenstraße und „Messegelände“). Von dort ist das Zentrum mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.

Bei Anfahrt mit dem Auto in die Innenstadt ist im Sommer und zu den Stoßzeiten mit längeren Stauzeiten und Problemen bei der Parkplatzsuche zu rechnen.

Die Innenstadt ist, soweit sie nicht Fußgängerzone ist, flächendeckend als gebührenpflichtige Kurzparkzone ausgewiesen (Altstadt, Neustadt. Elisabeth-Vorstadt, inneres Schallmoos, Mülln, innere Riedenburg und der stadtnahe Teil von Nonntal), die umgeben ist von gebührenfreien Kurzparkzonen.

Autobahnen
Flughafen SalzburgIm Knoten Salzburg laufen die Autobahnen A1 (Wien – Salzburg), A8 (München – Salzburg) und die A10 (Salzburg – Villach) zusammen, welche zusammen im Westen der Stadt einen Halbring bilden. Auf- und Abfahrten im Stadtgebiet sind Salzburg Nord, Salzburg Messegelände (Halbanschluss), Salzburg Mitte, Salzburg Klessheim, Salzburg Siezenheim (Halbanschluss), Salzburg Flughafen, Salzburg West und Salzburg Süd. Ein Teil der A1 kann inzwischen als Stadtautobahn angesehen werden. Der häufige Stau auf den Autobahnabschnitten in der Stadt könnte durch einen weiteren Ausbau der Autobahn gemildert werden.

Flugverkehr Salzburg verfügt mit dem W. A. Mozart Airport über den zweitwichtigsten Flughafen in Österreich. 2006 wurden 1.878.266 Fluggäste befördert [18] die Tendenz ist vor allem wegen des starken Wintertourismus in der Region stark steigend.

 

 

Bildung und Forschung → Siehe auch: Bildungssystem in Österreich

Büchereien Die Stadtbücherei mit der Mediathek zählt mit über 1000 täglichen Besuchern zu den beliebtesten Serviceeinrichtungen der Stadt. Die derzeit im Schloss Mirabell untergebrachte Bücherei wird 2009 nach Lehen übersiedeln. Die Stadtbücherei gliedert sich in die Bereiche Hauptbücherei, Kinderbücherei, Mediathek (Franz-Josef-Str. 4) und dem Bücherbus mit seinen wechselnden Standorten.

Die Universitätsbibliothek ist vorrangig eine Bildungseinrichtung für Studenten, Akademiker, Lehrer und Wissenschaftler. Zur Universitätsbücherei zählen auch die einzelnen Fakultätsbibliotheken und die Fachbereichsbibliotheken. Auch die Universität Mozarteum (Universitätsbibliothek Mozarteum) und die Internationale Stiftung Mozarteum (Bibliotheca Mozartiana) besitzen eigene umfangreiche Büchereien.

Krabbelstuben und Kindergärten In der Stadt Salzburg bestehen 2008 30 Krabbelstuben mit mehr als 600 Plätzen und weiteren gut 200 Tageselternplätzen. Über 65 Prozent der Kinder im Kindergartenalter (3 - 6 Jahre) werden in den 31 Kindergärten der Stadt betreut, die auch nachmittags zur Verfügung stehen.[19]

Medien Die Salzburger Nachrichten verstehen sich als überregionale Tageszeitung mit einem Leser-Schwerpunkt in Stadt und Land Salzburg. Die Auflage der Zeitung beträgt fast 100.000, damit werden fast 300.000 Leser erreicht, davon 200.000 im Land Salzburg. Das Salzburger Fenster wurde 1979 als Gratiszeitung gegründet. Es erscheint heute weitgehend als Wochenzeitung (Leserkreis fast 400.000). Seit 2004 erscheinen in der Stadt wöchentlich die kostenfreien Stadt-Nachrichten (Salzburger Woche), die am Wochenende auch Beilage der Salzburger Nachrichten sind. Die Salzburger Volkszeitung (SVZ) ist mit 8.500 verkauften Zeitungen die kleinste Tageszeitung Österreichs. Bis 2005 war sie die Parteizeitung der Salzburger ÖVP, sie ist nach ihrem Verkauf aber unabhängig. Der frühere Asphalter, jetzt Apropos genannt, ist eine Zeitung, die im Rahmen eines Sozialprojektes vorwiegend von Arbeitslosen verfasst und von solchen auch verkauft wird.

Das ORF Landesstudio Salzburg in Salzburg-Nonntal ist als Außenstelle des Österreichischen Rundfunks tätig. Das Bauwerk wurde übrigens 1972 vom Wiener Architekten Gustav Peichl entworfen und steht unter Denkmalschutz. Hier werden das die Sendungen von Ö2 (früher Ö Regional) hergestellt, von Radio Salzburg und die TV-Nachrichtensendung Salzburg Heute, sowie zahlreiche Radiosendungen für den Klassiksender Ö1. Die 1998 gegründete Radiofabrik - Freier Rundfunk Salzburg ist das einzige freie Radio Salzburgs. Das Programm wird ausschließlich von freiwilligen Mitarbeitern gestaltet. Träger ist ein gemeinnütziger Verein. Gesendet wird auf den Frequenzen 107,5 und 97,3. Salzburg TV ist ein Regionalsender mit Sitz in Wals-Himmelreich im Eigentum von Red Bull.

Schulen In den 21 Salzburger Stadtteilen befinden sich insgesamt 26 Volksschulen, 9 Hauptschulen und 7 Sonderschulen.

Von den insgesamt 14 Gymnasien werden 3 Gymnasien von kirchlichen Institutionen geführt. Insgesamt besuchten im Schuljahr 2005/06 über 8000 Schüler diese Gymnasien. Zum Schulzentrum Nonntal zählen an der Akademiestraße drei Gymnasien und die Pädagogische Akademie, in der Josef-Preis-Allee drei weitere Gymnasien. In Verbindung mit dem in Bau befindlichen Unipark-Nonntal wird die Schulstadt Nonntal zu einer geschlossenen Einheit und der zentrale Bildungsstandort der Stadt. Neben den Gymnasien bestehen in Salzburg 6 berufsbildende höhere Schulen, die 2005/06 gut 3500 Schüler besuchten. Eine weitere Schule in Salzburg ist die Rudolf-Steiner-Schule (Waldorf-Schule) mit mehr als 200 Schülern (2005/06).[19]

Erwachsenenbildung Einen großen Teil der Erwachsenenbildung leistet in über 1000 Kursen und über 10.000 Kursteilnehmern die Salzburger Volkshochschule mit einem sehr breit gefächerten Angebot. Auch das kirchliche Bildungshaus St. Virgil (ca. 40.000 Teilnehmer), das Katholische Bildungswerk Salzburg, das Salzburger Bildungswerk und das Ländliche Fortbildungsinstitut Salzburg der Landwirtschaftskammer arbeiten in der Erwachsenenbildung. In der beruflichen Fortbildung ist das Berufsförderungsinstitut der Kammer für Arbeiter und Angestellte und das Wirtschaftsförderungsinstitut der Wirtschaftskammer tätig.

Musikum Das Musikum Salzburg, die Schule für Musik Tanz und Theater mit seinen gut 2500 "Schülern" vom Vorschulalter bis zum Senioren widmet sich vor allem der außerschulischen Instrumentalerziehung. Hier wird zudem chorische, tänzerische oder schauspielerische Ausbildung angeboten [20].

Universitäten und Hochschulen In Salzburg sind fünf Universitäten und Hochschulen angesiedelt. Die älteste davon ist die Paris-Lodron-Universität Salzburg, die 1622 gegründet wurde, aber in der Zeit von 1810 bis 1962 aufgelassen war. Die Universität gliedert sich in die vier klassischen Fakultäten (katholische) Theologie, Rechtswissenschaften, Kultur- und Gesellschaftswissenschaften und Naturwissenschaften.

Das Universität Mozarteum wurde 1841 als Musikschule eingerichtet und ist (abgesehen von 1939–1953) seit 1970 eine Hochschule. Es werden vor allem Konzertfachstudien angeboten (Streicher, Bläser, Zupfinstrumente, Schlagzeug, Tasteninstrumente, Gesang) aber auch pädagogisch orientierte Fächer sowie Studienmöglichkeiten in den darstellenden Künsten Schauspiel, Bühnenbild und Regie.

Mit der Paracelsus Medizinische Privatuniversität wurde die an der Universität Salzburg fehlende medizinische Fakultät 2003 als private Universität gegründet. Ein Drittel der Finanzierung kommt dennoch von staatlicher Seite. Angeboten werden die Studiengänge Humanmedizin, Pflegewissenschaften sowie ein Postgraduate Studium der Molekularen Medizin. Die klinische Ausbildung der Studierenden erfolgt an den Universitätskliniken Salzburg. Die PMU kooperiert bei der praktischen Ausbildung außerdem mit Krankenhäusern in Bayern, bis hin zum Klinikum Rosenheim.

Die Fachhochschule Salzburg besteht seit 1995 und wurde 2005 vom Norden des Stadtgebiets in die südlich gelegene Gemeinde Puch bei Hallein verlegt. Sie bietet technische, wirtschaftliche, kreativ-gestalterische Studiengänge sowie Studiengänge im Bereich Gesundheit und Soziales an.

Die Salzburg Management Business School wurde 2001 eingerichtet und hat fünf Gesellschafter, zu denen auch die Universität Salzburg gehört. Angeboten werden ausschließlich Masterstudiengänge für Wirtschaftsstudenten.

Wirtschaft Die Stadt Salzburg ist das Wirtschaftszentrum einer Region, die im Norden bis nach Oberösterreich und im Westen bis in bayerischen Landkreise reicht. Im Jahr 2008 arbeiten in fast 8.000 Betrieben der Stadt Salzburg über 100.000 Beschäftigte. Rund 80 % dieser Beschäftigten arbeiten im Dienstleistungssektor, vor allem im Fremdenverkehr. Mit über 1,8 Millionen Nächtigungen liegt Salzburg in Österreich nach Wien auf dem zweiten Platz vor Innsbruck (1,17 Nächtigungen) und Graz (730.000 Nächtigungen). Die günstige geographische Lage und die guten Verkehrsanbindungen machten Salzburg zu einer bedeutenden Handelsdrehscheibe. Salzburg ist aber auch einer der wichtigsten Standorte für Banken, Versicherungen und andere Wirtschaftsdienste.

Die Stadt Salzburg und der angrenzende Flachgau präsentieren sich auch als attraktiver Standort für viele größere und kleinere Unternehmen und sind der wirtschaftliche Motor des gesamten Bundeslandes. Das kontinuierlich steigende Wirtschaftswachstum des Bundeslandes Salzburg liegt an zweiter Stelle hinter jenem Wiens, wobei sich die Wirtschaftskraft des gesamten Bundeslandes vor allem im bestens erschlossenen Zentralraum um die Landeshauptstadt selbst und dem (im Flachgau und Tennengau gelegenen) so genannten Speckgürtel rings um die Stadt Salzburg ballt. Die Betriebe der Stadt (60 %) und des Flachgaus (30 %) erzielten z. B. im Jahr 2005 gemeinsam 90 % des Gesamtumsatzes des Bundeslandes. Die restlichen Prozente verteilen sich auf die Gebirgsgaue (Tennengau 3 %, Pongau 3 %, Pinzgau 3 %, Lungau 1 %). Die günstige geographische Lage

In der Stadt Salzburg waren im Jahr 2001 gemäß Volkszählung 86.743 Arbeitnehmer beschäftigt, davon im Handel 15.548, in der Produktion 8430, im Bereich Hotel und Gaststätten 4868 und den Dienstleistungen 9657 [21]. Das monatliche Durchschnittseinkommen von Arbeitern und Angestellten betrug in der Stadt (2005) 1998 € (Männer 2.426 €, Frauen 1.606 €).

 

 

Bedeutende Salzburger Firmen Salzburg wird als Wirtschaftsstandort wesentlich auch von den Sitzen bekannter internationaler Firmen geprägt. Der größte Wirtschaftsbetrieb in Salzburg und einer der größten Österreichs ist mit 11,80 Mrd € Umsatz (Stand 2006) die Porsche Holding GmbH, die im Kraftwagen-Import, Export und Handel aber auch in der Verwaltung von Grundstücken und Realitäten tätig ist. Das Salzburger Privatunternehmen wurde 1947 von den Kindern Ferdinand Porsches, Louise Piëch und Ferry Porsche gegründet. Ihr Hauptsitz befindet sich in den Gebäuden Vogelweiderstraße 75. An zweiter Stelle folgt mit 4,21 Mrd € Umsatz die Österreichische Warenhandels-AG SPAR, deren österreichischer Firmenhauptsitz sich Salzburg-Taxham befindet und im Groß- und Einzelhandel von Lebensmitteln arbeitet. Diesem Unternehmen gehört auch der Europark in Taxham, aber auch der Sportartikelfirma Hervis.

Der breiten Öffentlichkeit weniger bekannt ist die MB-Automobilvertriebsges.m.b.H. (836 Mio. Umsatz) der Pappas-Gruppe, die im Großhandel von Kraftswagenteilen führt. Der Energie- und Wasserversorgung und dem öffentlichen Verkehr widmet sich die „Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation“ (825 Mio). Der Veranstalter von Urlaubsreisen TUI Reisecenter Austria GmbH besitzt 709 Mio Umsatz. Die größte und älteste österreichische Bausparkasse ist die Wüstenrot Versicherungs-AG (560 Mio). Bedeutend sind auch die beiden Kraftwagen-Importfirmen BMW Austria GmbH (486 Mio) und Mercedes-Benz Österreich Vertriebs GmbH (484 Mio). Die Firma Conoco Phillips Austria GmbH (423 Mio) betreibt in Salzburg einen Großhandel mit Mineralölerzeugnissen. Im Gesundheitswesen tätig ist die Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebs GmbH (300 Mio). Die größte Spedition Salzburgs ist die Lagermax Lagerhaus und Speditions AG (283 Mio), die neben der Güterbeförderung auch einen Paketdienst, Fahrzeuglogistik und Expressdienste anbietet. Die Daimler Chrysler Financial Services Austria GmbH (260 Mio) ist ebenso im Bereich Fahrzeugleasing tätig wie die BMW Austria Leasing GmbH (183 Mio). Einen Großhandel mit Sportartikeln betreibt die Firma Austria Puma Dassler GmbH (239 Mio). Dem Handel mit Kraftfahrzeugen dienen die Firmen Tschann Nutzfahrzeuge GmbH (155 Mio., Einzelhandel und Werkstätte) und Suzuki Austria Automobilhandels GmbH (150 Mio, Großhandel). Sehr bekannt ist in Salzburg die Stieglbrauerei zu Salzburg (142 Mio). Der Erzeuger von Beschlägen für Fenster und Türen, die Firma Mayer & Co Beschläge GmbH MACO setzt jährlich 110 Mio um, der Versandhandel Universal Versand GmbH in Salzburg 109 Mio. Gewürze für Gastronomie und Lebensmittelerzeuger stellt die Wiberg GmbH (106 Mio) her.[22]

Tourismusstadt Salzburg Der Tourismus der Stadt Salzburg ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. In den Jahren zwischen 2000 und 2007 nahmen die Übernachtungen der Touristen in der Stadt Salzburg um 31 % zu. Von dieser Entwicklung sind nicht nur die Gastgewerbebranche Nutznießer, sondern auch der Handel, die Verkehrsträger, kulturelle Einrichtungen und verschiedene Dienstleistungsbetriebe. Im Jahr 2005 kamen in Salzburg über 1.000.000 Gäste an, die Nächtigungszahl der Salzburg-Besucher lag bei fast 1,900.000. Aus dem Inland kamen dabei im Jahr 2005 485.000 Gäste. Die größte nichtösterreichische Touristengruppe stammt aus dem angrenzenden Deutschland etwa (350.000). Aus den USA kamen 2005 etwa 170.000 Touristen, aus Italien 160.000, aus Großbritannien 116.000, aus Japan 66.000 und aus der Schweiz 51.000.[19] Auch die Tagesgäste sind dabei wirtschaftlich bedeutend. 5,5 Millionen Tagestouristen gaben 2007 etwa 137 Mio Euro aus und sicherten damit rund 1.800 Vollarbeitsplätze in der Stadt. [23]

Messestadt Salzburg Neben seiner Bedeutung als Tourismus-, Kultur-, Universitäts- und Sportstadt erlangt Salzburg durch das Messezentrum auch als Messestadt immer mehr an Bedeutung. Der Salzburg Congress beherbergte im Jahr 2005 199 Veranstaltungen, davon 34 internationaler Art. Im Messezentrum fanden 2005 20 Veranstaltungen mit über 250.000 Besuchern.[19] Die 15 ringförmig angelegten Hallen im Südosten des Stadtteiles Liefering besitzen eines Fläche von insgesamt 35.000 m². Ein weiterer Ausbau des Messezentrums ist vorgesehen. Direkt neben dem Messezentrum steht die neu errichtete große und vielfältig nutzbare Veranstaltungshalle „Salzburgarena“.

Einkaufsstadt Das bekannteste und größte Einkauszentrum Salzburgs ist der Europark im Stadttteil Taxham. Der Europark wurde 1995-97 nach Plänen von Architekt Massimiliano Fuksas errichtet und besaß in seiner ersten Ausbaustufe 320 Meter Länge und 120 Meter Breite mit insgesamt 75 Geschäften. Das natürliche Licht unter dem Glasdach des Innenhofes und den seitlichen Gängen in Verbindung mit einer individuellen Beleuchtung der Geschäfte sorgten von Beginn an für angenehme Helligkeit. Die Erweiterung Europark II vom gleichen Architekten brachte organisch ovale Formen in die Architektur des Gesamtbaues. Die aufgesetzten drei stählernen ovalen Dachkonstruktionen erinnert an Salzburger Stadtberge oder an Inseln. Mit der Erweiterung 2005 besitzt der Europark nun über 130 Geschäfte. Neben dem Europark wurde der IKEA Möbelmarkt eröffnet.

Die gemeinsame Garage mit einen 2.700 Stellplätzen und 100.000 m² Fläche gilt als größte Tiefgarage Europas auf einer Ebene. Der Europark besitzt mit dem Oval einen eigenen Veranstaltungssaal für 250 Besucher von Konzerten, Kabarett und Kino. Zwischen Europark und IKEA wurde die Europark Piazza, als 5.000 m² großer Platz im italienischen Stil angelegt. Mit einem Umsatz von 284,7 Mio € im Jahr 2006 ist der Europark das größte Einkaufszentrum Westösterreichs. Der Umsatz je Quadratmeter Verkaufsfläche wird österreichweit nicht übertroffen. Im Jahr 2007 hat der Europark hat als erstes österreichisches Einkaufszentrum den ICSC European Shopping Center Award gewonnen und zählt damit zu den anerkanntesten Einkaufszentren Europas.[24]

Im Süden der Stadt Salzburg liegt an der Alpenstraße das SZA (Shopping Center Alpenstraße) und stadteinwärts gelegen das Einkaufzentrum Herrnau. In Innenstadtnähe liegen in Parsch am Südostabhang des Kapuzinerberges der Borromäumpoint, am Nordostabhang des Berges das Zentrum Im-Berg, am Bahnhofsvorplatz das Einkaufzentrum Forum und nächstgelegen die Kiesel-Passage. In der Altstadt selbst sind altstadtseitig vor allem die Getreidegasse und neustadtseitig die Linzergasse beliebte Einkaufstraßen. In der Stadt gibt es 2008 über 300 bewirtschaftete Nahversorgerstandorte.

Das Designer Outlet Center in Wals-Himmelreich, in nächster Nähe des Salzburger Flughafens gelegen, wird in der ersten Hälfte des Jahres 2009 mit einem besonders günstigem Warenangebot eröffnen. Dort sollen in einem Baukörper mit einer historisierend gründerzeitlichen Fassade auf etwa 25.000 m² 140 Geschäfte untergebracht werden. Damit erhält nach dem Osten Österreichs (Parndorf bei Neusiedl im Burgenland und Leobersdorf bei Wien) auch der Westen Österreichs ein großes Outlet Center.

Landwirtschaft Eine vergleichsweise geringe volkswirtschaftliche Rolle besitzt heute die Landwirtschaft. In der Stadt arbeiteten 2001 nur mehr 322 Personen. Der Viehbestand hat von 1981 bis 1999 um rund 46 % abgenommen. An Bedeutung gewinnt die Pferdehaltung für den Reitsport.

Städtepartnerschaften Die erste Städtepartnerschaft wurde 1964 mit der alten Hauptstadt der Champagne Reims (Frankreich) geschlossen. Die alte Kulturstadt mit ihrer berühmten Kathedrale war durch die Universität und das Jesuitenkolleg lange Zeit ein wichtiges geistiges Zentrum Europas. 1973 folgte als Partner Verona, die Hauptstadt der Provinz Venetien (Italien) mit seiner Weltkulturerbe-Altstadt sowie und den berühmten Opernfestspielen im großen römischen Amphitheater. León, die zweitgrößte Stadt und einstige Hauptstadt von Nicaragua zählt zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas. Salzburger Entwicklungsprojekte unterstützen diese Stadt ebenso wie Singida in Tansania, die beide seit 1984 Partnerstädte von Salzburg sind. Singida, bis 1918 zu Deutsch-Ostafrika gehörend, liegt am Fuß des Kilimandscharo abseits des Tourismus und ist auf Hilfe besonders angewiesen. Busseto in Italien ist mit seinen 10.000 Einwohnern seit 1988 ein Partner Salzburgs. Es ist in seiner musikalischen Tradition vor allem durch Giuseppe Verdi bekannt. Vilnius in Litauen, ein Zentrum weltlicher und religiöser Kultur in Osteuropa besitzt wie Salzburg zahlreiche Barockbauten und ist seit 1989 mit Salzburg partnerschaftlich verbunden. Dresden, die Hauptstadt Sachsens, an der Elbe gelegen verweist seit 1991 auf den kulturellen Austausch Salzburgs mit dem Osten Deutschlands. Kawasaki in Japan, seit 1992 Partner Salzburgs will mit dem ehrgeizigen New Era 2010 Plan als Stadt von Wissenschaft und Kultur bekannt werden. Im Südtiroler Meran (Italien) treffen Tiroler Bodenständigkeit mit südlicher Lebensart aufeinander. Die Meraner Musikwochen bieten klassischen Kulturgenuss. Die Partnerschaft mit dieser Stadt besteht seit 2000. Shanghai ist ein aufsteigender Wirtschaftsstandort Chinas. Salzburg will seit 2004 mit der Städtefreundschaft die vielfältigen Verbindungen zu China [25] intensiverien.

Persönlichkeiten → siehe auch: Liste der Persönlichkeiten der Stadt Salzburg und Liste der Ehrenbürger von Salzburg

Die Ernennung zum Ehrenbürger ist die höchste von der Stadt Salzburg zu vergebende Auszeichnung. Mit ihr verbunden sind alle Rechte eines Salzburger Bürgers ohne dessen Pflichten. Erstmals vergeben wurde die Ehrenbürgerschaft am 6. Mai 1829 an den Landschaftsmaler Johann Michael Sattler. Nach beinahe 100 Jahren wurde 1920 mit der Kammersängerin Lilli Lehmann die erste Frau zur Ehrenbürgerin der Stadt Salzburg erkoren.

Neben den zahlreichen bedeutenden Salzburger und in Salzburg wirkenden Persönlichkeiten, die in den Kapiteln 6.1 Musikstadt Salzburg, 6.2 Literatur, 6.3 Bildende Kunst und 6.4 Architektur beschrieben werden, allen voran Wolfgang Amadeus Mozart, ist in Salzburg auch die Heimat zweier Persönlichkeiten von überregionaler Bedeutung:

Christian Doppler wurde 1803 als Sohn einer wohlhabenden Steinmetzfamlilie im Haus Makartplatz 1, direkt neben dem Wohnhaus W. A. Mozarts geboren. Er wurde 1850 als Universitätsprofessor für Experimentalphysik nach Wien berufen und dort Begründer und Leiter des Physikalischen Instituts der Universität. Er entdeckte vor allem den heute vielfach angewandten "Doppler-Effekt“. Dopplers Entdeckungen bilden heute die Grundlage vieler wissenschaftlicher Arbeiten, etwa von Ernst Mach, Albert Einstein oder Werner Heisenberg. Eine Anerkennung als Pionier der Wissenschaft blieb Doppler versagt. Lungenkrank starb er bei einem Genesungsurlaub in Venedig im Jahr 1853.

Theophrastus Bombastus von Hohenheim genannt Paracelsus ist am Salzburger Sebastiansfriedhof in der Linzergasse beerdigt. 1524 und 1525 war er im Kumpfmühlhaus (Pfeifergasse 11) nächst dem "Rapplbad" zu Hause. Paracelsus, der 1525 mit den Aufständischen sympatisiert hatte, floh im gleichen Jahr überstürzt aus Salzburg und kehrte erst 1540 nach Salzburg zurück, wo er im Haus Platzl 3 wohnte und dort 1541 starb.

Literatur und Quellen Brettenthaler Josef: Salzburger Synchronik, Verlag Winter, 2005 ISBN 3-85380-055-6
Buberl Paul: Die Denkmale des Gerichtsbezirkes Salzburg, Österreichische Kunsttopographie, Band 11 , Wien, 1916
Dehio Salzburg: bearbeitet von B. Euler, E. Gobiet, H. R. Huber, R. Juffinger; Salzburg Stadt und Land, Verlag A. Schroll, Wien, 1986, ISBN 3-7031-0599-2
Dopsch Heinz u. Hans Spatzenegger: Geschichte Salzburgs, Universitätsverlag A. Pustet, Salzburg 1984 ISBN 3-7025-0197-5
Dopsch Heinz u. Robert Hoffmann: Geschichte der Stadt Salzburg, Universitätsverlag A. Pustet, Salzburg 1996, ISBN 3-7025-0340-4
Eltz-Hoffmann Lieselotte: Die Kirchen Salzburgs, Verlag Anton Pustet, Salzburg, 1993, ISBN 3-7025-0308-0
Fuhrmann Franz: Salzburg in alten Ansichten, Residenzverlag, Salzburg/Wien, 1963
Haslinger Adolf und Peter Mittermayr: Salzburger Kulturlexikon, Residenzverlag, 2001, ISBN 3-7017-1129-1
Hoffmann Robert: Mythos Salzburg. Bilder einer Stadt, Salzburg, Pustet, München, 2002 ISBN 3-7025-0425-7
Koller Fritz, Hermann Rumschöttel: Bayern und Salzburg im 19. und 20. Jahrhundert, vom Salzachkreis zur EUregio, Samson 2006. ISBN 3-921635-98-5
Hübner Lorenz: Beschreibung der hochfürstlich-erzbischöflichen Haupt- und Residenzstadt Salzburg und ihrer Gegenden, Salzburg, 1792
Magistrat Salzburg, Amt für Stadtplanung: Räumliches Entwicklungskonzept der Stadt Salzburg 2007 (REK, Entwurffassung 2008), Salzburg, 2008
Medicus Reinhard: Beiträge in Bastei des Sbg. Stadtvereins 2004: Hefte 1-4, 2005: 1-4, 2006: 1-4, 2007: 1+3, 2008: 1-4, Mitteilungen d. Ges. f. Sbg. Landeskunde 2006 + 08, Der Gardist, Zeitschrift der Sbg. Bürgergarde, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008
Messner Robert: Salzburg im Vormärz, Verband der wiss. Ges. Österreichs,. Wien, 1993 ISBN 3-85369-930-8
Paumgartner Bernhard: Salzburg, Residenzverlag, Salzburg, 1966
Rosendorfer Herbert: Salzburg für Anfänger, dtv, 2003, ISBN 978-3-423-13342-5
Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg Nr. 11: Historischer Atlas der Stadt Salzburg, Salzburg, 1999
Sedlmayr Hans: Salzburg – Stadt ohne Landschaft , Otto Müller Verlag, Salzburg, 1970
Tietze, Hans und Martin Franz: Österreichische Kunsttopographie Band IX, Die kirchlichen Denkmale der Stadt Salzburg, Wien, 1912
Zaisberger Friederike: Geschichte Salzburgs. Verlag für Geschichte und Politik, Wien 1998, ISBN 3-7028-0354-8
Zillner Franz Valentin: Geschichte der Stadt Salzburg Sonderbände der Mitteilungen der Salzburger Landeskunde, Salzburg, 1885 (Reprint)

Filme Salzburg - Im Schatten der Felsen – eine Universum-Dokumentation von Georg Riha aus dem Jahr 2006
Sound of Music - Verfilmung des Lebens der Familie Trapp
[Frei]raum - Ein Dokumentarfilm über Salzburgs Jugendkultur.

Einzelnachweise ↑ Magistrat Salzburg, Archiv und Statistisches Amt: Salzburg in Zahlen 4/2006 vom Dezember 2006
↑ http://www.zamg.ac.at/klima/klimaspiegel/?ts=1223483941, Magistrat Salzburg, Archiv und Statistisches Amt: Salzburg in Zahlen 4/2006 vom Dezember 2006, S. 6
↑ Bögle H. und K. Schmidt: Kleine Geologie der Ostalpen, Ott Vlg Thun, Schweiz, 1976, ISBN 3-7225-6247-3
↑ Magistrat Salzburg, Amt für Stadtplanung und Verkehr, Dr. Reinhard Medicus
↑ Magistrat Salzburg, Amt für Stadtplanung und Verkehr
↑ Salzburger Nachrichten vom 28/29. 4. 1984.
↑ Dehio: Salzburg Stadt und Land, Wien 1996
↑ Reinhard Medicus: Die Hellbrunner Allee und ihre Umgebung. In: Mittteilungen der Gesellschaft der Salzburger Landeskunde, 2006, im Selbstverlag, Salzburg S. 405-426
↑ Adolf Haslinger & Peter Mittermayr, Salzburger Kulturlexikon, Salzburg, 2001, S. 305
↑ Strasser Christian: The Sound of Klein-Hollywood: Filmproduktion in Salzburg, Salzburg im Film. Österreichischer Kunst- u. Kulturverlag, Wien, 1993. ISBN 3854370474
↑ Magistrat Salzburg, Archiv und Statistisches Amt: Salzburg in Zahlen 4/2006, S.6
↑ Magistrat Salzburg, Amt für Stadtplanung und Verkehr: Räumliches Entwicklungsprogramm 2007 (Entwurf)
↑ http://www.salzburg.info/gastronomie_571.htm
↑ Reinhard Medicus: Die Kopfweiden am Almkanal; aus Bastei, Zeitschrift des Sbg. Stadtvereines 2004/2
↑ Reinhard Medicus: Der Rainberg in Natur- und Kulturgeschichte; aus Bastei, Zeitschrift des Sbg. Stadtvereines 2004/1
↑ Reinhard Medicus: Der Gniglerberg (Kühberg) in Natur- und Kulturgeschichte; aus: Der Gardist, Zeitschrift der Sbg. Bürgergarde 2008
↑ http://www.sbg.ac.at/overview/studentenwohnheime.htm
↑ http://www.salzburg.gv.at/mo200708gesamt.pdf
↑ a b c d Magistrat Salzburg, Archiv und Statistisches Amt: Salzburg in Zahlen 4/2006 vom Dezember 2006
↑ http://www.musikum-salzburg.at/
↑ Magistrat Salzburg, Amt für Stadtplanung und Verk., REK 2007, Entwurf 2008
↑ http://www.salzburg.eu/de/salzburg/wirtschaft-salzburg.php
↑ http://www.stadt-salzburg.at/internet/themen/wirtschaft/t2_251840/t2_251843/t2_251846/p2_251098.htm
↑ http://www.bartenbach.com/news/news-details/article/33/12.html
↑ http://www.stadt-salzburg.at/internet/die_stadt_salzburg/t2_237413/p2_276654.htm

Siehe auch Portal: Salzburg – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Salzburg

Weblinks Wiktionary: Salzburg – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
Wikinews: Salzburg – Nachrichten
Commons: Salzburg (Stadt) – Bilder, Videos und Audiodateien
Offizielle Homepage der Stadt Salzburg
Offizielle Tourismus-Homepage der Stadt Salzburg
Plattform der Region Salzburg
Offizielle Image-Homepage von Salzburg
Salzburger Volkskultur: Dokumentation und Vermittlung von Bräuchen, Volksmusik und verwandten Inhalten im regionalen Kontext
AusklappenBezirke und Statutarstädte im Land Salzburg
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Altstadt von Salzburg | Schloss Schönbrunn und Garten | Hallstatt-Dachstein Salzkammergut | Semmeringbahn | Altstadt von Graz & Grazer Schloßberg | Altstadt von Wien | Wachau | Kulturlandschaft Neusiedlersee

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Salzburg
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Dieser Artikel behandelt die Stadt Salzburg in Österreich, weitere Bedeutungen unter Salzburg (Begriffsklärung).

Wappen Karte
DMS


Basisdaten
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: Statutarstadt (S)
Fläche: 65,678 km²
Koordinaten: 47° 48′ N, 13° 2′ O47.813.033333333333424Koordinaten: 47° 48′ 0″ N, 13° 2′ 0″ O
Höhe: 424 m ü. A.
Einwohner: 150.378 (1. Jan. 2008)
Bevölkerungsdichte: 2290 Einwohner je km²
Postleitzahl: 5020
Vorwahl: 0662
Gemeindekennziffer: 50 101
NUTS-Region: 323
Adresse der
Gemeindeverwaltung: Gemeindeverwaltung von SalzburgMirabellplatz 4
5020 Salzburg
Offizielle Website: www.stadt-salzburg.at
Politik
Bürgermeister: Heinz Schaden (SPÖ)
Gemeinderat: (2004)
(40 Mitglieder) 19 SPÖ, 9 ÖVP, 6 BL, 2 FPÖ, 4 Parteilose

Denke dir einen Garten, der mehrere Meilen im Umfang hat, in diesem unzählige Schlösser und Güter, die aus den Bäumen heraus oder durchschauen, denke dir einen Fluss, der sich auf mannigfaltigste Weise durchschlängelt, denke dir Wiesen und Äcker, wie ebenso viele Teppiche von den schönsten Farben, dann die herrlichen Straßen, die sich wie Bänder um sie herum-schlingen, und endlich stundenlange Alleen von ungeheuren Bäumen, dieses alles von einer unabsehbaren Reihe der höchsten Berge umschlossen als wären sie Wächter dieses himmlischen Thales, denke dir dieses, so hast du einen schwachen Begriff von seiner unaussprechlichen Schönheit. (Franz Schubert, 1825 (Franz Schubert, 1825)

Blick vom Mirabellgarten auf die Festung
Die Salzburger Altstadt mit Blick auf den Rudolfskai. Im Hintergrund die Festung HohensalzburgSalzburg ist die Landeshauptstadt des gleichnamigen Bundeslandes Salzburg. Die Landeshauptstadt Salzburg ist mit 150.378 Einwohnern nach Wien, Graz und Linz die viertgrößte Stadt Österreichs. Sie bildet dabei einen eigenen politischen Bezirk im Land Salzburg, der fast zur Gänze vom Bezirk Salzburg-Umgebung, auch Flachgau genannt umgeben ist. Salzburg hat mit seiner als UNESCO-Weltkulturerbe geschützten Altstadt und dem Gebiet um Schloss Hellbrunn eine besonders lange kulturelle Tradition. Durch die Salzburger Altstadt, den Salzburger Festspielen sowie durch Wolfgang Amadeus Mozart erreicht Salzburg internationale Bekanntheit.

Inhaltsverzeichnis
1 Geografie
1.1 Klima
1.2 Geologie
1.3 Stadtteile
1.4 Katastralgemeinden
1.5 Nachbargemeinden
1.6 Kleines Deutsches Eck
2 Geschichte
2.1 Frühgeschichte und bayrische Zeit
2.2 Die fürsterzbischöfliche Residenzstadt
2.3 Die österreichische Stadt Salzburg
3 Politik
3.1 Kommunalpolitik nach 1880
3.2 Kommunalpolitik nach 1945
4 Wappen
5 Sehenswürdigkeiten
5.1 Berühmte kirchliche Bauwerke
5.2 Wichtige Profanbauten, Plätze und Gassen der Altstadt
5.3 Festung Hohensalzburg
5.4 Schlösser der Fürsterzbischöfe und andere Schlösser
5.5 Schlösser im Landschaftsgarten Hellbrunner Allee
5.6 Friedhöfe
6 Kultur
6.1 Musikstadt Salzburg
6.1.1 Geschichte
6.1.2 Mozart und Salzburg
6.1.3 Salzburger Festspiele
6.1.4 klassische Musik abseits der Festspiele
6.1.5 Jazzmusik und alternative Musik
6.2 Literatur
6.3 Theater
6.4 Bildende Kunst
6.5 Architektur
6.6 Museen
6.7 Kino und Film
6.8 Veranstaltungen
7 Religiöse Gemeinschaften
8 Freizeit
8.1 Sport
8.2 Öffentliche Parks
8.3 Kulinarische Spezialitäten
8.4 Nachtleben
9 Umwelt und Ökologie
9.1 Die Salzburger Grünlanddeklaration
10 Infrastruktur
10.1 Strom- und Wasserversorgung
10.2 Abwasser- und Müllentsorgung
10.3 Gesundheitswesen
10.4 Schüler- Lehrlings- und Studentenheime
10.5 Seniorenheime und Seniorenbetreuung
10.6 Verkehr
10.6.1 Fußgänger- und Fahrradverkehr
10.6.2 Obus und öffentlicher Bus
10.6.3 Schienenverkehr
10.6.4 Innerstädtischer PKW-Verkehr
10.6.5 Autobahnen
10.6.6 Flugverkehr
11 Bildung und Forschung
11.1 Büchereien
11.2 Krabbelstuben und Kindergärten
11.3 Medien
11.4 Schulen
11.5 Erwachsenenbildung
11.6 Musikum
11.7 Universitäten und Hochschulen
12 Wirtschaft
12.1 Bedeutende Salzburger Firmen
12.2 Tourismusstadt Salzburg
12.3 Messestadt Salzburg
12.4 Einkaufsstadt
12.5 Landwirtschaft
13 Städtepartnerschaften
14 Persönlichkeiten
15 Literatur und Quellen
16 Filme
17 Einzelnachweise
18 Siehe auch
19 Weblinks

Geografie
Panorama der Altstadt mit Blick auf Festung und KapuzinerbergDie Stadt Salzburg liegt mittig im Salzburger Becken, das während der Eiszeit durch den einstigen Salzachgletscher ausgeschürft worden ist. Später wurde diese Ausschürfung durch Salzachsedimente wieder aufgefüllt. Der historische Altstadtkern liegt dabei direkt an der Salzach und wird eng umschlossen vom Festungsberg mit der Festung Hohensalzburg und dem Mönchsberg mit dessen westlichen Ausläufer, dem Rainberg. Im Osten der Altstadt befindet sich der Kapuzinerberg und der kleine Bürglstein. Im Süden erheben sich Hellbrunner Berg und Morzger Hügel. Im Ortszentrum von Altliefering liegt der Grafenhügel. Die äußere Umrahmung der Stadt und des Salzburger Beckens bildet im Südwesten von einer Seilbahn erschlossen, der 1.853 m hohe Untersberg. Der 1.288 m hohe Gaisberg erhebt sich im Osten aus dem Salzburger Becken. Im Norden umrahmt der Plainberg mit der bekannten Wallfahrtsbasilika Maria Plain das Becken. Daran schließt nordöstlich die Hügellandschaft des Flachgaus an. Im Norden reicht entlang von Salzach und Saalach ein geschlossener Auwaldgürtel ins Stadtgebiet. Der Auwald westlich der Salzach und das Hügelland der Högl, im Westen der Stadt, gehören bereits zum Landkreis Berchtesgadener Land im Freistaat Bayern. Die nächstgelegene Stadt ist Freilassing. Die Altstadt im Salzburger Becken liegt 420 - 426 m hoch. Der höchste Punkt des Stadtgebietes ist 1288 m hoch (Gaisbergsitze), der tiefste Punkt (Saalachmündung-Böschungsfuß) 404 m. Das Gemeindegebiet ist 65,68 km² groß. Davon sind 2.233 ha (34 %) Bauland, 505 ha (7,7 %) Verkehrsfäche, 108 ha (16,5 %) Wald und 342 ha Gewässer. [1].

 

Klima
Klimadiagramm der StadtSalzburg besitzt ein warmgemäßigtes Klima. Die mittlere Jahrestemperatur der Stadt Salzburg beträgt 12° C, die Julimitteltemperatur 18°, die Temperatur im Jänner im Mittel bei -2°. Die Niederschlagsmenge in der Stadt ist durch die Nordstaulage vergleichsweise hoch, sie beträgt im langjährigen Durchschnitt am Flughafen 1169 mm[2]. Im Sommer fallen die Niederschläge vor allem als Schauer oder während der Gewitter. Salzburg besitzt durch seine Nähe zum Alpenraum ausgeprägte Föhnlagen. Der Föhn zeigt sich dabei als warmer und trockener Südwind.

Geologie Die Stadt Salzburg befindet sich geologisch gesehen unmittelbar am Nordrand der Alpen. Der Gaisberg mit dem Kühberg, der Kapuzinerberg und der Festungsberg sind dabei Teil der Kalkvoralpen, die Hügelberge im Norden gehören schon zur Flyschzone und damit zum Alpenvorland[3]. Der Nordrand der Alpen verläuft damit in einer annähernd ost-westlicher Richtung quer durch die Stadt im Allgemeinen und die Altstadt im Besonderen.

Stadtteile Die Stadt gliedert sich unabhängig von den historisch vorgegebenen Katastralgemeinden, deren Grenzen in den meisten Fällen funktionell nicht mehr nachvollziehbar sind, in 21 Stadtteile.

Den historischen Kern der Stadt Salzburg bildet die Altstadt, die an die alten, bis ins Mittelalter zurückreichende Vorstädte Mülln und Nonntal anschließt. Durch Stadterweiterungen vor und nach 1900 entstand im Westen der Altstadt der Stadtteil Riedenburg. Im Raum der abgerissenen rechtsufrigen Bastionen sowie der dortigen Kasernen wuchs das Andräviertel. Nördlich des Andräviertels, im Raum vor dem neuen Hauptbahnhof, wurde der Stadtteil Elisabeth-Vorstadt geschaffen. Im Nordteil von Mülln entstand der Stadtteil Lehen.

Im wesentlichen nach 1900 haben sich die Stadtteile Aigen, Parsch, Itzling und Gneis entwickelt. Eine spätere Erweiterungen der Stadt ist auch der Siedlungsstreifen der Moosstraße in Leopoldskron-Moos. Die einst selbständigen alten Vororte Maxglan im Westen, Liefering im Nordwesten, Gnigl im Osten und Morzg wurden in der Zwischenkrieszeit immer mehr zu Stadtteilen der Stadt Salzburg.

In den Nachkriegsjahren nach 1950 entstanden schließlich die jüngsten Siedlungskerne der Stadt, nämlich Salzburg-Süd mit seinen Teilen Josefiau, Herrnau und Alpensiedlung. Auch die Stadtteile Langwied, Kasern, Taxham und Schallmoos entstanden Mitte des 20. Jahrhunderts. Isoliert liegt im Norden der junge Siedlungssplitter Schlachthofsiedlung, der nahtlos an den Siedlungsraum der Gemeinde Bergheim anschließt. Südlich von Gneis liegen die ebenfalls jungen kleinen Siedlungen Eichethofsiedlung und Birkensiedlung sowie südlich des Flughafens die Kendlersiedlung. Die Kendlersiedlung setzt sich dabei in den schom zur Gemeinde Wals gehörenden Siedlungsflecken Glansiedlung, die Häusergruppen Pointing und Loig im Walser Himmelreich fort. Außerhalb der Siedlungsräume liegen im Stadtgebiet von Salzburg die geschlossenen Landschaftsräume Hellbrunn, Gaisberg und Heuberg. [4].

Katastralgemeinden Salzburg ist heute in 14 Katastralgemeinden aufgeteilt: Salzburg, Maxglan, Morzg, Gnigl, Itzling, Aigen I, Liefering II und Leopoldskron, sowie randlich Gaisberg I, Heuberg I, Bergheim II, Hallwang II, Siezenheim II und Wals II. Der Name der Stadtteile als funktionelle Einheiten entspricht dabei in der Grenzziehung der gleichnamigen Katastralgemeinden, deren Grenzen großteils im frühen 19. Jahrhundert festgelegt wurden. Die Bezeichnung Aigen I besagt, dass die einstige Gemeinde Aigen großteils in die Stadt Salzburg eingemeindet wurde. Der verbleibende kleinere Teil wurde in den Jahren 1935 sowie 1939 unter der Bezeichnung Aigen II als eigene Katastralgemeinde der Nachbargemeinde Elsbethen zugeteilt[5].

Nachbargemeinden Freilassing Bergheim Hallwang
Wals-Siezenheim Koppl
Grödig Anif Elsbethen

Kleines Deutsches Eck Durch die besondere geografische Lage ist Salzburg verkehrstechnisch und wirtschaftlich mit den bayerischen Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein verzahnt. So führt die kürzeste Straßenverbindung zu den Städten und Gemeinden des Pinzgaus über das so genannte Kleine Deutsche Eck (Salzburg – Bad Reichenhall – Lofer), wirtschaftlich sind besonders Freilassing und Bad Reichenhall mit Salzburg verbunden. Seit 1995 bildet die Euregio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein eine politische Einheit mit etwa 700.000 Bewohnern.

Geschichte → Siehe auch Hauptartikel: Geschichte der Stadt Salzburg

Frühgeschichte und bayrische Zeit Das Gebiet der Stadt ist seit der Jungsteinzeit besiedelt. In keltischer Zeit war sie ein bedeutendes Verwaltungszentrum der keltischen Ambisontier. Die Bevölkerung wurde nach dem römischen Einmarsch 15 v. Chr. in den Raum der Altstadt übersiedelt. Die neue Stadt Iuvavum eine der wichtigsten Hauptstädte der neuen Provinz Noricum nach nach [[Germanen|Germanien.

Bischof Rupert erhielt 696 n.Chr. die Reste der Römerstadt von Herzog Theodo II. von Bayern geschenkt, um das Land im Osten und Südosten zu missionieren. Er erneuerte das Kloster St. Peter und gründete das Benediktinen-Frauenstift Nonnberg. Das salzreiche Land Salzburg und seine Grafschaften bekamen in der Folge als Teil Bayerns immer mehr Einfluss und Macht.

Die fürsterzbischöfliche Residenzstadt
Salzburg im Jahre 1791 (Radierung von A. Amon nach Franz Heinrich von Naumann)Seit der Schlacht bei Mühldorf 1322 war das Erzbistum mit dem Mutterland Bayern verfeindet, 1328 wurde Salzburg dann zum weitgehend selbständigen Staat im Heiligen Römischen Reich. 1525 belagerten aufständische Bergknappen und Bauern in Salzburg letztendlich erfolglos die Festung Hohensalzburg. Macht und Reichtum der Fürsterbischofe stiegen in der Folge weiter. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts gestaltete Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau die Stadt Salzburg Stadt neu. Auch der alte Dom wurde abgerissen. Nach dem Sturz de Erzbischofs und der Wahl von Markus Sittikus begann dieser den neuen Dom aufzubauen. Paris von Lodron gelang es durch eine kluge Neutralitätspolitik, Salzburg aus dem Dreißigjährigen Krieg herauszuhalten. Bereits wenige Jahre nach Luthers Thesenanschlag war die Mehrheit der Bürger Salzburgs dem Protestantismus gegenüber aufgeschlossen. Schon 1590 wurden aber praktisch alle protestantischen Familien des Landes verwiesen. 1772 bis 1803 wurde unter Erzbischof Hieronymus Franz Josef Colloredo von Wallsee und Mels Salzburg zum Zentrum der Spätaufklärung. 1803 wurde Salzburg auf Anordnung Napoleons säkularisiertes Kurfürstentum. 1805 wurde es zusammen mit Berchtesgaden dem neuen Kaiserreich Österreich zugeschlagen und 1810 wieder an Bayern angegliedert.

Bevölkerungsentwicklung
Datum Einwohner
1869 27.858
1880 33.241
1890 38.081
1900 48.945
1910 56.423
1923 60.026
1934 69.447
Datum Einwohner
1939 77.170
1951 102.927
1961 108.114
1971 129.919
1981 139.426
1991 143.978
2001 142.662
2007 150.269
2008 150.378

Die österreichische Stadt Salzburg 1816 fiel das Land Salzburg großteils an das Kaisertum Österreich. Die Stadt Salzburg war zuerst oberösterreichische Kreisstadt und dabei recht bedeutungslos. Nur wenige Kurgäste, Maler und Literaten verirrten sich in die Kleinstadt. 1860 wurde begonnen, die Stadtbefestigungen abzureißen, im gleichen Jahr erfolgte die Eröffnung der Bahnlinien Wien-Salzburg und Salzburg-München. Damit kamen neue Impulse. Die Stadt wuchs kräftig, Handel und Gewerbe blühten. Die schweren nachkriegsbedingte Rückschläge änderten daran nichts. 1935 und 1939 wurden angesichts ders zwischenzeitlichen Bevölkerugnswachstums verschiedene Nachbargemeinden eingemeindet. Weitere Eingemeindungen, der infrastrukturell längst zum Stadtgebiet gehörenden „Speckgürtelgemeinden” Wals-Siezenheim und Bergheim sind heute wieder geboten. Unter der NS-Diktatur kam es 1938 zu einer Bücherverbrennung auf dem Residenzplatz und zu Verhaftungen von Juden und politischen Gegnern. Damals wurde auch die Salzburger Synagoge zerstört. 1944/45 beschädigten Bombenangriffe der Amerikaner große Teile der Stadt. Oberst Hans Lepperdinger rettete 1945 die Stadt durch Befehlsverweigerung und übergab die Stadt am 4. Mai 1945 an die Amerikaner. Salzburg war nun Sitz des US-Oberkommandos. Die erste Nachkriegszeit war geprägt vom Elend der gestrandeten 35.000 Flüchtlinge. Erst mit dem beginnenden wirtschaftlichen Aufschwung konnte dieses Problem gelöst werden. Die Stadt wurde in der Folge zur wirtschaftlich erfolgreichen Handelsstadt und Messestadt. Vor allem ist die alte Residenzstadt heute aber vom Tourismus und dem zugeordneten Dienstleistungegewerbe geprägt.

Politik Bürgermeister der Stadt Salzburg ist seit 1999 Heinz Schaden (SPÖ). Bürgermeister-Stellvertreter sind Dipl.-Ing. Harald Preuner (ÖVP) und Josef Huber (SPÖ). Stadträte sind Martin Panosch (SPÖ) und Johann Padutsch (Bürgerliste).

Kommunalpolitik nach 1880 Die Stadt war in der Zeit vom Erwachen der politischen Kräfte bis zum Ende der Monarchie politisch zunehmend antiliberal geprägt und besaß starke klerikale und deutsch-nationale Kräfte, die allerdings untereinander vielfach zersplittert und verfeindet waren. Robert Preußler war 1914 der erste Sozialdemokrat im Salzburger Gemeinderat. Überhöhte Ausgaben führen um 1890 fast zum finanziellen Ruin der Stadt. Nach dem Zerfall der Monarchie wurde der Gemeinderat, nun weniger von der kaiserlichen Zentralmacht abhängig, von 30 auf 40 Mitglieder aufgestockt. Christlichsoziale, Sozialdemokraten und Deutschnationale besaßen in der Folge einen ähnlichen Stimmenanteil. Während der autoritären Zeit des Ständestaates und jener des Nationalsozialismus besaß die kommunale Selbstverwaltung kaum Freiheiten, der Gemeinderat war funktionslos bzw. weisungsgebunden.

Kommunalpolitik nach 1945 Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Richard Hildmann, der schon von 1935 bis 1938 Stadtoberhaupt gewesen war, am 5. Mai 1945 von der US-Militärverwaltung bis 1946 als provisorischer Bürgermeister eingesetzt. Die erste Nachkriegszeit war von einer engen Zusammenarbeit von SPÖ (Sozialistische Partei Österreichs) mit ihrem Bürgermeister Anton Neumayr (im Amt 1946–1951), der ÖVP (Österreichische Volkspartei) und der KPÖ (Kommunistische Partei Österreichs) geprägt. Die ersten Nachkriegswahlen der Gemeinde 1949 brachten der SPÖ 37 % und 15 Sitze im Gemeinderat, der WDU (Wahlplattform der Unabhängigen), Vorläuferin der FPÖ 30 % (12 Sitze), der ÖVP 29 % (12 Sitze) und der KPÖ 3 % (1 Sitz). Bis 1987 war der sozialistische Bürgermeister bei seiner Wahl dabei stets auf die Stimmen der WDU bzw. der FPÖ angewiesen. Von 1957 bis 1970 blieb der sehr populäre Alfred Bäck unumstritten der Spitze der Stadtregierung. Das „Salzburger Klima“ der Zusammenarbeit bleib, von Wahlkampfzeiten abgesehen bis um 1965 aufrecht, als zunehmende wirtschaftliche Verteilungsprobleme zu erhöhten Spannungen führten. Damals begann zudem schon das Stammwählerpotential der Parteien zu schrumpfen. Der Konjunktureinbruch 1973 brachte neue Probleme für die Stadtpolitik.

1972 traten erstmals Salzburger Bürgerinitiativen, damals noch erfolglos, bei der Wahl an. Vorgesehen war damals die Verbauung des Grünraumes von Freisaal und von Teilen des Landschaftsgartens der Hellbrunner Allee, gegen die die Bürgerinitiative „Schützt Salzburgs Landschaft“ ankämpfte. 1976 brachte der Gesamtverkehrsplan neue Konflikte. 1976 war die Freisaalverbauung erneut ein viel diskutiertes Streitthema. Ein mühsamer Kompromiss des Bürgermeister mit den Bürgerinitiativen um das „Landschaftskommitee Freisaal“ sah einerseits die randliche Anlage einer Universität Freisaal (Naturwissenschaftliche Fakultät) vor, anderseits ein Bekenntnis zur Altstadtuniversität. Damit wurden weitere Kontroversen vorerst verhindert. 1977 erreichte die Bürgerliste als Zusammenschluss der Bürgerinitiativen 2 Mandate und 5,5 % der Stimmen.

Der weitere Ausbau des sozialen Wohnbaues kam in der Folge durch einen Mangel an günstigem Baugrund und durch erhöhte Baukosten in Bedrängnis. Der Konflikt Wohnbau und Landschaftserhalt wurde stärker und prägt die politische Diskussion bis heute. „Was jahrelang als Gemeinwohl gefeiert wurde – nämlich Menschen ein Dach über dem Kopf zu schaffen, entartete und wurde zum Krebsgeschwür der Stadtlandschaft“ [6] Weitere Konflikte taten sich nach 1970 in der Altstadt auf. Schon 1965 hatte der Kunsthistoriker Hans Sedlmayr eindringlich auf die Demolierung und Aushöhlung wertvoller Altstadtbauten und auf den wichtigen Ensembleschutz hingewiesen. Der betont kulturbewusste Landshauptmann Dr. Hans Lechner (ÖVP) sorgte 1967, maßgeblich unterstützt durch Bürgerinitiativen für einen ersten Ensembleschutz der Altstadt, der aber nur die Fassaden erfasste. Das Alte Borromäum mit der Borromäus-Kirche, das Realschulgebäude am Hanuschplatz und nicht zuletzt das Haus Platzl 5 direkt neben der Staatsbrücke fielen trotz der Schutzbestimmungen einer Neubebauung zum Opfer. 1980 erreichten die Bürgerinitiativen um den Schauspieler Herbert Fux, den Maler Wilhelm Kaufmann und Richard Hörl einen erheblich verbesserten gesetzlichen Schutz der Altstadt. 1974 errang diese den Grünen nahe stehende Gruppierung 17,7 % der Stimmen und 7 Mandate und zog damit in die Stadtregierung ein.

Gemeinderatswahl
7. März 2004
ÖVP 17.250 27,4 %
SPÖ 27.565 43,78 %
FPÖ 6.448 10,24 %
BL 9.508 15,1 %
LIS 641 1,02 %
D92 530 0,84 %
KPÖ 1.019 1,62 %
Auch der ausufernde innerstädtische Verkehr blieb in den Folgejahren ein umstrittenes Kapitel der Stadtpolitik. Die „Innenstadtgenossenschaft“ ging nach 1960 vehement gegen die Pläne zur Errichtung einer Fußgängerzone in der Altstadt und gegen die „Abschnürung vom Verkehr“ vor. Zu Unrecht wurde ein massiver Verlust von Arbeitsplätzen der Innenstadt befürchtet. Im Zuge der Neuorientierung mit einem Vorrang des Öffentlichen Verkehr wurden, maßgeblich initiiert von der Bürgerliste zwischen 1970 und 1994 22 Busspuren errichtet. 1987 verlor die Bürgerliste drei ihrer Mandate, der umtriebige Stadtrat Johannes Voggenhuber verabschiedete sich darauf aus der Stadtpolitik. Die SPÖ unter Josef Reschen errang die absolute Mehrheit der Mandate, wobei in der Folge der pragmatische Weg des breiten Konsenses aber nicht in Frage gestellt wurde. Damals erfolgte der skandalträchtige Konkurs der ÖVP-nahen Wohnbaugesellschaft „Wohnungseigentum“, dessen Beziehungen zu Bürgermeister Reschen auch zum Rücktritt des Bürgermeisters selbst führten. 1992 formierten sich SPÖ-Dissidenten in der „Demokratie 92“ als neue politische Gruppe, blieben damit aber politisch erfolglos. Dagegen errangen die Autofahrerpartei und die Liste des früheren FP-Stadtrates Masopust 1992 je zwei Mandate. Die Bürgerliste, nun unter Johann Padutsch kehrte in die Stadtregierung zurück. Durch die Flügelkämpfe der SPÖ konnte mit Josef Dechant erstmals seit 1935 ein Politiker der (ÖVP) das Bürgermeisteramt erringen. Heinz Schaden wurde Vizebürgermeister. Nach Ablauf der Legislaturperiode und der zwischenzeitlichen Konsolidierung der Partei errang die SPÖ mit Heinz Schaden wieder das Bürgermeisteramt.

Die letzten Jahre der Stadtpolitik waren geprägt durch den Versuch einer Konsolidierung der Stadtfinanzen und einem Sparkurs der Stadtregierung. Seit 1999 wird der Bürgermeister direkt vom Volk gewählt. (Siehe auch: Liste der Bürgermeister der Stadt Salzburg)

Wappen Die älteste erhaltene Darstellung des Salzburger Stadtwappens, ein Stadtsiegel, stammt aus dem Jahr 1249 und war in dieser Form bis ins 15. Jahrhundert in Verwendung. Das heutige Stadtwappen ist eine Weiterentwicklung des spätgotischen Stadtsiegeltyps. War bis vor etlichen Jahren ein färbiges und detailreiches Wappen (siehe Bild links) in Verwendung, so ist heute seitens der Stadt ein stark stilisiertes Wappen gebräuchlich. Dieses Wappen der Stadt zeigt in schlichten Linienzügen ausgeführt umgeben von einer Stadtmauer ein mittiges Stadttor mit offenen Torflügeln. Über der Stadtmauer befinden sich ein größerer Torturm, seitlich davon stehen symmetrisch angeordnet zwei kleinere Stadttürme.

 

 

Sehenswürdigkeiten Die gesamte Altstadt wurde einschließlich der Bergstraße,der Linzergasse, der Neustadt mit dem Äußeren Stein, dem Inneren Nonntal, dem Inneren Mülln, dem Mönchsberg und dem Kapuzinerberg am 5. Dezember 1996 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Weltweit einzigartig ist auch Schloss Hellbrunn mit seinem Schlossgarten, den Wasserspielen und dem Landschaftsgarten um die alte Hellbrunner Allee. Sehenswert sind auch die historischen Kirchen der einstigen Vororte, besonders die Pfarrkirchen von Morzg, Liefering, Maxglan, Gnigl und Aigen.

Berühmte kirchliche Bauwerke
Die Fassade des Doms mit ihren drei PortalenBerühmte kirchliche Bauwerke sind als erste Barockkirche nördlich der Alpen der Salzburger Dom, 1614–28 neu errichtet, das älteste bestehende Kloster im deutschen Sprachraum Stift Sankt Peter mit der Stiftskirche Sankt Peter, und das Benediktinen-Frauenstift Nonnberg, das weltweit älteste dauernd bestehende Frauenkloster mit der Stiftskirche Nonnberg. Von herausragender Bedeutung ist als Hauptwerk des Barockmeisters Johann Bernhard Fischer von Erlach die Kollegienkirche. Nach Plänen dieses Architekten entstanden in Salzburg ferner die Dreifaltigkeitskirche, die Markuskirche, Johannsspitalkirche. Zu den großteils im gotischen Stil erhaltenen Kirchen zählen in Salzburg neben der Kirche Nonnberg die Franziskanerkirche und die Bürgerspitalkirche St. Blasius. Alte, später barockisierte Kirchen sind die Michaelskirche, die Imbergkirche und die Pfarrkirche Mülln. Die barocken Kajetanerkirche und die Erhardkirche in Nonntal wurden vom Giovanni Gaspare Zuccalli (Caspar Zugalli) entworfen, die Sebastianskirche vermutlich nach Plänen von Kassian Singer[7]. .


Die Fassade der Alten Residenz, davor der Residenzplatz
Wichtige Profanbauten, Plätze und Gassen der Altstadt Weitere Besonderheiten sind: die Alte Residenz, die Neue Residenz mit dem Glockenspiel in dem sich heute das Salzburg Museum Carolino Augusteum befindet, die Alte Universität mit Saecellum und Großer Aula, das Rathaus, der Hofmarstall (Festspielhaus) mit Felsenreitschule mit der Marstall-Pferdeschwemme, das Sigmundstor (ältester Straßentunnnel Mitteleuropas).


Blick von der Festung Hohensalzburg auf die AltstadtIn der zentralen Getreidegasse, die für den Handel schon früh eine wichtige Rolle spielte, steht das Geburtshaus von W. A. Mozart. Weitere bekannte Straßen und Plätze der historischen Altstadt sind der Domplatz mit der Mariensäule, Kapitelplatz und Kapitelgasse mit der Kapitelschwemme, der Residenzplatz mit dem marmornen Residenzbrunnen, der Mozartplatz mit dem Mozartdenkmal, der Waagplatz, sowie der Alte Markt mit dem Florianibrunnen die Sigmund-Haffner-Gasse und der angrenzende kleine Rathausplatz. Auch die Kaigasse und Krotachgasse sowie die Pfeifergasse mit dem umgebenden Kaiviertel in der Altstadt sowie die Steingasse und die Linzergasse auf der Neustadtseite haben ihren historischen Charakter bewahrt. Auch die Griesgasse (zwischen Anton-Neumayr-Platz und Staatsbrücke) die Judengasse und die Herrengasse haben die eine wichtige Bedeutung.


Ein Gebäude der Paris-Lodron-Universität, dahinter die Festung Hohensalzburg
Festung Hohensalzburg Die ältesten Teile der Festung Hohensalzburg stammen aus der Zeit des frühen Investiturstreites (1077), die nach 1200 ausgebaut wurden. Die Ringmauer um die Burg wurde in der Zeit der ersten Bauernunruhen und der ersten Bedrohung durch die Türken erst 1465-1485 und um 1500 unter Leonhard von Keutschach verstärkt und mit prunkvollen Fürstenzimmern ausgestattet. Paris Lodron erweiterte die mittelalterliche Burg zur Festung, indem er die Burg mit einen starken Außenring aus Artilleriebasteien versah. Er ließ die Hasengrabentorbastei, die Hasengrabenbasteien und die beiden Nonnbergbasteien erbauen und die sogenannte Katze erheblich verstärken. Die Festung Hohensalzburg ist mit über 7.000 m² bebauter Fläche (einschließlich der Basteien über 14.000 m²) eine der größten Burgen Europas. Sie ist Europas größte Burganlage aus dem 11. Jahrhundert sowie die größte weitestgehend erhaltene Burg Mitteleuropas. Heute ist die Festung Hohensalzburg das Wahrzeichen der Stadt Salzburg.

 

Schlösser der Fürsterzbischöfe und andere Schlösser
Schloss Mirabell mit MirabellgartenIn der Zeit des Absolutismus erbauten verschiedene Salzburger Fürsterzbischöfe am Rand der Stadt zunehmend prunkvolle Sommerresidenzen. Das älteste derartige Schloss ist Schloss Freisaal, von Erzbischof-Administrator Ernst Herzog von Bayern 1549 als Wasserschloss neu erbaut. Schloss Mirabell, ursprünglich Schloss Altenau genannt erbaute 1606/07 als Landsitz Wolf Dietrich von Raitenau für seine heimliche Ehefrau Salome von Alt. Die große Schlossanlage Hellbrunn samt dem zugehörigen Landschaftsgarten errichtete Markus Sittikus von Hohenems wesentlich in den Jahren 1613-15 (siehe folgendes Kapitel). Mit dem Bau des Schlosses Klessheim im Nordwesten der Stadt begann Fürsterzbischof Johann Ernst von Thun, abschließende Arbeiten nahm aber nach dessen Tod erst Leopold Anton von Firmian vor. Der Nachfolger von Jahann Ernst Reichsfürst Franz Anton von Harrach ließ die Arbeiten an Schloss Klessheim ruhen und ließ stattdessen vom bekannten Barockbaumeister Johann Lucas von Hildebrandt das Schloss Mirabell zu einem stattlichen Barockschloss ausbauen. Das Schloss Leopoldskron mit dem großen Schlossweiher ließ Leopold Anton von Firmian für seinen Neffen Laktanz errichten.

Ein altes Salzburger Landschloss am Gaisbergfuß, 1402 zuerst im Eigentum des Domkapitels erwähnt, ist Schloss Aigen, dessen naturnaher Schlosspark mit seinen Quellen vom 17. Jahrhundert bis ins frühe 20. Jahrhundert weitum berühmt war. Kleine Ansitze auf dem Mönchsberg sind das Johannesschlössl und das Marketenderschlössl, das Schloss Mönchstein stammt in der Bausubstanz wesentlich aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Am Hangfuß des Kapuzinerberges liegen Schloss Arenberg, Schloss Elsenheim und Schloss Fürberg. Erhaltene schlossartige Wehrbauten in Salzburg sind neben der Festung Hohensalzburg das von Paris Lodron erbaute Franziskischlössl auf dem Kapuzinerberg und das alte Schloss Neuhaus auf dem Kühberg.

 

 

Schlösser im Landschaftsgarten Hellbrunner Allee Der einzigartige Landschaftsgarten der Hellbrunner Allee zieht sich im Grünraum von Schloss Freisaal nächst der Altstadt in südlicher Richtung bis zum Schloss und Park Hellbrunn. Im Wasserparterre des Schlosses Hellbrunn finden sich eingebettet in den manieristischen Park des Staunens und Verwunderns die Wasserspiele Hellbrunn, der religiöse Wildnisgarten um den Anifer Alterbach und am Hellbrunnerberg (Waldemsberg) das Monatsschlössl und das kunstvoll aus dem Fels herausgearbeitet das Steintheater. In der Schlossachse von Hellbrunn liegt zur Salzach führend der Fürstenweg. Mit alten Gartenachsen von Hellbrunn werden als Alleen gestaltet, auch Schloss Goldenstein und Schloss Anif in den Landschaftsraum mit einbezogen. Entlang der Hellbrunner Allee liegen bald nach der Fertigstellung von Schloss Hellbrunn erbaut kleinere Adelsschlösser, die ihrerseits wieder Alleen aus kleinwüchsigen Baumarten besitzen und so den Landschaftsgarten kammartig gliedern. Die Kayserburg erinnert an den Erbauer, den hochfürstlichen Hauptmann Kayser, die Fronburg an die frühe Eigentümerin Freifrau von Frohburg. Schloss Herrnau unweit der Hellbrunner Allee hat seinen Namen nach den Auwiesen und Auwäldern der Herrenau, d.h. der Au der adeligen Herren, in der die Schlösserreihe errichtet wurde. Der Lasserhof (heute Gwandhaus) leitet sich vom Geschlecht der Lasser ab, das Schloss Emslieb und die Emsburg im Süden der Allee erinnern in ihren Namen an den Miterbauer der Schlösser, Fürsterzbischof Markus Sittikus von Hohenems. [8]

Friedhöfe Der mit Abstand größte Friedhof von Stadt und Land Salzburg ist mit 25 ha ist der 1879 erbaute Kommunalfriedhof am Rand des Stadtteiles Gneis. Wenige Meter nordwestlich des Friedhofes lag seit 1699 der zuvor aufgelassene Arme-Sünder-Friedhof bei der Richtstätte Thumegg. Der zweite große Friedhof in Aigen wurde 1891 eingeweiht, nachdem der alte Friedhof bei der Aigner Kirche zu klein geworden war. Mehrmals erweitert wurde der ins Miitelalter zurückreichende Friedhof Maxglan.


PetersfriedhofKulturhistorisch bedeutend sind die beiden erhaltenen Friedhöfe in der Salzburger Altstadt, der Petersfriedhof neben dem Kloster und der Kirche von St. Peter, dem ältesten erhaltenen Friedhof der Stadt, und dem von Wolf Dietrich von Raitenau nach dem Vorbild italienischer Campo Santo neu gestalteten Sebastiansfriedhof neben der Sebastianskirche an der Linzergasse mit dem bekannten Mausoleum des Erzbischofs.

Kleine Friedhöfe in der Stadt Salzburg sind vielfach um früheren Vorstadtkirchen angelegt, nämlich bei den Kirchen Liefering, Gnigl, Leopoldskron und Morzg. Im idyllisch gelegenen Klosterfriedhof im Benediktinen-Frauenstift Nonnberg werden seit jahrhunderten die verstorbenen Ordensangehörigen des Klosters beerdigt. Der erhaltene Friedhof der Pfarrkirche Mülln ist dagegen heute aufgelassen, ebenso der Soldatenfriedhof im Nonntaler Donnenbergpark, in dem zwischen 1803 und 1882 viele Salzburger Soldaten beerdigt wurden. Von Bedeutung ist auch der 1893 errichtete Jüdische Friedhof in Aigen. Das einzige Krematorium des Landes Salzburg wurde 1931 eröffnet.

Verschiedene Friedhöfe aus fürsterzbischöflicher Zeit sind nicht erhalten und nur als einfache Grünfläche, in der Innenstadt als Hof oder Platz erlebbar.

Kultur
Musikstadt Salzburg
Geschichte Schon unter Erzbischof Arn bestand im Austausch mit Gelehrten um Karl den Großen eine frühe Musiktradition. 870 erbat Papst Johannes VIII. angesichts des Rufes Musikstadt Salzburg den Erzbischof um eine Orgel samt Organisten für den Dienst im Vatikan. Unter Fürsterzbischof Eberhard II. wirkte hier Neidhart von Reuental, 1424 weilte hier Oswald von Wolkenstein bei Eberhard III.. Unter Pilgrim II. von Puchheim lebte am Salzburger Hof der Mönch von Salzburg, dessen volksliedhafte geistliche und weltliche Lieder bis heute Kraft und Wirkung bewahrt haben.

Unter Fürsterzbischof Matthäus Lang von Wellenburg, selbst ein begnadeter Musiker, wirkten die Komponisten Heinrich Fink, Caspar Clanner und als „König der Organisten“ (monarcha organistarum) Paul Hofhaimer. Auch der frühe protestantische Kirchenliedautor Paul Speratus lebte hier bis zu seiner Vertreibung. 1591 gründete Fürsterzbischof Wolf Dietrich die Hofkapelle und Chormusik mit zusammen 78 Musikern neu. Am 27. Jänner (Mozarts Geburtstag) 1614 eröffnete Markus Sittikus das neue Hoftheater und wurde so zum Ahnherrn der festlichen Musik- und Theaterstadt Salzburg, die später in den Salzburger Festspielen wiederbelebt werden sollte. Dabei fanden hier die ersten Opernaufführungen außerhalb Italiens statt. Besonders glanzvoll war 1628 das Einweihungsfest für den Salzburger Dom. Stephano Bernardi, der auch eigene Werke zur Aufführung brachte, leitete damals die Hofmusik.

Der Komponist Georg Muffat war 1678–1787 Hoforganist, der von Fürsterzbischof Max Gandolf sehr gefördert wurde. Als Hofkapellmeister und Leiter der Sängerknaben wirkte damals Heinrich Ignaz Franz Biber, dessen Sohn als Kapellmeister später von Leopold Mozart abgelöst wurde. Leopold Mozarts „gründliche Violinschule“ wird auch heute von Musikstudenten geschätzt. Vor Mozart wirkten hier außerdem die Komponisten Johann Ernst Eberlin und dessen Schüler Anton Cajetan Adlgasser. Salzburgs größter Sohn Wolfgang Amadeus Mozart kam 1756 zur Welt. Zwei Schüler von Johann Michael Haydn, dem bekanntesten Salzburger Kirchenmusiker waren Karl Maria von Weber und Sigismund von Neukomm. Mit dem Anschluss Salzburgs an Oberösterreich (1816) erlosch die Tradition der fürstlichen Hofkapelle, wenige Turnlehrer dienten nun als Hilfs-Instrumentalisten.


Großes Festspielhaus1841 wurde hie der „Dommusikverein und Mozarteum“ und 1847 die Salzburger Liedertafel gegründet, die Alois Taux beide bis zu seinem Lebensende leitete. 1842 leitete die Einweihungsfeier für das erste Mozartdenkmal die Tradition der Mozart-Festspiele ein, die maßgeblich gefördert von Joseph Friedrich Hummel (1841–1919) und Lilli Lehmann 1920 zur Gründung der Salzburger Festspiele führen sollten. Pater Peter Singer komponierte als einfacher Franziskanermönch viele geistliche Werke. Um 1880 wirkte im Salzburger Hoftheater der Liederkomponist Hugo Wolf. 1792 war in Salzburg Franz Xaver Gruber, der Komponist des Liedes „Stille Nacht“ zur Welt gekommen. Dessen Enkel Franz Xaver gründete 1921 den Domchor mit ehrenamtlichen Sängern neu, der unter seinem Nachfolger Joseph Messner seinen bis heute beachtlichen Ruf erhielt. Die Internationale Stiftung Mozarteum wurde 1870, die Musikschule Mozarteum 1880 gegründet. Diese Schule wurde 1914 zum Konservatorium und dann zur Hochschule bzw. zur heutigen Universität aufgewertet. Hier wirkten unter anderem Clemens Krauss, Bernhard Paumgartner und später Klaus Ager sowie Gerhard Wimberger. Nach dem ersten Weltkrieg löste sich das Mozarteum Orchester Salzburg vom Konservatorium. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden die heutige Camerata Salzburg und verschiedene weitere Chor-, Kammermusik- und Orchestergruppen. In dieser Zeit wirkten auch die Komponisten Cesar Bresgen (seit 1939) und Carl Orff (seit 1961).

Das älteste bestehende Orchester in Salzburg ist das Mozarteum Orchester Salzburg, entstanden aus dem einstigen Orchester der Lehrer und fortgeschrittenen Studenten der Akademie Mozarteum. Als Symphonieorchester von Stadt und Land Salzburg widmet es sich vorrangig der Musik der Wiener Klassik. Die Camerata Salzburg wurde 1952 als Kammerorchester von Bernhard Paumgartner als "Camarata Academia des Mozarteums Salzburg" gegründet, und wurde über 20 Jahre lang von Sandor Vegh geleitet. 1998 gründete Elisabeth Fuchs mit jungen Musikern die Junge Philharmonie Salzburg und leitet sie seitdem. Das Österreichisches Ensemble für neue Musik mit Sitz in Salzburg wurde 1975 von Klaus Ager und Ferenc Tornai gegründet und anfangs von Ager geleitet. Das kleine Stammensemble mit sehr unterschiedlichen weiteren Musikern widmet sich vor allem der zeitgenössischen Musikpflege.

Mozart und Salzburg
Wolfgang Amadeus MozartWolfgang Amadeus Mozart kam 27. Januar 1756 im Hagenauerhaus, Getreidegasse 9 als Sohn des Hofkomponisten, Vizekapellmeisters und Violinpädagogen Leopold Mozart und seiner Frau Anna Maria Pertl zur Welt. Leopold Mozart war hierher gezogen um in der angesehenen fürsterzbischöflichen Hofkapelle von Sigismund Graf Schrattenbach mitzuwirken, die damals unter der Leitung des bekannten Komponisten Johann Michael Haydn stand. Schrattenbach förderte die Familie Mozart sehr. Schon mit sieben Jahren machte Wolfgang Amadeus auf ersten Konzertreisen mit seinem Vater als Klavier und Violine spielendes Wunderkind auf sich aufmerksam. Wolfgang Amadeus wurde 1769 zum unbesoldeten Hofkonzertmeister ernannt und unter dem neu gewählten Fürsterzbischof Hieronymus Colloredo, selbst ein guter Violinspieler, 1772 zum Konzertmeister der Hofkapelle ernannt. Das musikalische Leben war aber für den freiheitsliebenden Mozart in dem kleinen Fürstentum zu beengt, die Stadt Salzburg wurde ein „Bettelort“, wo sein Genie nicht „verschlänzen“ durfte[9]. Die Aufführung großer Musiktheater war in Salzburg nicht möglich. Colloredo zeigte zudem wenig Verständnis, seinen besten Hofmusiker ständig für Tourneen zu beurlauben. Mozart kündigte daher 1781 den Dienst als Salzburger Hofmusiker und setzte seine Laufbahn als gefeierter Komponist in der Kaiserstadt Wien fort, wo er 1791 starb. In der breiten Öffentlichkeit wurde der Name und die Musik Mozarts aber erst lange nach seinem Tod allgemein bekannt. Der aus Posen stammende Schriftsteller Julius Schilling regte zuerst 1835 an, Mozart in Salzburg ein erstes Denkmal zu errichten, das 1842 enthüllt wurde. Die erste Gesamtausgabe der Werke Mozarts wurde 1876-1907 von der Stiftung Mozarteum herausgegeben. Heute erinnern in Salzburg viele Orte und Institutionen an den großen Musiker: etwa der Mozartplatz, der Mozartsteg, der Salzburg Airport W. A. Mozart, die Universität und die Internationale Stiftung Mozarteum sowie das Mozarteum Orchester Salzburg. Aus den Internationalen Musikfesten in Salzburg zu Ehren Mozarts nach 1877 entstanden 1920 die Salzburger Festspiele.

Salzburger Festspiele Die größte Veranstaltungsreihe Salzburgs mit Konzerten, Opern, Liederabenden und Schauspielen findet seit 1920 im Rahmen der Salzburger Festspiele statt. Diese Festspiele entwickelten sich aus Mozartfesten und Internationalen Musikfesten im Salzburg des 19. Jahrhunderts. Die Festspielgemeinde wurde 1917 von Max Reinhardt mit Unterstützung Hugo von Hoffmannsthals gegründet. Die erste Aufführung der Festspiele fand am 22. August 1920 vor dem Dom statt. Aufgeführt wurde der „Jedermann“ von Hoffmannsthal in der Inszenierung von Reinhardt.

Von Herbert von Karajan begründet bestehen seit 1967 als Ergänzung zu den Festspielen die Osterfestspiele und seit 1973 die Pfingstfestspiele, wobei letztere seit dem Tod Karajans wesentlich der Barockmusik gewidmet sind. Die Festspiele nutzen dabei den Saal des Großen Festspielhauses, die Felsenreitschule und das Haus für Mozart, das ehemalige Kleine Festspielhaus, aber auch den Großen Saal des Mozarteums.

klassische Musik abseits der Festspiele Konzertsäle für klassische Musik sind neben dem Wiener Saal im Mozarteum der Große Saal und der Yamaha Saal im Orchesterhaus des Mozarteum Orchester Salzburg. Der "Solitär" für Kammermusikdarbietungen und das "Große Studio" für Theateraufführungen befinden sich im Gebäude der Universität Mozarteum.

Außerhalb der Festspielzeit zählt die Internationale Stiftung Mozarteum“ mit den „Dialogen“, die vorrangig der zeitgenössischen Werkinterpretation dienen, der „Mozartwoche Salzburg und weiteren Konzerten im Großen Mozarteumssaal zu den bekanntesten Veranstaltern. Zu den Konzerten der Salzburger Kulturvereinigung gehören neben bekannten Konzertreihen vor allem die „Salzburger Kulturtage“. Auch Opern und Ballettabende werden von der Kulturvereinigung veranstaltet. Im Rahmen der Konzerte der Salzburger Bachgesellschaft wird vor allem das Werk von Barockkomponisten, besonders von Johann Sebastian Bach gewürdigt. Eine besondere Veranstaltungsreihe ist dabei die „Musik für Junge Leute“. Die aspekte Salzburg widmen sich der zeitgenössischen Musik. Sie wurden 1977 von Klaus Ager gegründet und gestalten vor allem das „internationale Festival für zeitgenössische Musik“ in Salzburg. Das Salzburger Landestheater wurde bereits im Jahr 1775 von Fürsterzbischof Colloredo zur besseren kulturellen Bildung der Salzburger als „Hoftheater“ gegründet und 1893 als Stadttheater wiederbelebt. Heute im Eigentum von Land und Stadt Salzburg erfüllt es heute mit Oper, Operette mit Schauspiel, Tanztheater und Kindertheater seit über 240 Jahren einen wichtigen kulturellen Bildungsauftrag. Im Geist der Salzburger Barockzeit belebte 1913 das Salzburger Marionettentheater Prof. Anton Aigner eine alte Salzburger Tradition wieder. Das Marionettentheater hat seither verschiedene Mozartopern, aber auch andere Musiktheaterwerke und Märchenstücke aufführt. Besonders reich ist auch das Angebot an Kammermusikveranstaltungen in Salzburg. Regelmäßige Konzerte werden hier vor allem im Rahmen der Salzburger Festungskonzerte, der Salzburger Schlosskonzerte im Schloss Mirabell und der Konzerte der Salzburger Hofmusik angeboten. Über die Grenzen Salzburgs bekannt ist das im Großen Festspielhaus aufgeführte Salzburger Adventsingen, das das Tobi Reiser 1950 gegründet, vorweihnachtliche Chor und Instrumentalmusik sowie Hirtenspiel mit volksmusikalischem Charakter darbietet.

Jazzmusik und alternative Musik Der Salzburger Jazz-Herbst findet seit 1996 statt. Dabei wirken internationale Stars des Jazz ebenso mit wie österreichische Musiker. Das Jazzit entstand 2002 aus der 1981 gegründeten Konzertreihe „Jazz im Theater“. Der alternative Jazzclub bietet daneben auch Raum für experimentelle elektronische Musik Die Veranstaltung Jazz in der Altstadt findet seit dem Jahr 2000 jedes Jahr Ende Oktober/Anfang November bei freiem Eintritt an verschiedenen Plätzen und Sälen, Lokalen und Clubs statt.

Die ARGE-Kultur Salzburg, aus der ARGE Rainberg entstanden wollte ursprünglich in ein Gebäude am Rainberg einziehen. Sie versteht sich als Protestbewegung gegen eine abgehobene Festspielkultur und ist mit ihren angeschlossenen Vereinen ein wichtiger Alternativer Kulturträger. Das Rockhouse wurde 1993 eröffnet und bietet jährlich etwa 200 Veranstaltungen. Die sechs Proberäume werden gerne von Salzburger Bands genutzt. Für Kinder und Jugendliche werden Musikworkshops gestaltet. Die Akkordeon-Initiative Akkorde - On - Stage Salzburg mit dem Akkordeon-Orchester "Viel-Harmonie" besteht seit 2004. Als Gegenpol zur eher volksmusikbezogenen Ziehharmonika werden verschiedene zeitgemäße Stilrichtungen dargestellt.

Literatur Eine der ältesten literarischen Schilderungen der Stadt Salzburg ist das Loblied, das der Nürnberger „Meistersinger“ Hans Sachs im Jahr 1549 auf die Stadt Salzburg schrieb. Franz Grillparzer, Nikolaus Lenau und Marie von Ebner-Eschenbach weilten nur kurz in Salzburg, länger dagegen der Mundartdichter Franz Stelzhamer. In den späten Jahren der k. k. Monarchie lebten hier zeitweise der Impressionist Hermann Bahr, der Novellen- und Romanautor Franz Karl Ginzkey, der Librettist, Lyriker, Dramatiker und Mitbegründer der Festspiele Hugo von Hofmannsthal, der Epiker Thomas Mann, der Essayist Stefan Zweig und der Roman- bzw. Reisebuchautor Erik Wickenburg. Der Lyriker Georg Trakl, einer der wichtigsten Vertreter des lyrischen Expressionismus ist auch durch viele bildhafte Gedichte über Salzburger Stätten bekannt. Der Dichter verbrachte einen Großteil seines kurzen Lebens in Salzburg. Im Gedenken an den Künstler wurde zu dessen 65. Geburtstag 1952 der Georg-Trakl-Preis für Lyrik geschaffen. In Salzburg lebten auch Johannes Freumbichler, dessen literarischen Werke erst durch seinen ebenfalls lange in Salzburg lebenden Enkel Thomas Bernhard weiter bekannt wurde, die Lyrikerin Erna Blaas, sowie die christlich geprägten Autoren Joseph August Lux und Georg Rendl. Gerhard Amanshauser und sein Sohn Martin Amanshauser sind durch Gedichte und Romane bekannt. In Salzburg lebten außerdem viele Jahre die bekannten Dichter H.C. Artmann, Ilse Aichinger und Peter Handke, geboren wurden hier u.a. Bodo Hell, Kathrin Röggla und Karl-Markus Gauß, gestorben sind in der Stadt Salzburg der Sprachwissenschaftler Mario Wandruszka, der Zukunftsforscher und Autor Robert Jungk und durch Selbstmord der Schriftsteller Jean Amery.

Seit 1991 prägt das Literaturgeschehen wesentlich das Literaturhaus Salzburg mit seinem Sitz im Eizenbergerhof im Stadtteil Lehen. Das Literaturhaus versteht sich dabei als Vermittler anspruchsvoller Gegenwartsliteratur. Im Eizenbergerhof arbeiten auch die Literatureinrichtungen erostepost, Autorenversammlung, prolit & Edition Eizenbergerhof, Salzburger Autorengruppe und das Salzburger Literaturforum Leselampe mit der Literaturzeitschrift SALZ. Die vielfältige Literaturgeschehen wird vom Salzburger Literaturarchiv verwaltet, das 1977 von Adolf Haslinger gegründet worden war.

Theater Neben den Aufführungen des Landestheaters und jenen im Rahmen der Salzburger Festspiele finden in der Spielsaison fast tägliche Schauspiel-Aufführungen im Schauspielhaus Salzburg, ehemals Elisabethbühne genannt statt. Das Haus ist größte freie Ensembletheater Österreichs, das mit jährlich etwa zehn Schauspielen und einem Kinderstück zwei Theatersäle bespielt. Angeschlossen sind eine Schauspielschule und ein Verlag für Kindermusicals. Auch im Toihaus, im Kleinen Theater und im Republic der SZENE Salzburg werden regelmäßig Schauspiele aufgeführt, gelegentlich aber auch im Oval, der Bühne im Europark). 1970 wurde von der Salzburger Kulturvereinigung das Salzburger Straßentheater gegründet, dass jährlich zur Festspielzeit auf einer von Pferden gezogenen Kleinbühne in Stadt und Land Salzburg viele Besucher mit Darbietungen erfreut. Ebenfalls dem Schauspiel verschrieben haben sich die JugendTheaterTage Salzburg, die im ehemaligen Zentralkino auf der Bühne der Abteilung für Schauspiel der Universität Mozarteum stattfinden.

Bildende Kunst Die Malerei des Mittelalters in Salzburg ist wesentlich vom Mönchstum geprägt. Das Antiphonar des Klosters St. Peter, (heute Österreichische Nationalbibliothek) ist eine der bedeutendsten Leistungen der mittelalterlichen Buchmalereien im Alpenraum, hier entstanden auch viele weitere Arbeiten romanischer und gotischer Buchmalerei von europäischem Rang. Bedeutend sind die hochmittelalterlichen Fresken im Kloster Nonnberg. Hier hat sich auch ein gotisches Glasfenster erhalten (Clanerfenster). Namhafte Künstler der Spätgotik sind die Salzburger Bürger Rueland Frueauf und Conrad Laib.


Deckengemälde der Dreifaltigkeitskirche von Johann Michael RottmayrDer erste im Salzburg der frühen Neuzeit bekannte Maler war wohl Hans Bocksberger. Von ihm stammen so viele Ansichten der frühneuzeitlichen Stadt Salzburg. Auch von dessen Regensburger Zeitgenossen Albrecht Altdorfer sind Bilder der Stadt erhalten. Die ersten und bekanntesten Barockmaler im süddeutsch-österreichischen Raum waren der Salzburger Johann Michael Rottmayr (Residenzgemälde, Gemälde der Kajetanerkirche und Dreifaltigkeitskirche) und Martino Altomonte (eigentlich Martin Hohenberg: Residenzgemälde) Der dritte bedeutende Maler dieses Raumes war der Paul Troger, der Hochaltarbild und Kuppelfresko der Kajetanerkirche malte, sein Deckenfresko der Sebastianskirche ging leider verloren. In der Romantik erfolgte die „Wiederentdeckung“ Salzburgs maßgeblich durch Maler. Vor allem waren Ferdinand Olivier und auch Adrian Ludwig Richter, später zudem Johann Fischbach tief beeindruckt von der Ästhetik der prunkvollen aber oft leicht modrig wirkenden Stadt und ihrer umgebenden Landschaft. Ihre Bilder verklärten Salzburg und schufen gemeinsam mit Reiseschriftstellern die frühe Grundlage für den aufkommenden Fremdenverkehren. Auch Andreas Nesselthaler, Rudolf von Alt und Hubert Sattler malten Landschaftsbilder der Stadt und ihrer Umgebung. In dieser Zeit wirkte auch der in Salzburg geborene Hans Makart, dessen üppige Bilder großen Einfluss auf die jüngere Malergeneration ausübte. Nach dem Ersten Weltkrieg wirkte in Salzburg Anton Faistauer, der in der Morzger Kirche und im Salzburger Festspielhaus großflächige Freskos schuf und zudem ungezählte Ölgemälde. Oskar Kokoschka gründete nach dem Zweiten Weltkrieg auf der Festung Hohensalzburg die bekannte Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg. In Salzburg lebten und wirkten auch die Maler Eduard Bäumer und Wilhelm Kaufmann.


Bernhard Michael Mandl: Rossebändiger der MarstallschwemmeDie mittelalterliche Bildhauerkunst war auch in Salzburg fast durchwegs sakral. Namhafte Bildhauer der Spätgotik in Salzburg waren Michael Pacher und Veit Stoß. Michael Pacher schuf für die Salzburger Franziskanerkirche einen der größten und schönsten Flügelaltäre Mitteleuropas, von dem aber nur die Madonnaskulptur erhalten ist. Aus der Schule von Veit Stoß stammt der kleine Flügelaltar der Johanniskapelle am Nonnberg. Die darstellungsfreudige Barockzeit gab den Künstlern vielfältige Aufgaben. Der namhafteste Bildhauer der Barockzeit in Salzburg war dabei Bernhard Michael Mandl, der in angeregt von italienischen Künstlern hier eigenständige Skulpturen schuf, vor allem den Rossebändiger der Marstallschwemme sowie Peter und Paul vor der Fassade des Domes. Die Kunst des frühen 18. Jahrhunderts wurde in Salzburg von Georg Raphael Donner geprägt, zu dessen Frühwerken die Marmorstiege im Schloss Mirabell zählt. Damals wirkten hier auch Sebastian Stumpfegger, Johann Georg Hitzl, und Anton Pfaffinger. Die barocke Formensprache wurde über das Rokoko vielfach bis ins frühe 19. Jahrhundert weitertradiert, als Johann Baptist Hagenauer hier seine bekannten Werke schuf (Marienstatue am Domplatz, künstlerische Ausgestaltung des Sigmundstores etc.). Ein Salzburger Künstler des Spätklassizismus ist Johann Piger. Unter den Künstlern des 20. Jahrhunderts sticht mit seinen Skulpturen in Salzburg vor allem Giacomo Manzu heraus.

Architektur
Der gotische Chor der FranziskanerkircheDie romanischen und gotischen Kirchen und die frühen Klosterbauten prägten lange die mittelalterliche Stadt und ihre Fachwerkhäuser. Der unter Bischof Konrad III. erbaute kunstvolle dreischiffige Konradinische Dom war die damals größte Basilika nördlich der Alpen. Der Hallenchor der Franziskanerkirche begonnen von Hans von Burghausen und vollendet durch Stephan Krumenauer ist bis heute das bedeutendste Werk süddeutscher Bürgergotik. Erst gegen Ende der Gotik entstehen in Salzburg die Stiftskirche Nonnberg, die Margarethenkapelle im Petersfriedhof und die Georgskapelle sowie die bekannten herrschaftlichen Säle im Hohen Stock auf der Festung Hohensalzburg.

Wolf Dietrich von Raitenau begann inspiriert von Vincenzo Scamozzi mit dem Umbau der mittelalterlichen Stadt in eine nach architektonischen Idealen der Spätrenaissance geprägten Stadt, dem „deutschen Rom“. Der vorgesehene gewaltige Dombau von Vincenzo Scamozzi kam zwar bedingt durch den Sturz des Fürsterzbischofs nie zur Ausführung, wohl aber Residenzplatz sowie die umgebaute alte Residenz mit der Dietrichsruh und die Neue Residenz. Der folgende Dombau unter Leitung von Santino Solari ist aber ebenfalls bedeutend. Er ist der erste frühbarocke Kirchenbau in Salzburg. Er wurde bahnbrechend für eine Vielzahl weitere Kirchenbauten im süddeutsch-österreichischen Raum. Markus Sittikus und Paris Lodron setzten den Umbau der Stadt mit bedeutenden Werken fort (Lustschloss Hellbrunn mit den Wasserspielen und dem herrschaftlichen Park, Fürstenresidenz, Universität, Festungsgürtel der Stadt etc.) Giovanni Antonio Daria leitete im Auftrag von Guidobald von Thun den Bau des großen Residenzbrunnens. Giovanni Gaspare Zuccalli schuf im Auftrag des gleichen Erzbischofs die Erhardkirche und die Kajetanerkirche im Süden der Altstadt.


Schloss Mirabell mit seinem Garten.Vollendet wurde die Neugestaltung der Stadt von Johann Bernhard Fischer von Erlach unter dem „Stifter“ Fürsterzbischof Johann Ernst von Thun, die als Meisterwerke des deutschen Barocks gelten. Durch Schloss Klessheim und verschiedene bedeutende Kirchenbauten: die St. Johannskirche, die Dreifaltigkeitskirche, die Ursulinenkirche und als Krönung die Kollegienkirche. Fürsterzbischof Franz Anton von Harrach ließ vom bedeutenden Baumeister Lucas von Hildebrandt das Schloss Mirabell und Teile der Residenz in hochwertiger Architektur neu gestalten. Nach Ernst Thun erlahmte allerdings der weitere Ausbau der Stadt. So besitzt die Stadt Salzburg keine Kirche im Stil des Rokoko. Sigismund Graf Schfrattenbach setzte mit dem Bau des Sigmundstores und der Marienstatue am Domplatz durch die Brüder Hagenauer einige neue Impulse. Mit der Aufteilung des früheren Fürsterzbistums Salzburg an Oberösterreich, Bayern (Rupertigau) und Tirol (Zillertal, Matrei) begann eine lange Zeit des städtebaulichen Stillstands. Erst in der Gründerzeit wurde die Stadt wieder neu belebt. Die Baumeisterdynastie Jakob Ceconi und Baron Karl von Schwarz hatten damals wesentlichen Anteil an der Gestaltung der Stadt.
In der Altstadt ist ohne Verlust des geschlossenen historischen Gesamtensembles eine aussagestarke moderne Architektur kaum umsetzbar. In den letzten Jahren entstanden dagegen außerhalb der Altstadt große und dominante moderne Bauwerke. Das Gebäude der Naturwissenschaftlichen Fakultät, am Rand des Grünraumes von Freisaal in Nonntal errichtet, ist mit seiner hohen Halle und dem ebenso hohem Wintergarten ein Kontrast innerhalb der Familie der Universitätsgebäude. Die große vorgegebene Baumasse wird kleingliedrig und funktionell ausgestaltet. Der historische Grünraum von Freisaal wird durch einen gebäudeseitige architektonisch gestalteten und freiraumseitig naturnah gestalteten Teich und durch weitere Außengestaltungselemente in die Architektur organisch miteinbezogen.


Hangar 7, Restaurant und FlugzeugmuseumDer aufwändige Glasbau des Hangar 7 am Flughafen Salzburg dient Dietrich Mateschitz und seinen Flying Bulls als öffentlich zugängliche „Schatztruhe“. Der auch außen mit schwingenden Linien auffällig gestaltete Europark in Taxham hat seit seiner Erweiterung 2004/05 mit dem Oval auch einen Saal für Theater und Kino sowie eine organische Innengestaltung mit Passagen und Ruheräumen. Das Museum der Moderne Salzburg, an der Felskante des Mönchsberges gelegen, fügt sich trotz seiner dominanten Lage und der modernen Form in eher schlichter Weise die Altstadt ein. Die Heizkraftwerke Mitte und Nord der Salzburg AG wurden zur Jahrtausendwende neu gestaltet. Direkt an der Salzach gelegen, ist das Heizwerk Mitte mit seinen hohen Türmen und großen dunklen und glatten Flächen weithin sichtbar. Das Heizkraftwerk Nord ist ein Beispiel für zeitgemäße Industrie-Architektur in Salzburg. Weithin sichtbar sind der 70 Meter hohe Kamin und die schwingend gestalteten, mit Metallplatten verkleideten Lagertanks für das Heizöl. Dieser Bau des Architektenteams Marie-Claude Beatrix, Eraldo Consolascio und Eric Maier wurde mehrfach ausgezeichnet. Die Österreichzentrale der Bausparkasse Wüstenrot in der Alpenstraße wurde 2005 von der Gruppe TSB Architekten mit einer netzartig vorgesetzten kupferfarbenen Fassade neu gestaltet. Die Salzburg AG hat 1995 ihre neue viergeschossige kompakt wirkende Zentrale (135.000 Kubikmeter Bruttorauminhalt) um einen Innenhof konzipiert an der Vogelweiderstraße in Schallmoos fertiggestellt. Sie besitzt einen künstlichen 27 Meter breiten „Wasserfall“ und ein zugehöriges 1500 Quadratmeter großes Wasserbecken, sowie angrenzend einen öffentlich begehbaren kleinen Park. Das Europa Hotel ist mit 58.0 m Höhe das höchste Gebäude der Stadt Salzburg.

Museen Die beiden größten und meistbesuchten Museen Salzburgs sind das Haus der Natur Salzburg und das Salzburg Museum. Das Haus der Natur, 1924 vom Zoologen Prof. Eduard Paul Tratz gegründet, widmet sich vorrangig den Bereichen Natur und Technik. In dieses Museum werden Ende 2008 die einstigen Museumsräume des Salzburg Museums eingegliedert, das Haus wird in vergrößerter Form Ende Februar 2009 wieder eröffnet. Das Salzburg Museum, 1834 als "Provincialmuseum" gegründet wurde bald von Kaiserinwitwe Caroline Augusta maßgeblich gefördert. Das einstige Carolino-Augusteum übersiedelte zuletzt 2007 als Salzburg-Museum in die Neuen Residenz. Das Museum widmet sich vorrangig der Kunst- und Kulturgeschichte von Stadt und Land Salzburg. An dieses Museum sind weitere Museen angeschlossen, nämlich das Panorama-Museum für das Sattler-Panorama, das Volkskundemuseum im Monatsschlössl in Hellbrunn, das Festungsmuseum, das Domgrabungsmuseum am Residenzplatz sowie das Spielzeug Museum und das Museum "Historische Musikinstrumente" im ehemaligen Bürgerspital.

Das Museum der Moderne Salzburg mit seinen Standorten am Mönchsberg und im Rupertinum widmet sich der Darstellung der zeitgenössischen bildnerischen Kunst. Das Dommuseum Salzburg zeigt neben regelmäßigen Sonderschauen die großteils rekonstruierte ehemalige fürsterzbischöfliche Wunderkammer. Die ebenfalls rekonstruierte Sammlung der Ölgemälde der Salzburger Fürsten sind in der Residenzgalerie der Alten Residenz ausgestellt. Die dortigen fürsterzbischöflichen Prunkräume sind getrennt von der Galerie ebenfalls zu besichtigen. Kleine sehenswerte Museen, die dem Schaffen Mozarts gewidmet sind, sind in Mozarts Wohnhaus und in Mozarts Geburtshaus eingerichtet. Weiteren bekannten Salzburgern sind die Georg-Trakl-Forschungs- und Gedenkstätte der Salzburger Kulturvereinigung und die Johann-Michael-Haydn-Gedenkstätte im Stift St. Peter gewidmet.

Das Salzburger Barockmuseum zeigt Bilder der ehemaligen Privatsammlung Kurt Rossachers, die aus Ölbildern, Holz- und Tonmodellen sowie einer Graphiksammlung besteht. Ausstellungen und Kammerkonzerte bereichen dieses Angebot. Die Wehrgeschichte Salzburgs zeigt das "Salzburger Wehrgeschichtliche Museum", die Geschichte der Wassernutzung das "Salzburger Wasser-Museum" am Mönchsberg. Im Jahr 1991 gründeten einige interessierte Sammler von technologischen Objekten einen Verein, den "Salzburger Technologie-Sammler und Museumsverein". Er befasst sich mit technischen Spezialgebieten (Fahrzeuge, Modellflieger, Münz-Grammophone etc.) und will mit Gleichgesinnten in Fühlung kommen.

Salzburger Firmenmuseen sind das Red Bull-Flugzeugmuseum, im bekannten Hangar-7 in Räumen der Stieglbrauerei zu Salzburg ist Stiegl's Brauwelt zu besichtigen. Weitere Firmenmuseen sind die Schaubäckerei Gerhard Flöckner, die Wachszieherei und Lebzelterei der alten Salzburger Firma Nagy & Söhne, das Gramiller Fleischermuseum, das "Museum für Handwerkskunst in Glas - Glasschleiferei und Glasbläserei" der Fa. Fritz Kreis und das Museum in der Goldschmiedewerkstätte Eligius Scheibl.

Kino und Film 1921 stellte die Salzburger Stiegl-Brauerei in Maxglan landwirtschaftliche Gebäude der neu gegründeten Firma „Salzburger-Kunstfilm“ zur Verfügung. Dort errichtete die Filmproduktionsgesellschaft ein Labor und ein Filmatelier. Der erste Dokumentarfilm war „Die Festspiele 1921“, der erste Spielfilm „Die Tragödie des Carlo Prinetti“ (1924). Die Unternehmung mit Sitz im Hotel „Österreichischer Hof“ musste schon 1925 in der schwersten Krise des österreichischen Stummfilms – Konkurs anmelden. Das Maxglaner Kino war zu seiner Zeit das zweitgrößte Kino Österreichs außerhalb der Bundeshauptstadt Wien. [10] Das Mozartkino wurde 1905 im Hotel Kasererbräu eingerichtet. Zuletzt wurde es 1987 erweitert. Der Vorläufer des Elmo Kino entstand 1947 im Turnsaal der Volksschule Plain. 1949 bauten Alfred und Else Morawetz an der Lehenerbrücke ein neues Gebäude mit einem Saal für 1000 Besucher. 1977 kam ein zweiter Saal, vier Jahre später ein dritter und vierter und nach 1980 ein fünfter Saal, der größte heute mit 435 Sitzen. Das Programm umfasst Familien- und Nischenfilme. Am Stein nächst dem Inneren Steintor befindet sich Das Kino, das dort jeden Herbst ein Bergfilm-Festival veranstaltet. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf Kulturfilmen und Retrospektiven. Am Bahnhofvorplatz liegt gegenüber dem Forum das CityCenter in dem auch das Cineplexx City Kino untergebracht ist. Einen Steinwurf außerhalb der Stadtgrenze liegt nächst dem Salzburger Flughafen das Cineplexx Airport.

Veranstaltungen Die jährlich wiederkehrenden überregional bedeutenden musikalischen Veranstaltungen sind die Mozartwoche im Januar, dem Aspekte Festival im März, den Osterfestspielen, den Begegnungen im Mai, den Pfingst-Festspielen, der SommerSzene, den Salzburger Festspielen, den herbstlichen Salzburger Kulturtagen und dem Jazz Herbst sowie dem Dialoge Festival und dem Salzburger Adventsingen (siehe auch Kapitel Salzburger Festspiele und folgende). Bekannt sind in Salzburg ferner die jährlichen Christkindlmärkte, in denen es viele bodenständige handwerkliche Erzeugnissse zu bestaunen gibt. Die bekanntesten Adventmärkte sind jene am Domplatz, am Mirabellplatz, auf der Festung Hohensalzburg und in Hellbrunn. Im Frühling findet seit 2003 jährlich der AMREF Marathon statt. Bei den "Lauffestspielen" durch die Altstadt und die alten Alleen mit ihren fürsterzbischöflichen Schlösser nehmen Teilnehmer über 30 Nationen teil. Mit dem Reinerlös baut AMREF medizinische Projekte afrikanischen Ländern auf.

Religiöse Gemeinschaften
Die Gotteshäuser in der Altstadt – Metapher einer überirdischen WeltSalzburg ist wie keine andere Landeshauptstadt durch die katholische Kirche geprägt. Dafür ist nicht zuletzt die Tatsache verantwortlich, dass bis zum Ende das Fürsterzbistums Salzburg zu Beginn des 19. Jahrhunderts Kirche und Staat nicht getrennt waren. Die Schwierigkeiten der evangelischen Gemeinde (siehe Protestantenvertreibung), der jüdischen Gemeinde und der Wiedertäufer zeugen davon. Noch heute dominieren zahlreiche Kirchtürme das Bild der Stadt, die einmal die Bezeichnung „Das nördliche Rom“ trug. Während das 18. und vor allem das 19. Jahrhundert erste Möglichkeiten für das Aufleben nichtkatholischer Glaubensgemeinschaften brachte, kam es in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bedingt durch Krieg, Vertreibung und Migration, zu einer größeren Vielfalt an verschiedenen Religionen.

Die Katholiken stellen mit 55,6 % der Stadtbevölkerung auch heute die mit Abstand größte kirchliche Gemeinschaft. Die Stadt Salzburg ist dabei in 3 Dekanate und 24 Pfarrsprengel gegliedert, die im Wesentlichen den Stadtteilen entsprechen. Zur Evangelischen Kirche AB und HB bekennen sich 6,7 % der Einwohner. Diese Glaubensgemeinschaft ist in drei Pfarrgemeinden mit den zugehörigen Kirchen in der Neustadt, in Gneis und in Taxham gegliedert. Die Gemeinschaften des orthodoxen Christentums (Russisch-Orthodoxe Kirche, Rumänisch-Orthodoxe Kirche und Serbisch-Orthodoxe Kirche) stellen 5,3 % der Bevölkerung. Die russisch-orthodoxe Kirche Maria Schutz steht dabei in Mülln, die rumänisch-orthodoxe Kirche im Osten von Schallmoos.


Gebetssaal der Muslime in SchallmoosZu den Glaubensgemeinschaften der Altkatholiken, der den Methodisten, der Neuapostolischen Kirche, der Mormonen-Gemeinde (Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage), den Zeugen Jehovas, dem Bund evangelikaler Gemeinden, der Christengemeinschaft und Freie Christengemeinde/Pfingstgemeinde bekennen sich insgesamt 1,6 % der Stadtbevölkerung. Die Katholische Kirche steht mit den orthodoxen Kirchen, der evangelischen Kirche, der Altkatholischen Kirche und den Methodisten in christlich-ökumenischen Arbeitskreisen in einem Dialog, der sich auch in regelmäßigen gemeinsam gefeierten ökumenischen Gottesdiensten zeigt.

Die Muslime stellen mit 6,8 Prozent der Stadtbevölkerung die mit Abstand größte nichtchristliche Glaubensgemeinschaft dar. Zu nichtchristlichen Religionsgemeinschaften, etwa der buddhistische Gemeinde, den Bahai, der hinduistischen Gemeinschaft und der Gemeinschaft der Sikhs bekennen sich insgesamt 0,7 % der Stadtbevölkerung. 0,06 % der Salzburger Stadtbevölkerung bekennen sich zur Israelitischen Kultusgemeinde mit der Salzburger Synagoge. Neben den etwa 10 Gebetsräumen („Moscheen“) der Muslime, vor allem in Schallmoos und Gnigl gelegen, gibt es eine jüdische Synagoge (Neustadt), einen Gurdwara der Sikhs (Schallmoos) sowie buddhistische Gebetsräume in der Rechten Altstadt, in Lehen und Liefering. Ohne religiöses Bekenntnis sind in Salzburg 17,1 Prozent der Bevölkerung. Bei 6,5 % ist das religiöse Bekenntnis gemäß Volkszählungsstatistik unbekannt.

Freizeit
Sport Die Stadt Salzburg besitzt 59 Turn- und Sporthallen, 39 Fußballplätze sowie 22 Tennisanlagen mit 68 Plätzen im Freien und 18 überdachten Plätzen. Fünf Freibäder stehen im Sommer zur Verfügung und dazu der Badesee Liefering. Das Paracelsusbad neben dem Kurhaus ist ein ganzjährig genutztes Hallenbad. 11 Stockbahnen, 3 Squash-Anlagen, eine Eisarena, 3 Minigolf-Anlagen und 7 Sportschießstätten bereichern das Angebot [11]. Etwa zehn Kilometer südlich Salzburgs befindet sich seit 1986 das Universitäts- und Landessportzentrum Rif bei Salzburg (ULSZ Rif) nördlich von Hallein. Es ist das größte Sportleistungszentrum des Bundeslandes Salzburgs und beherbergt folgende Einrichtungen: den Interfakultären Fachbereich für Sport- und Bewegungswissenschaften (IFFB) der Universität Salzburg, das Sport Land Salzburg Heeresleistungssportzentrum (HLSZ), das Leistungssport Betreuungszentrum (LBZ), das Schul Sport Modell (SSM) und den Verein der Freunde des Sportzentrums Rif (Rif Aktiv). Eine wichtige Sportstätte der Stadt ist die Sporthalle Alpenstraße. Diese Dreifachturnhalle mit einem Fassungsvermögen von 2200 Besuchern wird derzeit vor allem für Hallenfußball, Basketball, Handball, Volleyball, Tischtennis, Tennis, Rhythmische Gymnastik und Fechten genutzt.

Die Sportvereine Salzburgs sind zusammengeschlossen im ASKÖ (Arbeitsgemeinschaft für Sport und Körperkultur in Österreich, entstanden aus dem Arbeiter-Turnverein), im ASVÖ (Allgemeiner Turn und Sportverein Österreichs mit dem Turnverein) oder der christlich geprägten Sportunion. Der Salzburger Turnverein wurde 1861 gegründet (Maxglaner Turnverein seit 1902). Der älteste reine Sportclub im Bundesland Salzburg ist der Salzburger AK 1914 aus dem Nonntal. Der Arbeiter-Sportklub (ASK) Salzburg besteht seit im Stadtteil Maxglan seit 1922.

Erfolgreichster Fußballverein Salzburgs war der 1933 gegründete SV Austria Salzburg. 1994 zog der Fußballklub erstmalig gegen Inter Mailand in das UEFA-Cup-Finale ein. 2003 übersiedelte der Verein nach Wals-Siezenheim, da Salzburg mit dem Stadion Wals-Siezenheim eine neue Fußballarena, das heutige Red-Bull-Stadion erhalten hatte, in dem dann 2008 Fußball-EM-Spiele stattfanden. 2005 wurde der Verein in FC Red Bull Salzburg umbenannt, der seither eine österreichische Spitzenmannschaft darstellt, die 2006/07 auch österreichischer Meister wurde. Der Sportverein Austria Salzburg gründete sich als „moralischer“ Nachfolger neu und spielte erst in Nonntal und später in Maxglan. Der 1977 als Salzburger EC gegründete Eishockeyverein EC Red Bulls Salzburg spielt seit 2004 wieder in der ersten Liga, die Damenmannschaft Ravens Salzburg gewann in der Saison 2005/06 den Meistertitel. Im American Football gewannen die Salzburg Lions 1984 den erstmals ausgespielten österreichischen Meistertitel in dieser in Österreich noch jungen Sportart. Heute betreibt das Team als Salzburg Bulls in der zweitklassigen Division I Amateursport auf hohem Niveau.

Sportliche Großveranstaltungen sind in der Festspielstadt selten. Der Salzburg-Marathon fand erstmalig 2005 statt und führt auch durch die Altstadt. Die Straßen-Radweltmeisterschaft wurde 2006 in der Stadt Salzburg und deren Umgebung durchgeführt. An den vier Renntagen wohnten mehr als 330.000 Besucher diesem Großereignis bei, für die Organisation und Durchführung erntete die Stadt weltweit großes Lob. Während der Fußball-Europameisterschaft 2008 fanden im EM-Stadion vor den Toren der Stadt drei Gruppenspiele statt. Salzburg hatte sich für die Olympischen Winterspiele 2010 und 2014 beworben, konnte die Wahl aber jeweils nicht für sich entscheiden.

 

Öffentliche Parks Berühmte Salzburger Sehenswürdigkeiten sind der weitläufige Schlosspark von Hellbrunn mit dem großen geometrisch angelegten Garten (Wasserparterre), seinen Wasserspielen dem Steintheater und dem Monatsschlössl auf dem Hellbrunner Berg und dem einst sakral geprägten Wildnispark am Anifer Alterbach sowie der barocke Mirabellgarten samt dem Heckentheater, dem Zwergelgarten und dem Bastionsgarten. An den Mirabellgarten grenzt in der Neustadt direkt der Kurgarten an, der erhaltene Erdkern der einstigen großen Lodronschen St.- Vitalis-Bastion.

Aus alten Gartenanlagen hervorgegangen ist in Schallmoos der Baron-Schwarz-Park, der anstelle des Gartens des Schallmooshofes und des späteren weitläufigen Gartens der Baron-Scharz-Villa angelegt wurde. Der Minnesheimpark in Gnigl ist der erhaltene Rest des einstigen Gartens des Lodronschen Schlosses „Minnesheim“. Der Preuschenpark in Aigen-Abfalter war früher als Garten der „Villa Preuschen“ der frühere "Abfalterhof" genutzt. Der Stölzlpark in Maxglan-Burgfried war im frühen 20. Jahrhundert der Garten des Villenbesitzers und späteren Maxglaner Bürgermeisters sowie Landeshauptmann-Stellvertreters Dr. Stölzl.

Der Volksgarten, in Parsch, früher Franz-Josefs-Park genannt, wurde anlässlich eines 50. Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Josef I. anstelle der dortigen Brothäuslau als Naherholungsraum für die Salzburger neu gestaltet. In die gleiche Zeit fällt auch die Anlage des ältesten Teiles des Donnenbergparks in Nonntal, der mehrfach vergrößert aus dem Garten des dortigen Seniorenheimes (ehemals „Versorgungshaus Nonntal“ entstand.

Das Erholungsgebiet Salzachsee nächst der Salzachseesiedlung ist ein parkartig gestalteter Raum, der auf einer großen 1967 rekultivierten Mülldeponie angelegt wurde um samt einem Badesee und weiteren kleinen Baggerseen der Bevölkerung zur Verfügung gestellt zu werden. Unweit davon befindet sich stadteinwärts der Lehener Park, ein Rest der einstigen Lehener Au. Der Dr.-Hans-Lechner-Park in Schallmoos [12] ist ein neuer Park, den 1996 die Salzburg AG der Bevölkerung zur Verfügung stellte.

Kulinarische Spezialitäten Im Zuge der zunehmenden Salzburger Mozartverehrung erfand der Salzburger Konditor Paul Fürst 1890 die Mozartkugel, Schokoladenkugeln mit Marzipankern, die immer mehr zum kulinarischen „Wahrzeichen“ der Stadt wurde und heute von verschiedenen Firmen angeboten werden. Die Salzburger Nockerln sind eine alte Salzburger Süßspeise aus aufgeschlagenem und gebackenem gezuckerten Eigelb. Angeblich hat die heimliche Ehefrau von Wolf Dietrich von Raitenau, Salome Alt, diese Süßspeise einst erfunden. Die heute beliebten Bosna, Schweinsbratwürstel in Weißbrotwecken mit gehackten Zwiebeln und Currygewürz wurden erstmals 1949 in Salzburg angeboten.

Nachtleben Das Nachtleben in der Stadt Salzburg ist vor allem im Raum der Altstadt konzentriert, vor allem rund um den Anton-Neumayr-Platz und am Rudolfskai, wo dicht aneinander gereiht neben Bierlokalen auch Irish Pubs und andere Lokale bestehen. Irische Musik wird im "Shamrock" oder "O’Malley’s" angeboten, australische Speisen (etwa Krokotil oder Känguru) genießt man im "Koala". Das junge Publikum Salzburgs liebt das "Podium" und die "American Bar" im "Roses". Unweit des altbewährten beliebten "republic" am Anton-Neumayr-Platz mit Bar und Disco wird im "Flip" in der Gstättengasse Musik von hard’n heavy bis Hip Hop geboten. Freunde der italienischen Küche lieben das "Il Barone". Nebenan ist das Irish-Pub "Murphy’s Law", das häufig auch Sportsendungen zeigt. Am Franz-Josef-Kai haben sich Lokale mit internationaler Küche angesiedelt, etwa das "Rautz" und das "Coco Lezzone". Allen Salzburgern sehr bekannt ist das sehr geräumige und gemütliche Augustiner Bräustübl in Mülln. Am Giselakai auf der rechten Salzachseite liegen "Chez Roland" und "Daimler’s", "Bajazzo" und "Baboon-Bar". Direkt an der Salzach befindet sich der "Living Room Bazillus" mit Blick auf Altstadt und Festung. In der Steingasse haben sich zuletzt viele Lokale, Bars und Beiseln angesiedelt. Mexikanische Küche bietet hier "Pepe Gonzales", die "Shrimpsbar" Meeresfrüchte und Salate. Der "Andreas Hofer" ist ein gehoben-bodenständiges Lokal. Der "fidele Affe" in der Priesterhausgasse bietet deftige österreichische Speisen. Gleich nebenan ist der "Mattseer Stiftskeller". Das gemütliche "ARGE Beisl", bietet ebenso ebenso hervorragende warme Küche wie das "SOG", letzteres sogar bis Mitternacht. Am Hauptbahnhof wurde in den letzten Jahren ein Urban Entertainment Center, das City Center (Salzburg), errichtet. [13]

Umwelt und Ökologie Im Stadtgebiet befinden sich 41 Naturdenkmäler, großteils alte, landschaftsprägende oder kulturell bedeutsame Bäume. Unter den geschützten Landschaftsteilen ist vor allem die 1615 angelegte Hellbrunner Allee, eine der ältesten erhaltenen Alleen Europas, bedeutsam. Sie ist der größte Altholzbestand des Landes außerhalb der Gebirgsregion und so für den Artenschutz (holzbewohnende Käfer, Fledermäuse, Spechte) von besonderer Bedeutung. Im großen Bestand von Kopfweiden am Almkanal mit fast 500 Bäumen[14], sind die einzigen alten Kopfweiden im Land Salzburg. Die ununterbrochene Kopfweidentradition reicht dabei bis ins Mittelalter zurück. Die Felsensteppe am Rainberg beherbergt eine besonders trockenheitsliebende Pflanzen- und Tierwelt[15]. Seit langem kaum genutzte Waldbestände sind die Itzlinger Au, der Kühberg [16]und das Naturwaldreservat Gaisberg. Ein gut erhaltener Moorrest der Stadt ist im Nordosten das Samer Mösl.

Im Stadtgebiet sind große Teile des Grünraumes Landschaftsschutzgebiete. In der Innenstadt sind dies der Kapuzinerberg und der Grünraum Mönchsberg-Rainberg. Im Süden ist der Grünraum um Hellbrunn sowie die Hellbrnner Allee unter dem Namen Salzburg-Süd geschützt. Die dortige großteils kultivierte Moorlandschaft, als auch das Leopoldskroner Moos mit dem Leopoldskroner Weiher sind ebenfalls Landschaftsschutzgebiete.

→ Siehe auch: Liste der Naturdenkmäler der Stadt Salzburg und Liste der geschützten Landschaftsteile der Stadt Salzburg

 

 

Die Salzburger Grünlanddeklaration Im Jahr 1985 hat die Stadt Salzburg als Antwort auf die fortschreitende Zerstörung der wertvollen Stadtlandschaften eine „Grünlanddeklaration“ beschlossen und dabei eine dauerhaft unverrückbare Bauland-Grünlandgrenze festgelegt. In einer Erneuerung der Deklaration 2008 wurde diese rechtlich verankert und dabei die Dauer der Deklaration auf 30 Jahre konkretisiert. Der Flächenverbrauch für den Siedlungsbau soll mit diesem Instrument gebremst und gleichzeitig die bauliche Entwicklung innerhalb der Siedlungsgrenze durch Nachverdichtung und Nutzung unbebauten Baulandes gefördert werden.

Infrastruktur
Strom- und Wasserversorgung Die Versorgung der rund 60.000 städtischen Kunden mit Strom erfolgt zum überwiegenden Teil durch die Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation. Die Stadt verbraucht über 750 GWh an elektrischer Energie.

Auch die Versorgung mit Trinkwasser erfolgt überwiegend durch die Salzburg AG. Nur ein geringer Teil, vor allem am Gaisberg besitzt private Quellfassungen.

Zwei großen Hochbehälter am Mönchsberg und Kapuzinerberg mit je 25.000 m³ Wasser und verschiedene kleinere Hochbehälter gewährleisten eine Notversorgung mit Wasser. Der Hauptteil des Trinkwassers stammt heute aus dem Tiefenbrunnen von St. Leonhard. Bis vor wenigen Jahrzehnten versorgte noch die Fürstenbrunner Quelle vorrangig die Stadt mit Wasser. Die stets gleichbleibende Qualität sprach jedoch für den Umstieg auf Tiefenwasser, also von Grundwasser aus sehr tief liegenden Wasserhorizonten.

Abwasser- und Müllentsorgung Der Ausbau des städtischen Kanalnetzes konnte 2004 weitgehend abgeschlossen werden. Nur rund 100 entlegene Gebäude (vor allem am Gaisberg) sind nicht an das Kanalnetz angeschlossen.

Die Müllentsorgung der Stadt wird durch das Abfall-Service des Magistrates vorgenommen. Die Hausabfälle kommen dabei in die Anlage des Reinhalteverbandes in Siggerwiesen nächst Anthering und werden dort mechanisch-biologisch vorbehandelt. Seit 1994 wird Biomüll der Stadt getrennt gesammelt.

Gesundheitswesen Die beiden mit Abstand größten Spitäler sind die Christian Doppler Klinik am Südrand von Liefering und das St. Johanns-Spital in Mülln, die seit 2004 zu einer Dachgesellschaft zusammengefasst werden.

Das St. Johanns-Spital wurde dabei 1695 durch Fürsterzbischofes Johann Ernst von Thun gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine großräumige Neugestaltung und ein weitläufiger Ausbau dieses Spitales statt. Zuletzt wurde 2001 die Chirurgie West errichtet. In über 1.000 Krankenbetten werden jährlich 48.000 Patienten werden in 19 Fachabteilungen und sieben Instituten stationär betreut. Neben den beiden Spitälern besteht in Salzburg das Unfallkrankenhaus der Unfallversicherugnsanstalt am Äußeren Stein, das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder neben der Kajetanerkirche, das Diakonissen-Krankenahus in Aigen, das Dr. Pierer Sanatorium, die Privatklinik Wehrle sowie ein Sonderkrankenhaus und ein Genesungsheim für Alkohol- und Medikamentenabhängige.

Schüler- Lehrlings- und Studentenheime In sechs Schülerheimen im Rahmen von Internatsschulen mit insgesamt über 350 Heimbewohnern, in 4 Lehrlingsheimen mit über 240 Bewohnern und in 20 Studentenheimen mit über 2.000 Bewohnern (Stand 2005) bietet Salzburg auswärtigen Jugendlichen die Möglichkeit, sich in Salzburg weiterbilden. Diese Heime werden großteils von Vereinen (Salzburger Studentenwerk, Salzburger Lehrerhaus, Kolpinghaus Salzburg) sowie kirchlichen Organisationen (katholisches Hochschulwerk, evangelische Pfarrgemeinde) getragen. [17].

Seniorenheime und Seniorenbetreuung In Salzburg bestehen 13 Seniorenheime, die größten fünf davon, die Seniorenheime Hellbrunn, Itzling, Liefering, Nonntal und Taxham werden von der Stadtverwaltung geführt. Insgesamt sind in diesen Heimen (Stand 2005) gut 1600 Senioren untergebracht, in den städtischen davon gut 1000. Von der Diakonie wird im Aigner Diakonie-Zentrum zudem ein großes Haus für Senioren geführt. Neben den Heimverwaltungen bietet die Stadt Salzburg viele Seniorenveranstaltungen, Seniorenerholungsaktionen, einen Seniorenmittagstisch, sowie Essen auf Räder für Senioren an.

Verkehr
Salzburger Stadtansicht mit dem markanten MarkartstegDas Leitbild der Verkehrsplanung ist die „intelligente und nachhaltige Mobilität in der Stadt Salzburg“. Die Bürger sollen- um den ausufernden Individualverkehr zurückdrängen zu können - ihre täglichen Erledigungen in sicheren kurzen Wegen zurücklegen. Ohne Trendwende in der Verkehrsentwicklung ist eine Lösung der Probleme kaum denkbar.

Als Stadt zu beiden Seiten der Salzach besitzen die Brücken Salzburgs für den Verkehr eine besondere Bedeutung. Vom frühen Mittelalter bis 1859 war die hölzerne Stadtbrücke etwa an der Stelle der heutigen Staatsbrücke die einzige der Stadt. Bis 1788 war diese Brücke überdacht. Die nächste Salzachbrücke im Süden befand sich knapp 20 km entfernt in Hallein, die nächste im Norden knapp 20 km entfernt zwischen Laufen und seinem einstigen Stadtteil Oberndorf. Zuerst in der Mitte der Stadtbrücke, später am linken Salzachufer, wurde vom Mautner die Brückenmaut eingehoben. 1959 wurde als zweite Brücke in der Stadt die erste Karolinenbrücke - noch als Holzkonstruktion - eröffnet, ein Jahr später die Eisenbahnbrücke. Die Autobahnbrücke im Norden der Stadt, während des Zweiten Weltkrieg erbaut und 1997 neu errichtet, ist heute die am stärksten befahrene überregionale Straßenbrücke Salzburgs. Karolinenbrücke, Staatsbrücke und Lehenerbrücke besitzen ein ähnliches Verkehrsaufkommen und sind die drei wichtigsten Straßenbrücken für den innerstädtischen Verkehr. Unter Denkmalschutz steht der 1903 errichtete Mozartsteg mit seinem Jugendstilschmuck und dem Mautnerhäuschen. Die Mautpflicht für Fußgänger bestand hier bis 1921. Der 2001 neu errichtete Markartsteg ist in der Aufsicht leicht bogig gestaltet und besticht durch seine zeitgemäße Architektur.

Fußgänger- und Fahrradverkehr Vor allem im Innenstadtbereich sind viele Ziele in Salzburg auch zu Fuß schnell und bequem zu erreichen. Ein Großteil der Altstadt ist als Fußgängerzone ausgewiesen. Jene Wege, die zu Fuß zurückgelegt werden, gingen auch in Salzburg in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten stark zurück.

Eine wichtige Rolle spielt in Salzburg das Fahrrad, der Anteil des Fahrrades am Gesamtverkehr liegt bei über 20 %, und damit höher als in allen andern Landeshauptstädten. Das gesamte Radwegenetz ist (Stand 2005) 167 km lang (davon 24 km markierte Radstreifen entlang der Fahrbahn). In der Stadtverwaltung arbeitet seit 1991 ein eigener Radverkehrskoordinator. Entlang der Salzach sind parallel zu den Fußgängerwegen Fahrradwege entstanden, die stark genutzt werden. Sehr wichtig waren für diesen Radverkehr an der Salzach vor allem die Unterführungen unter den Straßenbrücken und unter den von Fußgängern stark genutzten Markartsteg. Die Salzachstege wurden für die Radfahrer verbreitert und ermöglichen ein problemloses Wechseln der Salzachseiten über die Stege (ausgenommen den Mozartsteg). Der Ausbau des Radwegnetzes in der Stadt wird schrittweise weiter verbessert.

Eine günstige Möglichkeit der Fortbewegung auf dem gut ausgebauten Salzburger Radwegenetzes bietet im Stadtgebiet von Salzburg das Citybike mit dem Leihfahrrad. Nach der Registrierung via Internet oder direkt am Terminal bei einem der Standplätze kann mit der Maestro-Karte ein Fahrrad entliehen werden. Die Benützung ist für eine Stunde kostenlos. Zur stärkeren Verzahnung von ÖPNV und Radverkehr wurden 1999 am Hauptbahnhof und später auch am Bahnhof Itzling die ersten gesicherten Fahrradgaragen errichtet; eine weitere am Hanuschplatz ist in Planung.

Obus und öffentlicher Bus Im Stadtgebiet von Salzburg übernimmt seit 1940 der O-Bus mit einem der europaweit größten Obusnetze die größte Rolle im ÖPNV. Die Streckenlänge betrug 2005 über 80 km. Die Lücken im O-Bus-System und einige Strecken in die Peripherie wie z. B. nach Freilassing oder Siezenheim erschließen die Albus-Autobuslinien. Das Netz ist hauptsächlich sternförmig ausgerichtet, einige Querverbindungen fehlen daher, das Netz wird aber kontinuierlich erweitert.

Ergänzend zu den O-Bussen sorgt ein gut ausgebautes Regionalbusnetz rund um die Stadt für Verbindungen aus dem Umland. Die genannten Verkehrsträger sind durch den Salzburger Verkehrsverbund in ein gemeinsames Tarifsystem integriert und aufeinander abgestimmt.

Der weitere Ausbau von Busspuren und Bussschleusen (Ampelregelung mit Vorrang für öffentlichen Verkehr) soll weiter ausgebaut werden.

Schienenverkehr Durch Salzburg führt die Westbahn und somit stellt die Stadt einen wichtigen nationalen wie auch internationalen Bahnknoten dar. Der Hauptbahnhof Salzburg ist den Schienenverkehr betreffend nach Wiener Bahnhöfen der am stärkten befahrene Bahnhof Österreichs. Von hier aus gelangt man auf Hauptstrecken einerseits in die Bundeshauptstadt Wien, andererseits über die Tauernbahn in Richtung Süden (Villach, Slowenien, Italien, Graz), über die Bahnstrecke München–Salzburg nach München, sowie nach Innsbruck. Zudem verkehren zahlreiche Züge der Deutschen Bahn nach Salzburg, so zum Beispiel eine InterCity Linie (Frankfurt – Salzburg), mehrere Eurocitys und Nachtzüge.

Die von Salzburg ausgehenden Bahnstrecken bedienen auch den Regionalverkehr und bieten zahlreichen Pendlern eine Möglichkeit nach Salzburg zu gelangen. Zusätzlich bestehen regionale Bahnstrecken mit Zubringerfunktion zur Stadt, wie die Strecken „Salzburg – Freilassing – Berchtesgaden“, „Salzburg – Freilassing – Mühldorf“, „Salzburg – Bürmoos – Oberndorf“, „Salzburg – Bürmoos – Trimmelkam“ und „Steindorf – Braunau“.


S-Bahnhaltestelle Salzburg-SamZu den wichtigsten Nahverkehrsträger im Zentralraum Salzburg zählt auch die S-Bahn Salzburg, welche sich immer mehr als innerstädtisches Verkehrsmittel durchsetzt und 2009 in Richtung Freilassing erweitert wird.

Innerstädtischer PKW-Verkehr Der Verkehrsanteil des motorisierten Individualverkehrs (PKW) in der Stadt ist in den letzten 10 Jahren von 39 % auf 46 % gestiegen. Als Entwicklungsziel ist daher zur Vermeidung der zunehmenden Staus eine Verringerung dieses motorisierten privaten Verkehrs vorgesehen. In den Radialstraßen der Stadt wuchs der KFZ-Verkehr von 1961 bis 2005 um 300 %, in den letzten 10 Jahren 16 %.

Für Besucher der Stadt Salzburg mit dem Auto bestehen zwei Park-and-Ride-Parkplätze am Stadtrand („Salzburg Süd“ an der Alpenstraße und „Messegelände“). Von dort ist das Zentrum mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.

Bei Anfahrt mit dem Auto in die Innenstadt ist im Sommer und zu den Stoßzeiten mit längeren Stauzeiten und Problemen bei der Parkplatzsuche zu rechnen.

Die Innenstadt ist, soweit sie nicht Fußgängerzone ist, flächendeckend als gebührenpflichtige Kurzparkzone ausgewiesen (Altstadt, Neustadt. Elisabeth-Vorstadt, inneres Schallmoos, Mülln, innere Riedenburg und der stadtnahe Teil von Nonntal), die umgeben ist von gebührenfreien Kurzparkzonen.

Autobahnen
Flughafen SalzburgIm Knoten Salzburg laufen die Autobahnen A1 (Wien – Salzburg), A8 (München – Salzburg) und die A10 (Salzburg – Villach) zusammen, welche zusammen im Westen der Stadt einen Halbring bilden. Auf- und Abfahrten im Stadtgebiet sind Salzburg Nord, Salzburg Messegelände (Halbanschluss), Salzburg Mitte, Salzburg Klessheim, Salzburg Siezenheim (Halbanschluss), Salzburg Flughafen, Salzburg West und Salzburg Süd. Ein Teil der A1 kann inzwischen als Stadtautobahn angesehen werden. Der häufige Stau auf den Autobahnabschnitten in der Stadt könnte durch einen weiteren Ausbau der Autobahn gemildert werden.

Flugverkehr Salzburg verfügt mit dem W. A. Mozart Airport über den zweitwichtigsten Flughafen in Österreich. 2006 wurden 1.878.266 Fluggäste befördert [18] die Tendenz ist vor allem wegen des starken Wintertourismus in der Region stark steigend.

 

 

Bildung und Forschung → Siehe auch: Bildungssystem in Österreich

Büchereien Die Stadtbücherei mit der Mediathek zählt mit über 1000 täglichen Besuchern zu den beliebtesten Serviceeinrichtungen der Stadt. Die derzeit im Schloss Mirabell untergebrachte Bücherei wird 2009 nach Lehen übersiedeln. Die Stadtbücherei gliedert sich in die Bereiche Hauptbücherei, Kinderbücherei, Mediathek (Franz-Josef-Str. 4) und dem Bücherbus mit seinen wechselnden Standorten.

Die Universitätsbibliothek ist vorrangig eine Bildungseinrichtung für Studenten, Akademiker, Lehrer und Wissenschaftler. Zur Universitätsbücherei zählen auch die einzelnen Fakultätsbibliotheken und die Fachbereichsbibliotheken. Auch die Universität Mozarteum (Universitätsbibliothek Mozarteum) und die Internationale Stiftung Mozarteum (Bibliotheca Mozartiana) besitzen eigene umfangreiche Büchereien.

Krabbelstuben und Kindergärten In der Stadt Salzburg bestehen 2008 30 Krabbelstuben mit mehr als 600 Plätzen und weiteren gut 200 Tageselternplätzen. Über 65 Prozent der Kinder im Kindergartenalter (3 - 6 Jahre) werden in den 31 Kindergärten der Stadt betreut, die auch nachmittags zur Verfügung stehen.[19]

Medien Die Salzburger Nachrichten verstehen sich als überregionale Tageszeitung mit einem Leser-Schwerpunkt in Stadt und Land Salzburg. Die Auflage der Zeitung beträgt fast 100.000, damit werden fast 300.000 Leser erreicht, davon 200.000 im Land Salzburg. Das Salzburger Fenster wurde 1979 als Gratiszeitung gegründet. Es erscheint heute weitgehend als Wochenzeitung (Leserkreis fast 400.000). Seit 2004 erscheinen in der Stadt wöchentlich die kostenfreien Stadt-Nachrichten (Salzburger Woche), die am Wochenende auch Beilage der Salzburger Nachrichten sind. Die Salzburger Volkszeitung (SVZ) ist mit 8.500 verkauften Zeitungen die kleinste Tageszeitung Österreichs. Bis 2005 war sie die Parteizeitung der Salzburger ÖVP, sie ist nach ihrem Verkauf aber unabhängig. Der frühere Asphalter, jetzt Apropos genannt, ist eine Zeitung, die im Rahmen eines Sozialprojektes vorwiegend von Arbeitslosen verfasst und von solchen auch verkauft wird.

Das ORF Landesstudio Salzburg in Salzburg-Nonntal ist als Außenstelle des Österreichischen Rundfunks tätig. Das Bauwerk wurde übrigens 1972 vom Wiener Architekten Gustav Peichl entworfen und steht unter Denkmalschutz. Hier werden das die Sendungen von Ö2 (früher Ö Regional) hergestellt, von Radio Salzburg und die TV-Nachrichtensendung Salzburg Heute, sowie zahlreiche Radiosendungen für den Klassiksender Ö1. Die 1998 gegründete Radiofabrik - Freier Rundfunk Salzburg ist das einzige freie Radio Salzburgs. Das Programm wird ausschließlich von freiwilligen Mitarbeitern gestaltet. Träger ist ein gemeinnütziger Verein. Gesendet wird auf den Frequenzen 107,5 und 97,3. Salzburg TV ist ein Regionalsender mit Sitz in Wals-Himmelreich im Eigentum von Red Bull.

Schulen In den 21 Salzburger Stadtteilen befinden sich insgesamt 26 Volksschulen, 9 Hauptschulen und 7 Sonderschulen.

Von den insgesamt 14 Gymnasien werden 3 Gymnasien von kirchlichen Institutionen geführt. Insgesamt besuchten im Schuljahr 2005/06 über 8000 Schüler diese Gymnasien. Zum Schulzentrum Nonntal zählen an der Akademiestraße drei Gymnasien und die Pädagogische Akademie, in der Josef-Preis-Allee drei weitere Gymnasien. In Verbindung mit dem in Bau befindlichen Unipark-Nonntal wird die Schulstadt Nonntal zu einer geschlossenen Einheit und der zentrale Bildungsstandort der Stadt. Neben den Gymnasien bestehen in Salzburg 6 berufsbildende höhere Schulen, die 2005/06 gut 3500 Schüler besuchten. Eine weitere Schule in Salzburg ist die Rudolf-Steiner-Schule (Waldorf-Schule) mit mehr als 200 Schülern (2005/06).[19]

Erwachsenenbildung Einen großen Teil der Erwachsenenbildung leistet in über 1000 Kursen und über 10.000 Kursteilnehmern die Salzburger Volkshochschule mit einem sehr breit gefächerten Angebot. Auch das kirchliche Bildungshaus St. Virgil (ca. 40.000 Teilnehmer), das Katholische Bildungswerk Salzburg, das Salzburger Bildungswerk und das Ländliche Fortbildungsinstitut Salzburg der Landwirtschaftskammer arbeiten in der Erwachsenenbildung. In der beruflichen Fortbildung ist das Berufsförderungsinstitut der Kammer für Arbeiter und Angestellte und das Wirtschaftsförderungsinstitut der Wirtschaftskammer tätig.

Musikum Das Musikum Salzburg, die Schule für Musik Tanz und Theater mit seinen gut 2500 "Schülern" vom Vorschulalter bis zum Senioren widmet sich vor allem der außerschulischen Instrumentalerziehung. Hier wird zudem chorische, tänzerische oder schauspielerische Ausbildung angeboten [20].

Universitäten und Hochschulen In Salzburg sind fünf Universitäten und Hochschulen angesiedelt. Die älteste davon ist die Paris-Lodron-Universität Salzburg, die 1622 gegründet wurde, aber in der Zeit von 1810 bis 1962 aufgelassen war. Die Universität gliedert sich in die vier klassischen Fakultäten (katholische) Theologie, Rechtswissenschaften, Kultur- und Gesellschaftswissenschaften und Naturwissenschaften.

Das Universität Mozarteum wurde 1841 als Musikschule eingerichtet und ist (abgesehen von 1939–1953) seit 1970 eine Hochschule. Es werden vor allem Konzertfachstudien angeboten (Streicher, Bläser, Zupfinstrumente, Schlagzeug, Tasteninstrumente, Gesang) aber auch pädagogisch orientierte Fächer sowie Studienmöglichkeiten in den darstellenden Künsten Schauspiel, Bühnenbild und Regie.

Mit der Paracelsus Medizinische Privatuniversität wurde die an der Universität Salzburg fehlende medizinische Fakultät 2003 als private Universität gegründet. Ein Drittel der Finanzierung kommt dennoch von staatlicher Seite. Angeboten werden die Studiengänge Humanmedizin, Pflegewissenschaften sowie ein Postgraduate Studium der Molekularen Medizin. Die klinische Ausbildung der Studierenden erfolgt an den Universitätskliniken Salzburg. Die PMU kooperiert bei der praktischen Ausbildung außerdem mit Krankenhäusern in Bayern, bis hin zum Klinikum Rosenheim.

Die Fachhochschule Salzburg besteht seit 1995 und wurde 2005 vom Norden des Stadtgebiets in die südlich gelegene Gemeinde Puch bei Hallein verlegt. Sie bietet technische, wirtschaftliche, kreativ-gestalterische Studiengänge sowie Studiengänge im Bereich Gesundheit und Soziales an.

Die Salzburg Management Business School wurde 2001 eingerichtet und hat fünf Gesellschafter, zu denen auch die Universität Salzburg gehört. Angeboten werden ausschließlich Masterstudiengänge für Wirtschaftsstudenten.

Wirtschaft Die Stadt Salzburg ist das Wirtschaftszentrum einer Region, die im Norden bis nach Oberösterreich und im Westen bis in bayerischen Landkreise reicht. Im Jahr 2008 arbeiten in fast 8.000 Betrieben der Stadt Salzburg über 100.000 Beschäftigte. Rund 80 % dieser Beschäftigten arbeiten im Dienstleistungssektor, vor allem im Fremdenverkehr. Mit über 1,8 Millionen Nächtigungen liegt Salzburg in Österreich nach Wien auf dem zweiten Platz vor Innsbruck (1,17 Nächtigungen) und Graz (730.000 Nächtigungen). Die günstige geographische Lage und die guten Verkehrsanbindungen machten Salzburg zu einer bedeutenden Handelsdrehscheibe. Salzburg ist aber auch einer der wichtigsten Standorte für Banken, Versicherungen und andere Wirtschaftsdienste.

Die Stadt Salzburg und der angrenzende Flachgau präsentieren sich auch als attraktiver Standort für viele größere und kleinere Unternehmen und sind der wirtschaftliche Motor des gesamten Bundeslandes. Das kontinuierlich steigende Wirtschaftswachstum des Bundeslandes Salzburg liegt an zweiter Stelle hinter jenem Wiens, wobei sich die Wirtschaftskraft des gesamten Bundeslandes vor allem im bestens erschlossenen Zentralraum um die Landeshauptstadt selbst und dem (im Flachgau und Tennengau gelegenen) so genannten Speckgürtel rings um die Stadt Salzburg ballt. Die Betriebe der Stadt (60 %) und des Flachgaus (30 %) erzielten z. B. im Jahr 2005 gemeinsam 90 % des Gesamtumsatzes des Bundeslandes. Die restlichen Prozente verteilen sich auf die Gebirgsgaue (Tennengau 3 %, Pongau 3 %, Pinzgau 3 %, Lungau 1 %). Die günstige geographische Lage

In der Stadt Salzburg waren im Jahr 2001 gemäß Volkszählung 86.743 Arbeitnehmer beschäftigt, davon im Handel 15.548, in der Produktion 8430, im Bereich Hotel und Gaststätten 4868 und den Dienstleistungen 9657 [21]. Das monatliche Durchschnittseinkommen von Arbeitern und Angestellten betrug in der Stadt (2005) 1998 € (Männer 2.426 €, Frauen 1.606 €).

 

 

Bedeutende Salzburger Firmen Salzburg wird als Wirtschaftsstandort wesentlich auch von den Sitzen bekannter internationaler Firmen geprägt. Der größte Wirtschaftsbetrieb in Salzburg und einer der größten Österreichs ist mit 11,80 Mrd € Umsatz (Stand 2006) die Porsche Holding GmbH, die im Kraftwagen-Import, Export und Handel aber auch in der Verwaltung von Grundstücken und Realitäten tätig ist. Das Salzburger Privatunternehmen wurde 1947 von den Kindern Ferdinand Porsches, Louise Piëch und Ferry Porsche gegründet. Ihr Hauptsitz befindet sich in den Gebäuden Vogelweiderstraße 75. An zweiter Stelle folgt mit 4,21 Mrd € Umsatz die Österreichische Warenhandels-AG SPAR, deren österreichischer Firmenhauptsitz sich Salzburg-Taxham befindet und im Groß- und Einzelhandel von Lebensmitteln arbeitet. Diesem Unternehmen gehört auch der Europark in Taxham, aber auch der Sportartikelfirma Hervis.

Der breiten Öffentlichkeit weniger bekannt ist die MB-Automobilvertriebsges.m.b.H. (836 Mio. Umsatz) der Pappas-Gruppe, die im Großhandel von Kraftswagenteilen führt. Der Energie- und Wasserversorgung und dem öffentlichen Verkehr widmet sich die „Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation“ (825 Mio). Der Veranstalter von Urlaubsreisen TUI Reisecenter Austria GmbH besitzt 709 Mio Umsatz. Die größte und älteste österreichische Bausparkasse ist die Wüstenrot Versicherungs-AG (560 Mio). Bedeutend sind auch die beiden Kraftwagen-Importfirmen BMW Austria GmbH (486 Mio) und Mercedes-Benz Österreich Vertriebs GmbH (484 Mio). Die Firma Conoco Phillips Austria GmbH (423 Mio) betreibt in Salzburg einen Großhandel mit Mineralölerzeugnissen. Im Gesundheitswesen tätig ist die Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebs GmbH (300 Mio). Die größte Spedition Salzburgs ist die Lagermax Lagerhaus und Speditions AG (283 Mio), die neben der Güterbeförderung auch einen Paketdienst, Fahrzeuglogistik und Expressdienste anbietet. Die Daimler Chrysler Financial Services Austria GmbH (260 Mio) ist ebenso im Bereich Fahrzeugleasing tätig wie die BMW Austria Leasing GmbH (183 Mio). Einen Großhandel mit Sportartikeln betreibt die Firma Austria Puma Dassler GmbH (239 Mio). Dem Handel mit Kraftfahrzeugen dienen die Firmen Tschann Nutzfahrzeuge GmbH (155 Mio., Einzelhandel und Werkstätte) und Suzuki Austria Automobilhandels GmbH (150 Mio, Großhandel). Sehr bekannt ist in Salzburg die Stieglbrauerei zu Salzburg (142 Mio). Der Erzeuger von Beschlägen für Fenster und Türen, die Firma Mayer & Co Beschläge GmbH MACO setzt jährlich 110 Mio um, der Versandhandel Universal Versand GmbH in Salzburg 109 Mio. Gewürze für Gastronomie und Lebensmittelerzeuger stellt die Wiberg GmbH (106 Mio) her.[22]

Tourismusstadt Salzburg Der Tourismus der Stadt Salzburg ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. In den Jahren zwischen 2000 und 2007 nahmen die Übernachtungen der Touristen in der Stadt Salzburg um 31 % zu. Von dieser Entwicklung sind nicht nur die Gastgewerbebranche Nutznießer, sondern auch der Handel, die Verkehrsträger, kulturelle Einrichtungen und verschiedene Dienstleistungsbetriebe. Im Jahr 2005 kamen in Salzburg über 1.000.000 Gäste an, die Nächtigungszahl der Salzburg-Besucher lag bei fast 1,900.000. Aus dem Inland kamen dabei im Jahr 2005 485.000 Gäste. Die größte nichtösterreichische Touristengruppe stammt aus dem angrenzenden Deutschland etwa (350.000). Aus den USA kamen 2005 etwa 170.000 Touristen, aus Italien 160.000, aus Großbritannien 116.000, aus Japan 66.000 und aus der Schweiz 51.000.[19] Auch die Tagesgäste sind dabei wirtschaftlich bedeutend. 5,5 Millionen Tagestouristen gaben 2007 etwa 137 Mio Euro aus und sicherten damit rund 1.800 Vollarbeitsplätze in der Stadt. [23]

Messestadt Salzburg Neben seiner Bedeutung als Tourismus-, Kultur-, Universitäts- und Sportstadt erlangt Salzburg durch das Messezentrum auch als Messestadt immer mehr an Bedeutung. Der Salzburg Congress beherbergte im Jahr 2005 199 Veranstaltungen, davon 34 internationaler Art. Im Messezentrum fanden 2005 20 Veranstaltungen mit über 250.000 Besuchern.[19] Die 15 ringförmig angelegten Hallen im Südosten des Stadtteiles Liefering besitzen eines Fläche von insgesamt 35.000 m². Ein weiterer Ausbau des Messezentrums ist vorgesehen. Direkt neben dem Messezentrum steht die neu errichtete große und vielfältig nutzbare Veranstaltungshalle „Salzburgarena“.

Einkaufsstadt Das bekannteste und größte Einkauszentrum Salzburgs ist der Europark im Stadttteil Taxham. Der Europark wurde 1995-97 nach Plänen von Architekt Massimiliano Fuksas errichtet und besaß in seiner ersten Ausbaustufe 320 Meter Länge und 120 Meter Breite mit insgesamt 75 Geschäften. Das natürliche Licht unter dem Glasdach des Innenhofes und den seitlichen Gängen in Verbindung mit einer individuellen Beleuchtung der Geschäfte sorgten von Beginn an für angenehme Helligkeit. Die Erweiterung Europark II vom gleichen Architekten brachte organisch ovale Formen in die Architektur des Gesamtbaues. Die aufgesetzten drei stählernen ovalen Dachkonstruktionen erinnert an Salzburger Stadtberge oder an Inseln. Mit der Erweiterung 2005 besitzt der Europark nun über 130 Geschäfte. Neben dem Europark wurde der IKEA Möbelmarkt eröffnet.

Die gemeinsame Garage mit einen 2.700 Stellplätzen und 100.000 m² Fläche gilt als größte Tiefgarage Europas auf einer Ebene. Der Europark besitzt mit dem Oval einen eigenen Veranstaltungssaal für 250 Besucher von Konzerten, Kabarett und Kino. Zwischen Europark und IKEA wurde die Europark Piazza, als 5.000 m² großer Platz im italienischen Stil angelegt. Mit einem Umsatz von 284,7 Mio € im Jahr 2006 ist der Europark das größte Einkaufszentrum Westösterreichs. Der Umsatz je Quadratmeter Verkaufsfläche wird österreichweit nicht übertroffen. Im Jahr 2007 hat der Europark hat als erstes österreichisches Einkaufszentrum den ICSC European Shopping Center Award gewonnen und zählt damit zu den anerkanntesten Einkaufszentren Europas.[24]

Im Süden der Stadt Salzburg liegt an der Alpenstraße das SZA (Shopping Center Alpenstraße) und stadteinwärts gelegen das Einkaufzentrum Herrnau. In Innenstadtnähe liegen in Parsch am Südostabhang des Kapuzinerberges der Borromäumpoint, am Nordostabhang des Berges das Zentrum Im-Berg, am Bahnhofsvorplatz das Einkaufzentrum Forum und nächstgelegen die Kiesel-Passage. In der Altstadt selbst sind altstadtseitig vor allem die Getreidegasse und neustadtseitig die Linzergasse beliebte Einkaufstraßen. In der Stadt gibt es 2008 über 300 bewirtschaftete Nahversorgerstandorte.

Das Designer Outlet Center in Wals-Himmelreich, in nächster Nähe des Salzburger Flughafens gelegen, wird in der ersten Hälfte des Jahres 2009 mit einem besonders günstigem Warenangebot eröffnen. Dort sollen in einem Baukörper mit einer historisierend gründerzeitlichen Fassade auf etwa 25.000 m² 140 Geschäfte untergebracht werden. Damit erhält nach dem Osten Österreichs (Parndorf bei Neusiedl im Burgenland und Leobersdorf bei Wien) auch der Westen Österreichs ein großes Outlet Center.

Landwirtschaft Eine vergleichsweise geringe volkswirtschaftliche Rolle besitzt heute die Landwirtschaft. In der Stadt arbeiteten 2001 nur mehr 322 Personen. Der Viehbestand hat von 1981 bis 1999 um rund 46 % abgenommen. An Bedeutung gewinnt die Pferdehaltung für den Reitsport.

Städtepartnerschaften Die erste Städtepartnerschaft wurde 1964 mit der alten Hauptstadt der Champagne Reims (Frankreich) geschlossen. Die alte Kulturstadt mit ihrer berühmten Kathedrale war durch die Universität und das Jesuitenkolleg lange Zeit ein wichtiges geistiges Zentrum Europas. 1973 folgte als Partner Verona, die Hauptstadt der Provinz Venetien (Italien) mit seiner Weltkulturerbe-Altstadt sowie und den berühmten Opernfestspielen im großen römischen Amphitheater. León, die zweitgrößte Stadt und einstige Hauptstadt von Nicaragua zählt zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas. Salzburger Entwicklungsprojekte unterstützen diese Stadt ebenso wie Singida in Tansania, die beide seit 1984 Partnerstädte von Salzburg sind. Singida, bis 1918 zu Deutsch-Ostafrika gehörend, liegt am Fuß des Kilimandscharo abseits des Tourismus und ist auf Hilfe besonders angewiesen. Busseto in Italien ist mit seinen 10.000 Einwohnern seit 1988 ein Partner Salzburgs. Es ist in seiner musikalischen Tradition vor allem durch Giuseppe Verdi bekannt. Vilnius in Litauen, ein Zentrum weltlicher und religiöser Kultur in Osteuropa besitzt wie Salzburg zahlreiche Barockbauten und ist seit 1989 mit Salzburg partnerschaftlich verbunden. Dresden, die Hauptstadt Sachsens, an der Elbe gelegen verweist seit 1991 auf den kulturellen Austausch Salzburgs mit dem Osten Deutschlands. Kawasaki in Japan, seit 1992 Partner Salzburgs will mit dem ehrgeizigen New Era 2010 Plan als Stadt von Wissenschaft und Kultur bekannt werden. Im Südtiroler Meran (Italien) treffen Tiroler Bodenständigkeit mit südlicher Lebensart aufeinander. Die Meraner Musikwochen bieten klassischen Kulturgenuss. Die Partnerschaft mit dieser Stadt besteht seit 2000. Shanghai ist ein aufsteigender Wirtschaftsstandort Chinas. Salzburg will seit 2004 mit der Städtefreundschaft die vielfältigen Verbindungen zu China [25] intensiverien.

Persönlichkeiten → siehe auch: Liste der Persönlichkeiten der Stadt Salzburg und Liste der Ehrenbürger von Salzburg

Die Ernennung zum Ehrenbürger ist die höchste von der Stadt Salzburg zu vergebende Auszeichnung. Mit ihr verbunden sind alle Rechte eines Salzburger Bürgers ohne dessen Pflichten. Erstmals vergeben wurde die Ehrenbürgerschaft am 6. Mai 1829 an den Landschaftsmaler Johann Michael Sattler. Nach beinahe 100 Jahren wurde 1920 mit der Kammersängerin Lilli Lehmann die erste Frau zur Ehrenbürgerin der Stadt Salzburg erkoren.

Neben den zahlreichen bedeutenden Salzburger und in Salzburg wirkenden Persönlichkeiten, die in den Kapiteln 6.1 Musikstadt Salzburg, 6.2 Literatur, 6.3 Bildende Kunst und 6.4 Architektur beschrieben werden, allen voran Wolfgang Amadeus Mozart, ist in Salzburg auch die Heimat zweier Persönlichkeiten von überregionaler Bedeutung:

Christian Doppler wurde 1803 als Sohn einer wohlhabenden Steinmetzfamlilie im Haus Makartplatz 1, direkt neben dem Wohnhaus W. A. Mozarts geboren. Er wurde 1850 als Universitätsprofessor für Experimentalphysik nach Wien berufen und dort Begründer und Leiter des Physikalischen Instituts der Universität. Er entdeckte vor allem den heute vielfach angewandten "Doppler-Effekt“. Dopplers Entdeckungen bilden heute die Grundlage vieler wissenschaftlicher Arbeiten, etwa von Ernst Mach, Albert Einstein oder Werner Heisenberg. Eine Anerkennung als Pionier der Wissenschaft blieb Doppler versagt. Lungenkrank starb er bei einem Genesungsurlaub in Venedig im Jahr 1853.

Theophrastus Bombastus von Hohenheim genannt Paracelsus ist am Salzburger Sebastiansfriedhof in der Linzergasse beerdigt. 1524 und 1525 war er im Kumpfmühlhaus (Pfeifergasse 11) nächst dem "Rapplbad" zu Hause. Paracelsus, der 1525 mit den Aufständischen sympatisiert hatte, floh im gleichen Jahr überstürzt aus Salzburg und kehrte erst 1540 nach Salzburg zurück, wo er im Haus Platzl 3 wohnte und dort 1541 starb.

Literatur und Quellen Brettenthaler Josef: Salzburger Synchronik, Verlag Winter, 2005 ISBN 3-85380-055-6
Buberl Paul: Die Denkmale des Gerichtsbezirkes Salzburg, Österreichische Kunsttopographie, Band 11 , Wien, 1916
Dehio Salzburg: bearbeitet von B. Euler, E. Gobiet, H. R. Huber, R. Juffinger; Salzburg Stadt und Land, Verlag A. Schroll, Wien, 1986, ISBN 3-7031-0599-2
Dopsch Heinz u. Hans Spatzenegger: Geschichte Salzburgs, Universitätsverlag A. Pustet, Salzburg 1984 ISBN 3-7025-0197-5
Dopsch Heinz u. Robert Hoffmann: Geschichte der Stadt Salzburg, Universitätsverlag A. Pustet, Salzburg 1996, ISBN 3-7025-0340-4
Eltz-Hoffmann Lieselotte: Die Kirchen Salzburgs, Verlag Anton Pustet, Salzburg, 1993, ISBN 3-7025-0308-0
Fuhrmann Franz: Salzburg in alten Ansichten, Residenzverlag, Salzburg/Wien, 1963
Haslinger Adolf und Peter Mittermayr: Salzburger Kulturlexikon, Residenzverlag, 2001, ISBN 3-7017-1129-1
Hoffmann Robert: Mythos Salzburg. Bilder einer Stadt, Salzburg, Pustet, München, 2002 ISBN 3-7025-0425-7
Koller Fritz, Hermann Rumschöttel: Bayern und Salzburg im 19. und 20. Jahrhundert, vom Salzachkreis zur EUregio, Samson 2006. ISBN 3-921635-98-5
Hübner Lorenz: Beschreibung der hochfürstlich-erzbischöflichen Haupt- und Residenzstadt Salzburg und ihrer Gegenden, Salzburg, 1792
Magistrat Salzburg, Amt für Stadtplanung: Räumliches Entwicklungskonzept der Stadt Salzburg 2007 (REK, Entwurffassung 2008), Salzburg, 2008
Medicus Reinhard: Beiträge in Bastei des Sbg. Stadtvereins 2004: Hefte 1-4, 2005: 1-4, 2006: 1-4, 2007: 1+3, 2008: 1-4, Mitteilungen d. Ges. f. Sbg. Landeskunde 2006 + 08, Der Gardist, Zeitschrift der Sbg. Bürgergarde, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008
Messner Robert: Salzburg im Vormärz, Verband der wiss. Ges. Österreichs,. Wien, 1993 ISBN 3-85369-930-8
Paumgartner Bernhard: Salzburg, Residenzverlag, Salzburg, 1966
Rosendorfer Herbert: Salzburg für Anfänger, dtv, 2003, ISBN 978-3-423-13342-5
Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg Nr. 11: Historischer Atlas der Stadt Salzburg, Salzburg, 1999
Sedlmayr Hans: Salzburg – Stadt ohne Landschaft , Otto Müller Verlag, Salzburg, 1970
Tietze, Hans und Martin Franz: Österreichische Kunsttopographie Band IX, Die kirchlichen Denkmale der Stadt Salzburg, Wien, 1912
Zaisberger Friederike: Geschichte Salzburgs. Verlag für Geschichte und Politik, Wien 1998, ISBN 3-7028-0354-8
Zillner Franz Valentin: Geschichte der Stadt Salzburg Sonderbände der Mitteilungen der Salzburger Landeskunde, Salzburg, 1885 (Reprint)

Filme Salzburg - Im Schatten der Felsen – eine Universum-Dokumentation von Georg Riha aus dem Jahr 2006
Sound of Music - Verfilmung des Lebens der Familie Trapp
[Frei]raum - Ein Dokumentarfilm über Salzburgs Jugendkultur.

Einzelnachweise ↑ Magistrat Salzburg, Archiv und Statistisches Amt: Salzburg in Zahlen 4/2006 vom Dezember 2006
↑ http://www.zamg.ac.at/klima/klimaspiegel/?ts=1223483941, Magistrat Salzburg, Archiv und Statistisches Amt: Salzburg in Zahlen 4/2006 vom Dezember 2006, S. 6
↑ Bögle H. und K. Schmidt: Kleine Geologie der Ostalpen, Ott Vlg Thun, Schweiz, 1976, ISBN 3-7225-6247-3
↑ Magistrat Salzburg, Amt für Stadtplanung und Verkehr, Dr. Reinhard Medicus
↑ Magistrat Salzburg, Amt für Stadtplanung und Verkehr
↑ Salzburger Nachrichten vom 28/29. 4. 1984.
↑ Dehio: Salzburg Stadt und Land, Wien 1996
↑ Reinhard Medicus: Die Hellbrunner Allee und ihre Umgebung. In: Mittteilungen der Gesellschaft der Salzburger Landeskunde, 2006, im Selbstverlag, Salzburg S. 405-426
↑ Adolf Haslinger & Peter Mittermayr, Salzburger Kulturlexikon, Salzburg, 2001, S. 305
↑ Strasser Christian: The Sound of Klein-Hollywood: Filmproduktion in Salzburg, Salzburg im Film. Österreichischer Kunst- u. Kulturverlag, Wien, 1993. ISBN 3854370474
↑ Magistrat Salzburg, Archiv und Statistisches Amt: Salzburg in Zahlen 4/2006, S.6
↑ Magistrat Salzburg, Amt für Stadtplanung und Verkehr: Räumliches Entwicklungsprogramm 2007 (Entwurf)
↑ http://www.salzburg.info/gastronomie_571.htm
↑ Reinhard Medicus: Die Kopfweiden am Almkanal; aus Bastei, Zeitschrift des Sbg. Stadtvereines 2004/2
↑ Reinhard Medicus: Der Rainberg in Natur- und Kulturgeschichte; aus Bastei, Zeitschrift des Sbg. Stadtvereines 2004/1
↑ Reinhard Medicus: Der Gniglerberg (Kühberg) in Natur- und Kulturgeschichte; aus: Der Gardist, Zeitschrift der Sbg. Bürgergarde 2008
↑ http://www.sbg.ac.at/overview/studentenwohnheime.htm
↑ http://www.salzburg.gv.at/mo200708gesamt.pdf
↑ a b c d Magistrat Salzburg, Archiv und Statistisches Amt: Salzburg in Zahlen 4/2006 vom Dezember 2006
↑ http://www.musikum-salzburg.at/
↑ Magistrat Salzburg, Amt für Stadtplanung und Verk., REK 2007, Entwurf 2008
↑ http://www.salzburg.eu/de/salzburg/wirtschaft-salzburg.php
↑ http://www.stadt-salzburg.at/internet/themen/wirtschaft/t2_251840/t2_251843/t2_251846/p2_251098.htm
↑ http://www.bartenbach.com/news/news-details/article/33/12.html
↑ http://www.stadt-salzburg.at/internet/die_stadt_salzburg/t2_237413/p2_276654.htm

Siehe auch Portal: Salzburg – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Salzburg

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